Wenn meine liebste Mitbloggerin Insi mir vorschlägt gemeinsam mit ihr ein Buch zu lesen, komme ich diesem Vorschlag natürlich sehr gerne nach. Diesmal haben wir uns mit diesem Vorhaben allerdings ein ordentliches literarisches Fiasko beschert. Hätten wir unser Leid nicht teilen können, hätte es uns wohl ganz wie ein Schwarzes Loch verschlungen. Ich übertreibe? Nun, dann ist das ja die perfekte Einleitung für das folgende Buch.
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Sonntag, 1. April 2018
Sonntag, 17. September 2017
Als ich Amanda wurde [Rezension]
Tee, Tee, Tee, Wärmflaschen, Bücher. Ich bin dem kalten Wetter ja sowas von nicht böse und betreibe Einmümmelung auf höchsten Niveau! Und dann habe ich im September bisher auch nur gute Bücher erwischt. Ein vielversprechender Herbstbeginn.
Montag, 19. Juni 2017
Lux: Origin [Rezension]
Falls es irgendjemand noch nicht bemerkt haben sollte: ich lese wieder. Und das gleich ganz ordentlich. Eigentlich hatte ich mich bisher eher für den Winterleser gehalten, aber aktuell lässt es sich mit einer gewissen Sonnenresistenz ausgezeichnet auf meinem Balkon aushalten. Mittlerweile bin ich auch gar nicht mehr so weiß wie all die Buchseiten, denen ich mich in der Zeit gewidmet habe.
Sonntag, 18. Juni 2017
Rache und Rosenblüte [Rezension]
Wenn man sich in die pralle Sonne auf meinem Balkon begibt, fehlt eigentlich nicht mehr viel sich in die Welt aus 1001 Nacht dieser Dilogie zu begeben. Gleichzeitig bekam ich meinen starren Rücken vom Sonnenschein behandelt, somit sollte alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sein. Trotzdem war dieser Roman für mich großteils eine ordentliche Durststrecke.
Donnerstag, 25. Mai 2017
Feuer und Feder [Rezension]
Ich grüße alle lieben Leser, die sich immer noch gerne bei mir einfinden, obwohl ich in den letzten Wochen Monaten wenig Worte ins Netz geschickt habe. Dies soll sich nun wieder einmal ändern, so hoffe ich mit leicht verändertem -garantiert aufgehellten- Design wieder ein wenig Frische in meine virtuellen Regale zu zaubern. Zudem bin ich wieder in verschiedenen Seitenwelten zu Gast gewesen und möchte in klassischer Manier sofort mit einem Jugendbuch aufwarten.
Donnerstag, 23. März 2017
Diabolic [Rezension]
Während ich die Tage gemütlich durch meinen Blog scrolle und mir ebenso gemütlich und zufrieden denke, dass ich aktuell keine ausstehenden Rezensionen habe, stelle ich plötzlich bestürzt fest, dass ich vollkommen auf das folgende Buch vergessen habe! Dabei war es soweit eigentlich eine nette Leseunterhaltung, es ist also durchaus dazu berechtigt eine angemessene Rezension zu erhalten! Man beame es flott hinterher!
Sonntag, 5. Februar 2017
Ein Meer aus Tinte und Gold [Rezension]
An und für sich wollte ich dieses Jahr wieder ein wenig mehr vom Jugendbuch wegkommen, um mich mehr der Belletristik und anderen schönen Genres zu widmen, die in letzter Zeit sträflich vernachlässigt wurden. Das hat ja super geklappt - NOT! Jugendbücher sind für mich gewissermaßen die Süßigkeiten der Unterhaltungsliteratur und ich kann einfach nicht die Finger und Augen von ihnen lassen.
Seit ihrer Kindheit befindet sich die junge Sefia auf der Flucht und ist es gewohnt sich durch die Wildnis zu schlagen, um ihren Verfolgern zu entkommen. Erst als ihre Tante Nin, ihre letzte lebende Bezugsperson gefangen genommen wird, beschließt sie den Spieß umzudrehen und erklärt sich selbst zur Jägerin. Dabei traut sie sich erstmals seit dem Tod ihrer Eltern an deren Vermächtnis, ein großes ledergebundenes Buch, heran und ahnt noch nicht, dass ihr die Figuren, die darin auftauchen bald zu Hilfe kommen werden.
Bücher über das Buch im Buch gibt es zuhauf, schließlich schreiben Bibliophile gerne etwas für Bibliophile. Ich bin was dieses Motiv angeht jedoch mittlerweile ein wenig vorsichtig, wenn nicht sogar kritisch geworden, einige dieser Geschichten spielen schließlich immer wieder mit denselben, typischen Bezugspunkten (Seitengeruch, mehr Bücher als man lesen kann etc. etc.) eines Literaturfeundes. Hier wurde ich jedoch wieder einmal positiv überrascht und davon möchte ich gerne berichten.
Was mir an diesem Buch sogleich positiv aufgefallen ist sind die vielen kleinen Hinweise bzw. "Easter Eggs", die sich überall auf den Seiten finden lassen, besonders wenn man sehr genau liest. Kritzeleien, Ausschwärzungen, Fingerabdrücke usw. Für solche Besonderheiten außerhalb der eigentlichen Geschichte bin ich immer zu haben, in diesem Falle fand ich die Verbinungen zum Plot aber besonders gut gelungen (näher möchte ich darauf nicht eingehen, sonst hätten wir hier sogleich einen Spoiler-Alert). Dadurch wurde meine Aufmerksamkeit auf jeden Fall geschärft und ich finde es wunderbar wie die Fäden hier zuletzt zusammen laufen.
Die Figuren waren nicht übermäßig außergewöhnlich, aber wenigstens ist es im Falle von Sefia nachvollziehbar, warum sie die gewohnt kühle und harte Heldin abgibt. Ihre Reaktionen waren soweit solide und somit hatte ich in dieser Hinsicht nichts weiter zu beklagen. Sprachlich war ich meistens ebenfalls zufrieden, allerdings hat sich die Autorin zu Beginn ein paar tollpatschige Schnitzer erlaubt, die ich normalerweise eigentlich nicht gutheiße. Manche Formulierungen sind nämlich etwas übertrieben poetisch, mir wäre es lieber gewesen sie wäre ein wenig mehr auf dem Boden geblieben. Aber diese kleinen Mängel konnten mich nicht am weiteren Lesegenuss hindern, da ich es ausgesprochen spannend fand, wie sie die Figuren im Buch des Buches, also jene über die Sefia liest in die Hauptgeschichte einfließen lässt. Umso mehr, da es sich dabei um die Besatzung eines Piratenschiffes handelt. Eine gewagtes aber in diesem Fall sehr gut durchgezogenes Highlight für die ganze Story.
Auch andere Helden und deren Geschichte werden sehr geschickt mit dem Hauptstrang verbunden und ich erlebte die eine oder andere Überraschung. Die beschriebenen Inselreiche fand ich zumden als Handlungsort recht erfrischend und schön beschrieben. Allerdings habe ich mich ein wenig gewundert, dass sich im gesamten Buch keine Karte dieser fiktiven, neuen Welt finden ließ (sowas habe ich sonst in Fantasybüchern doch recht gerne zur Orientierung. Quasi Standardausrüstung). Ansonsten bin ich sehr gut mit der erwähnten Umgebung zurecht gekommen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung - ja, leider handelt es sich auch hier um den Auftakt einer neuen Reihe.
Wieder einmal eine sehr schöne Ausführung einer Geschichte für bücherliebende Menschen und solche die es werden wollen. Das Buch lädt garantiert zum Entdecken ein und gute Konzentration auf kleine Hinweise zahlt sich auf jeden Fall aus und sorgt für gute Unterhaltung.
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Titel: Ein Meer aus Tinte und Gold
Autorin Tracy Chee
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Reiheninfo: Band 1/?
Inhalt:
Seit ihrer Kindheit befindet sich die junge Sefia auf der Flucht und ist es gewohnt sich durch die Wildnis zu schlagen, um ihren Verfolgern zu entkommen. Erst als ihre Tante Nin, ihre letzte lebende Bezugsperson gefangen genommen wird, beschließt sie den Spieß umzudrehen und erklärt sich selbst zur Jägerin. Dabei traut sie sich erstmals seit dem Tod ihrer Eltern an deren Vermächtnis, ein großes ledergebundenes Buch, heran und ahnt noch nicht, dass ihr die Figuren, die darin auftauchen bald zu Hilfe kommen werden.
Mistys Meing:
Bücher über das Buch im Buch gibt es zuhauf, schließlich schreiben Bibliophile gerne etwas für Bibliophile. Ich bin was dieses Motiv angeht jedoch mittlerweile ein wenig vorsichtig, wenn nicht sogar kritisch geworden, einige dieser Geschichten spielen schließlich immer wieder mit denselben, typischen Bezugspunkten (Seitengeruch, mehr Bücher als man lesen kann etc. etc.) eines Literaturfeundes. Hier wurde ich jedoch wieder einmal positiv überrascht und davon möchte ich gerne berichten.
Was mir an diesem Buch sogleich positiv aufgefallen ist sind die vielen kleinen Hinweise bzw. "Easter Eggs", die sich überall auf den Seiten finden lassen, besonders wenn man sehr genau liest. Kritzeleien, Ausschwärzungen, Fingerabdrücke usw. Für solche Besonderheiten außerhalb der eigentlichen Geschichte bin ich immer zu haben, in diesem Falle fand ich die Verbinungen zum Plot aber besonders gut gelungen (näher möchte ich darauf nicht eingehen, sonst hätten wir hier sogleich einen Spoiler-Alert). Dadurch wurde meine Aufmerksamkeit auf jeden Fall geschärft und ich finde es wunderbar wie die Fäden hier zuletzt zusammen laufen.
Die Figuren waren nicht übermäßig außergewöhnlich, aber wenigstens ist es im Falle von Sefia nachvollziehbar, warum sie die gewohnt kühle und harte Heldin abgibt. Ihre Reaktionen waren soweit solide und somit hatte ich in dieser Hinsicht nichts weiter zu beklagen. Sprachlich war ich meistens ebenfalls zufrieden, allerdings hat sich die Autorin zu Beginn ein paar tollpatschige Schnitzer erlaubt, die ich normalerweise eigentlich nicht gutheiße. Manche Formulierungen sind nämlich etwas übertrieben poetisch, mir wäre es lieber gewesen sie wäre ein wenig mehr auf dem Boden geblieben. Aber diese kleinen Mängel konnten mich nicht am weiteren Lesegenuss hindern, da ich es ausgesprochen spannend fand, wie sie die Figuren im Buch des Buches, also jene über die Sefia liest in die Hauptgeschichte einfließen lässt. Umso mehr, da es sich dabei um die Besatzung eines Piratenschiffes handelt. Eine gewagtes aber in diesem Fall sehr gut durchgezogenes Highlight für die ganze Story.
Auch andere Helden und deren Geschichte werden sehr geschickt mit dem Hauptstrang verbunden und ich erlebte die eine oder andere Überraschung. Die beschriebenen Inselreiche fand ich zumden als Handlungsort recht erfrischend und schön beschrieben. Allerdings habe ich mich ein wenig gewundert, dass sich im gesamten Buch keine Karte dieser fiktiven, neuen Welt finden ließ (sowas habe ich sonst in Fantasybüchern doch recht gerne zur Orientierung. Quasi Standardausrüstung). Ansonsten bin ich sehr gut mit der erwähnten Umgebung zurecht gekommen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung - ja, leider handelt es sich auch hier um den Auftakt einer neuen Reihe.
Fazit:
Wieder einmal eine sehr schöne Ausführung einer Geschichte für bücherliebende Menschen und solche die es werden wollen. Das Buch lädt garantiert zum Entdecken ein und gute Konzentration auf kleine Hinweise zahlt sich auf jeden Fall aus und sorgt für gute Unterhaltung.
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Titel: Ein Meer aus Tinte und Gold
Autorin Tracy Chee
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Reiheninfo: Band 1/?
Sonntag, 8. Januar 2017
The Sun is also a Star [Rezension]
Instagram ist ein herrliches Pflaster für Bücherfreunde (und natürlich auch sonstige Suchtler jeder Art), geteilte Bücherlust sorgt bei mir selbst für größeren Lese- aber auch Kaufrausch. Bei diesem Titel hätte ich allerdings erwartet einen guten Deal zu landen, kenne ich die Autorin Nicola Yoon doch schon von Du neben mir. Das fand ich letztes Jahr sehr vielversprechend und hätte mir bei ihrem zweiten Buch noch mehr erwartet. Gesucht - nicht gefunden.
Daniel und Natasha haben beide einen bedeutungsvollen Tag vor sich. Während aber Daniel auf dem Weg zu einem Aufnahmegespräch für ein College ist, ist Natasha unterwegs zur Einwanderungsbehörde, um mit aller Macht zu versuchen die Abschiebung ihrer Familie nach Yamaika zu verhindern. Sie treffen sich scheinbar zufällig, doch scheint ein jeder weiterer ihrer gemeinsamen Schritte wie vorhergesehen und besonders Daniel versucht Natasha davon zu überzeugen, dass sie füreinander bestimmt sind.
Einmal kurz durchatmen und ein letztes Mal nachdenken, ehe ich meine Meinung über dieses Werk kund tue........Sekunde......ok. Ich versuche jetzt wirklich mein möglichstes, um einfach nur eine negative Rezension und keinen Verriss zu verfassen, da ich davon mittlerweile eigentlich abgekommen bin, aber einige garstige Worte wird es wohl dennoch geben müssen.
Ich war von diesem Buch nämlich derart negativ überrascht, dass ich nicht umhin komme, das auch genau so auszuformulieren. Ich möchte sogleich mit einer kurzen Nörgelei darüber beginnen, dass ich es nicht ausstehen kann, wenn Autoren (besonders im YA Bereich) ihre Protagonisten gezwungen extraordinär und über alle Maßen speziell gestalten, sodass sie allerallerbestens gleich noch einen wundervollen Kontrast zueinander bieten. Manche Figuren, die ein wenig in diese Richtung gehen (wie etwa Jack aus Holding up the Universe) lasse ich oft gelten, ein wenig farbenfroh darf ein Buchcharakter ja durchaus sein. Hier haben wir aber die junge, wissenschaftlich versierte und lediglich an Physik und Fakten glaubende, dunkelhäutige Natasha mit pompöser Afrofrisur und recht schroffer Gesinnung und den jungen, dichterisch und überaus romantisch veranlagten Daniel, koreanischer Abstammung mit Zopf und auffallender Sensibilität.
Macht doch nichts, mag man munkeln, ist doch schön wenn sich Figuren verschiedener ethnischer Herkunft kennen und lieben lernen. Was aber wenn diese Figuren ihre gegensätzliche Einstellung vor sich stellen und ich beinahe eine jede Konversation über Zufall versus Schicksal, Liebe versus Chemie, Fakten versus Romantik vorhersagen kann? In meinen Augen ist das dann ermüdend und es hilft mir absolut nichts, wie vermeintlich außergewöhnlich die beiden Figuren sonst auch sein mögen. Zudem die Geschichte mit ihren tausend kleinen, exakt passenden Zufällen einem die Schicksalhaftigkeit wirklich sehr aufdrängt.
Dazu kommt, dass dieses Buch vor hoffnungsloser Romantik praktisch übergeht und das leider ebenso wenig mein Fall ist. So lernen sich Natasha und Daniel an einem eigentlich sehr prekären Tag für Natasha kennen, aber ihre Gefühle füreinander werden so stark, dass sogar die sonst wie gesagt sehr schroffe Natasha nicht erwehren kann sich hauptsächlich für ihn zu interessieren und ein bisschen weniger für die bevorstehende Abschiebung. Mir selbst ist gleich wer an instant Liebe glaubt oder nicht, aber für die Spannung einer Geschichte finde ich sie sehr langweilend. Und eher unpassend die deraus resultierenden, klar positiven Folgen für alle anderen beteiligten Figuren. Ein Tag mit Daniel ( ja die ganze Geschichte spielt sich wirklich an einem einzigen Tag ab!) und Natasha rettet die Beziehung zu ihrem Vater, ihre eigene berufliche Zukunft und dank eines kleinen Danke noch das Leben einer depressiven, suizidgefährdeten Beamtin. Ich weiß, dass dieses Buch einfach nur eine positive Botschaft versenden möchte, aber gerade letzteres geht mir einfach zu weit.
Bei dieser Geschichte bin ich mir übrigens sicher, dass wir uns nicht einfach am falschen Fuß erwischt haben, selbst im Zustand hellster Euphorie würde mich diese Abhandlung nerven.
Überhaupt nicht mein Fall. Übertrieben konträr aufgesetzte Figuren, die vorhersehbare, typisch alltagsphilosophische Gespräche führen, welche wiederum dazu führen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. Nein danke.
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Titel: the sun is also a star
Autorin: Nicola Yoon
Verlag: Delacorte Press
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 348 Seiten
Inhalt:
Daniel und Natasha haben beide einen bedeutungsvollen Tag vor sich. Während aber Daniel auf dem Weg zu einem Aufnahmegespräch für ein College ist, ist Natasha unterwegs zur Einwanderungsbehörde, um mit aller Macht zu versuchen die Abschiebung ihrer Familie nach Yamaika zu verhindern. Sie treffen sich scheinbar zufällig, doch scheint ein jeder weiterer ihrer gemeinsamen Schritte wie vorhergesehen und besonders Daniel versucht Natasha davon zu überzeugen, dass sie füreinander bestimmt sind.
Mistys Meinung:
Einmal kurz durchatmen und ein letztes Mal nachdenken, ehe ich meine Meinung über dieses Werk kund tue........Sekunde......ok. Ich versuche jetzt wirklich mein möglichstes, um einfach nur eine negative Rezension und keinen Verriss zu verfassen, da ich davon mittlerweile eigentlich abgekommen bin, aber einige garstige Worte wird es wohl dennoch geben müssen.
Ich war von diesem Buch nämlich derart negativ überrascht, dass ich nicht umhin komme, das auch genau so auszuformulieren. Ich möchte sogleich mit einer kurzen Nörgelei darüber beginnen, dass ich es nicht ausstehen kann, wenn Autoren (besonders im YA Bereich) ihre Protagonisten gezwungen extraordinär und über alle Maßen speziell gestalten, sodass sie allerallerbestens gleich noch einen wundervollen Kontrast zueinander bieten. Manche Figuren, die ein wenig in diese Richtung gehen (wie etwa Jack aus Holding up the Universe) lasse ich oft gelten, ein wenig farbenfroh darf ein Buchcharakter ja durchaus sein. Hier haben wir aber die junge, wissenschaftlich versierte und lediglich an Physik und Fakten glaubende, dunkelhäutige Natasha mit pompöser Afrofrisur und recht schroffer Gesinnung und den jungen, dichterisch und überaus romantisch veranlagten Daniel, koreanischer Abstammung mit Zopf und auffallender Sensibilität.
Macht doch nichts, mag man munkeln, ist doch schön wenn sich Figuren verschiedener ethnischer Herkunft kennen und lieben lernen. Was aber wenn diese Figuren ihre gegensätzliche Einstellung vor sich stellen und ich beinahe eine jede Konversation über Zufall versus Schicksal, Liebe versus Chemie, Fakten versus Romantik vorhersagen kann? In meinen Augen ist das dann ermüdend und es hilft mir absolut nichts, wie vermeintlich außergewöhnlich die beiden Figuren sonst auch sein mögen. Zudem die Geschichte mit ihren tausend kleinen, exakt passenden Zufällen einem die Schicksalhaftigkeit wirklich sehr aufdrängt.
Dazu kommt, dass dieses Buch vor hoffnungsloser Romantik praktisch übergeht und das leider ebenso wenig mein Fall ist. So lernen sich Natasha und Daniel an einem eigentlich sehr prekären Tag für Natasha kennen, aber ihre Gefühle füreinander werden so stark, dass sogar die sonst wie gesagt sehr schroffe Natasha nicht erwehren kann sich hauptsächlich für ihn zu interessieren und ein bisschen weniger für die bevorstehende Abschiebung. Mir selbst ist gleich wer an instant Liebe glaubt oder nicht, aber für die Spannung einer Geschichte finde ich sie sehr langweilend. Und eher unpassend die deraus resultierenden, klar positiven Folgen für alle anderen beteiligten Figuren. Ein Tag mit Daniel ( ja die ganze Geschichte spielt sich wirklich an einem einzigen Tag ab!) und Natasha rettet die Beziehung zu ihrem Vater, ihre eigene berufliche Zukunft und dank eines kleinen Danke noch das Leben einer depressiven, suizidgefährdeten Beamtin. Ich weiß, dass dieses Buch einfach nur eine positive Botschaft versenden möchte, aber gerade letzteres geht mir einfach zu weit.
Bei dieser Geschichte bin ich mir übrigens sicher, dass wir uns nicht einfach am falschen Fuß erwischt haben, selbst im Zustand hellster Euphorie würde mich diese Abhandlung nerven.
Fazit:
Überhaupt nicht mein Fall. Übertrieben konträr aufgesetzte Figuren, die vorhersehbare, typisch alltagsphilosophische Gespräche führen, welche wiederum dazu führen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. Nein danke.
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Titel: the sun is also a star
Autorin: Nicola Yoon
Verlag: Delacorte Press
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 348 Seiten
Dienstag, 27. Dezember 2016
Holding up the Universe [Rezension]
Kurz vor Jahresschluss melde ich mich nocheinmal zurück vom weihnachtlichen Arbeitsstress und finde dank zweier (wohlverdienter) freier Tage auch noch ein wenig Zeit für Aufräumarbeiten, lesen und bloggen. Da ich in den Wochen zuvor kaum über arbeiten, essen und schlafen hinaus gekommen bin, sah es in dieser Hinsicht im Dezember eher karg aus. Aber genug von der Plackerei, wenden wir uns einem netten Jugendbuch zu.
Nachdem Libby es mit dem Titel "Americas Fattest Teen" in die Schlagzeilen geschafft hat, verbringt sie zwei Jahre damit radikal abzunehmen und im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen. Sie wagt auch den Schritt zurück in eine öffentliche High School und ist bereit sich allen schulischen und sozialen Hürden zu stellen. Neben den üblichen Schmähungen und Beleidigungen anderer Mitschüler trifft sie dort auch auf Jack, den beliebten Radaumacher, der sie ebenfalls einer üblen Blamage aussetzt, ihr jedoch zugleich sein best gehütetes Geheimnis anvertraut.
Jugendbuch ist und bleibt eines meiner meistgelesensten Genres, es gibt zuviele Tage in Jahr, da ich solch leicht geschriebene, liebevolle Lektüre einfach unheimlich genieße (obwohl ich mich sonst absolut ungern in meine eigene Schulzeit zurück versetze). Aber es erstaunt mich einfach bei jedem Titel von neuem welch gelungene, tiefsinnige Literatur es in diesem Bereich heutzutage gibt, ich selbst erinnere mich ledlich an literarische Moralkeulen (nimm keine Drogen, lauf nicht von zuhause weg, verhüte mal besser, Finger weg von Zeugen Jehovas....), die auch sprachlich nicht wirklich sonderlich gut verpackt waren.
Hier haben wir jedoch erneut eine kleine Perle auf diesem Gebiet und obwohl ich mit der doch recht offenkundigen Message "liebe dich so wie du bist" natürlich nicht begeistert durch die Welt ziehe, war ich trotzdem berührt von der liebevollen Geschichte. Zunächst einmal lag dies an der angenehm positiven Hauptfigur Libby, die frei von jedem Girliegezicke auftritt und deren Launen stets nachvollziehbar blieben. Ihr männlicher Gegenpart Jack, der unter der seltenen Krankheit Prosopagnosie leidet fand ich ein wenig erzwungen speziell, schließlich begegnet man sehr selten Leuten, die nicht in der Lage sind Gesichter zu erkennen. Da ich aber dieses Krankheitsbild als begeisterte Leserin von Oliver Sacks grundsätzlich interessant finde, arrangierte ich mich damit auch in dieser Geschichte und empfand sie als passables Konfliktpotential (und jeder Roman braucht irgendein Konfliktpotential).
Die Handlung sorgte ebenso wie die Sprache für einen angenehm plätschernden Lesefluss, ohne zu sehr auf Spannungshöhepunkte zu pochen (was ich aber bei Contemporary YA auch gar nicht erwarte). Die zahlreichen anderen Figuren rundeten die Geschichte für mich recht schön ab und ich war froh, dass einige Personen auch ambivalent und nicht nur schwarz/weiß dargestellt wurden (eine gnadenlos böse Zicke aber braucht eine jede Schulzeit).
Neben den Hürden, die Libby nach ihrer Rückkehr auf die Schule so bestehen muss bleibt natürlich auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte ein großer Bestandteil der Handlung. Einige romantischere Kapitel bleiben natürlich nicht aus, im großen und ganzen fand ich den Hergang aber angenehm bodenständig und war damit sehr gut unterhalten. Das Englisch ist dabei nicht sonderlich schwer zu lesen, die meisten Jugendbegriffe waren mir geläufig und ich fand die Sprache der beiden Hauptfiguren oft recht witzig.
Eine recht liebevolle und witzige Geschichte zweier außergewöhnlicher Jugendlicher, die man schnell und gerne in sein Herz schließt. Für Fans von John Green und Rainbow Rowell auf jeden Fall ein heißer Tipp.
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Titel: Holding up the Universe
Autorin: Jennifer Niven
Verlag: Penguin Random House
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 391 Seiten
Inhalt:
Nachdem Libby es mit dem Titel "Americas Fattest Teen" in die Schlagzeilen geschafft hat, verbringt sie zwei Jahre damit radikal abzunehmen und im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen. Sie wagt auch den Schritt zurück in eine öffentliche High School und ist bereit sich allen schulischen und sozialen Hürden zu stellen. Neben den üblichen Schmähungen und Beleidigungen anderer Mitschüler trifft sie dort auch auf Jack, den beliebten Radaumacher, der sie ebenfalls einer üblen Blamage aussetzt, ihr jedoch zugleich sein best gehütetes Geheimnis anvertraut.
Mistys Meinung:
Jugendbuch ist und bleibt eines meiner meistgelesensten Genres, es gibt zuviele Tage in Jahr, da ich solch leicht geschriebene, liebevolle Lektüre einfach unheimlich genieße (obwohl ich mich sonst absolut ungern in meine eigene Schulzeit zurück versetze). Aber es erstaunt mich einfach bei jedem Titel von neuem welch gelungene, tiefsinnige Literatur es in diesem Bereich heutzutage gibt, ich selbst erinnere mich ledlich an literarische Moralkeulen (nimm keine Drogen, lauf nicht von zuhause weg, verhüte mal besser, Finger weg von Zeugen Jehovas....), die auch sprachlich nicht wirklich sonderlich gut verpackt waren.
Hier haben wir jedoch erneut eine kleine Perle auf diesem Gebiet und obwohl ich mit der doch recht offenkundigen Message "liebe dich so wie du bist" natürlich nicht begeistert durch die Welt ziehe, war ich trotzdem berührt von der liebevollen Geschichte. Zunächst einmal lag dies an der angenehm positiven Hauptfigur Libby, die frei von jedem Girliegezicke auftritt und deren Launen stets nachvollziehbar blieben. Ihr männlicher Gegenpart Jack, der unter der seltenen Krankheit Prosopagnosie leidet fand ich ein wenig erzwungen speziell, schließlich begegnet man sehr selten Leuten, die nicht in der Lage sind Gesichter zu erkennen. Da ich aber dieses Krankheitsbild als begeisterte Leserin von Oliver Sacks grundsätzlich interessant finde, arrangierte ich mich damit auch in dieser Geschichte und empfand sie als passables Konfliktpotential (und jeder Roman braucht irgendein Konfliktpotential).
Die Handlung sorgte ebenso wie die Sprache für einen angenehm plätschernden Lesefluss, ohne zu sehr auf Spannungshöhepunkte zu pochen (was ich aber bei Contemporary YA auch gar nicht erwarte). Die zahlreichen anderen Figuren rundeten die Geschichte für mich recht schön ab und ich war froh, dass einige Personen auch ambivalent und nicht nur schwarz/weiß dargestellt wurden (eine gnadenlos böse Zicke aber braucht eine jede Schulzeit).
Neben den Hürden, die Libby nach ihrer Rückkehr auf die Schule so bestehen muss bleibt natürlich auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte ein großer Bestandteil der Handlung. Einige romantischere Kapitel bleiben natürlich nicht aus, im großen und ganzen fand ich den Hergang aber angenehm bodenständig und war damit sehr gut unterhalten. Das Englisch ist dabei nicht sonderlich schwer zu lesen, die meisten Jugendbegriffe waren mir geläufig und ich fand die Sprache der beiden Hauptfiguren oft recht witzig.
Fazit:
Eine recht liebevolle und witzige Geschichte zweier außergewöhnlicher Jugendlicher, die man schnell und gerne in sein Herz schließt. Für Fans von John Green und Rainbow Rowell auf jeden Fall ein heißer Tipp.
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Titel: Holding up the Universe
Autorin: Jennifer Niven
Verlag: Penguin Random House
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 391 Seiten
Sonntag, 20. November 2016
Onyx [Rezension]
Kurz bevor mich das Weihnachtsgeschäft verschlucken wird (ist dieses Jahr der Erste Advent doch schon im November) möchte ich noch ein paar Blogbeiträge verfassen. Dann wird ihn wohl der alljährliche Winterschlaf erfassen und erst wieder nächstes Jahr so richtig erwachen. Buchmäßig ist meine Freizeit jedoch momentan noch wundervoll ausgeschmückt und so hätte ich noch einige Rezensionen in petto.
Achtung Spoiler!
Nach der anfänglich etwas holprigen Kennenlernen von Daemon und Katy gestehen sich die beiden ein, dass sie etwas füreinander empfinden, dennoch bleibt sie abweisend. Redet sie sich doch ein, dass ihr Alien-Anwärter von Beginn an charmanter hätte vorgehen sollen. Dass ein neiner Schüler auftaucht, der ebenfalls Interesse an ihr bekündet erleichtet die Angelegenheit nicht wirklich und auch dass sie selbst übernatürliche Kräfte zu entschwickeln scheint trägt zu weiterem Chaos bei.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und einen zweiteiligen Jugendbuchroman definitiv einzeln rezensieren. Gut, dass ich so vorgegangen bin, denn dieser zweite Teil der Reihe ist schonmal ein ganz anderes Kaliber als der erste, den ich wirklich recht unterhaltsam gefunden habe. Hier konnte ich -wie mancher merken möge- nicht einmal so recht bei der Inhaltsangabe zusammen reißen (bereits hier mag manche Formulierung ein wenig sticheln).
Nun gut, aber nun direkt zum Buch: wie erwähnt fand ich Obsidian wirklich gelungen und es hat mich definitiv dazu animiert es schnell lesen zu wollen. Die Konfrontationen zwischen Deamon und Katy fand ich zumeist erbaulich und sie hatte sicherlich ihren Reiz. Allerdings habe ich bereits befürchtet, dass auch die Folgebände sich alleine auf das Auf-und-Ab der beiden konzentrieren würde und voilà genau das war der Fall. Banal gesagt mag ich keine Pärchen deren Verbindung sich dadurch erhält, dass sie ständig aneinander geraten, weder im echten Leben noch in Büchern. Das erste Kennenlernen der beiden ist vorbei, dennoch wissen sie nicht wohin mit sich, obwohl sie sich heimlich begehren wie den Stein der Weisen. Aber mangelnde Kommunikation und ausreichend Eifersüchteleien dehnen sich wirklich über sehr viele Seiten hin und das dämpfte meinen Lesegenuss wirklich. Zudem wusste ich nicht so recht, was ich von dem Dreiecksspiel halten sollte, aber irgendwie musste wohl von außen ein wenig Wind in den Plot, was für mich nicht ganz gelungen ist.
Trotzdem positiv erwähnenswert finde ich die Hauptfigur Katy selbst. Zwar fand ich die Kämpfe zwischen ihr und ihrem Lover wirklich ermüdend, aber sie als Figur weiterhin sympathisch. Und was mich auch in diesem Band durchhalten hat lassen war ihre witzige Sprache, die sicherlich im Englischen weit besser heraus kommt als in den Übersetzungen und ich bin sehr sehr froh, dass ich sie im Original begonnen habe.
Ebenfalls grundsätzlich interessant fand ich die Tatsache, dass Katy selbst beginnt übernatürliche Kräfte zu entwickelt, die nach einer Heilung von Daemon auf sie über gegangen sind. Damit tritt sie ein wenig aus dem üblichen Paranormal-Schatten, der das schwächere menschliche Glied automatisch zum beschützenswerten Objekt macht. Hätte ich ein wenig mehr Kämpfe gegen Arum und weniger zwischen den bekommen wäre das sicherlich kurzweiliger gewesen. Ich hoffe sehr, dass sie die Folgebände ein wenig mehr darauf konzentrieren werden, denn ich werde ihnen auf jeden Fall noch eine Chance geben.
Definitiv kein Höhenflug mehr wie der Vorgängerband und leider sogar ein ziemlicher Dämpfer in meinen Augen. Darauf hoffend, dass die Reihe sich wieder ein wenig mehr vom Teenie-Drama wegbewegen möchte hoffe ich auf den nächsten Teil.
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Titel: Onyx
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Teen
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 2/5
Inhalt:
Achtung Spoiler!
Nach der anfänglich etwas holprigen Kennenlernen von Daemon und Katy gestehen sich die beiden ein, dass sie etwas füreinander empfinden, dennoch bleibt sie abweisend. Redet sie sich doch ein, dass ihr Alien-Anwärter von Beginn an charmanter hätte vorgehen sollen. Dass ein neiner Schüler auftaucht, der ebenfalls Interesse an ihr bekündet erleichtet die Angelegenheit nicht wirklich und auch dass sie selbst übernatürliche Kräfte zu entschwickeln scheint trägt zu weiterem Chaos bei.
Mistys Meinung:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und einen zweiteiligen Jugendbuchroman definitiv einzeln rezensieren. Gut, dass ich so vorgegangen bin, denn dieser zweite Teil der Reihe ist schonmal ein ganz anderes Kaliber als der erste, den ich wirklich recht unterhaltsam gefunden habe. Hier konnte ich -wie mancher merken möge- nicht einmal so recht bei der Inhaltsangabe zusammen reißen (bereits hier mag manche Formulierung ein wenig sticheln).
Nun gut, aber nun direkt zum Buch: wie erwähnt fand ich Obsidian wirklich gelungen und es hat mich definitiv dazu animiert es schnell lesen zu wollen. Die Konfrontationen zwischen Deamon und Katy fand ich zumeist erbaulich und sie hatte sicherlich ihren Reiz. Allerdings habe ich bereits befürchtet, dass auch die Folgebände sich alleine auf das Auf-und-Ab der beiden konzentrieren würde und voilà genau das war der Fall. Banal gesagt mag ich keine Pärchen deren Verbindung sich dadurch erhält, dass sie ständig aneinander geraten, weder im echten Leben noch in Büchern. Das erste Kennenlernen der beiden ist vorbei, dennoch wissen sie nicht wohin mit sich, obwohl sie sich heimlich begehren wie den Stein der Weisen. Aber mangelnde Kommunikation und ausreichend Eifersüchteleien dehnen sich wirklich über sehr viele Seiten hin und das dämpfte meinen Lesegenuss wirklich. Zudem wusste ich nicht so recht, was ich von dem Dreiecksspiel halten sollte, aber irgendwie musste wohl von außen ein wenig Wind in den Plot, was für mich nicht ganz gelungen ist.
Trotzdem positiv erwähnenswert finde ich die Hauptfigur Katy selbst. Zwar fand ich die Kämpfe zwischen ihr und ihrem Lover wirklich ermüdend, aber sie als Figur weiterhin sympathisch. Und was mich auch in diesem Band durchhalten hat lassen war ihre witzige Sprache, die sicherlich im Englischen weit besser heraus kommt als in den Übersetzungen und ich bin sehr sehr froh, dass ich sie im Original begonnen habe.
Ebenfalls grundsätzlich interessant fand ich die Tatsache, dass Katy selbst beginnt übernatürliche Kräfte zu entwickelt, die nach einer Heilung von Daemon auf sie über gegangen sind. Damit tritt sie ein wenig aus dem üblichen Paranormal-Schatten, der das schwächere menschliche Glied automatisch zum beschützenswerten Objekt macht. Hätte ich ein wenig mehr Kämpfe gegen Arum und weniger zwischen den bekommen wäre das sicherlich kurzweiliger gewesen. Ich hoffe sehr, dass sie die Folgebände ein wenig mehr darauf konzentrieren werden, denn ich werde ihnen auf jeden Fall noch eine Chance geben.
Fazit:
Definitiv kein Höhenflug mehr wie der Vorgängerband und leider sogar ein ziemlicher Dämpfer in meinen Augen. Darauf hoffend, dass die Reihe sich wieder ein wenig mehr vom Teenie-Drama wegbewegen möchte hoffe ich auf den nächsten Teil.
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Titel: Onyx
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Teen
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 2/5
Sonntag, 6. November 2016
Obsidian [Rezension]
Manche Bücher laufen mir einfach derart oft über den Weg im Internet, dass ich mich irgendwann tatsächlich von ihnen verführen lasse, obwohl ich mich ihrem Charme zuvor erfolgreich entzogen habe (und ja..bei Büchern ist eine solche Aussage vollkommen unbedenklich). Über diese Collector's Edition meines Wichtelgeschenks bin ich direkt hergefallen, habe zwar noch nicht beide Teile fertig gelesen, mich jedoch dazu entschlossen sie einzeln zu rezensieren. So wird zweimal dasselbe Cover zu sehen sein, aber auf die beiden enthaltenen Bücher werde ich einzeln eingehn.
Nach ihrem Umzug in ein neues Heim ist Katy überrascht wie schnell es ihr gelingt wieder eine Freundschaft zu schließen, noch dazu mit ihrer gleichaltrigen, lebensfrohen Nachbarin. Dadurch verliert auch sogleich das neuanstehende Schuljahr seine Schrecken und Katy beginnt sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Allerdings steht der Bruder ihrer neuen besten Freundin ihrem Einleben im Wege und unternimmt mehrmals Versuche die Freundschaft zu unterbinden. Mit seinen Provokationen reizt er Katy bis zur Weißglut und dennoch gelingt es ihm nicht sie von seiner Familie und deren großem übernatürlichen Geheimnis fern zu halten.
Nun, ich habe versucht den Inhalt so wenig wie möglich "sappy" zu gestalten, möchte aber definitiv nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in diesem ersten Band Twilight all over again vorfinden. Alle Teenage-Phantasien des scharfen Bad Boys als Nachbarn, der noch dazu übernatürliche Fähigkeiten besitzt werden erfüllt. Aber ich möchte ein weiteres Mal ehrlich sein: dieses Buch hat mir extrem gut gefallen.
Wie jeder weiß scheue ich mich nicht davor meine Liebe zu wenig hochtrabender Literatur zu zeigen, aber bei YA Liebesgeschichten bin ich doch gerne einmal etwas verhalten, weil sie mich oft wirklich sehr nerven. Aber dieses Buch hatte es einfach in sich. Möglicherweise war es die ebenso natürliche wie humorvolle Sprache der Hauptfigur, die mir den Lesefluss geebnet hat, jedenfalls war ich vollkommen von der Geschichte eingenommen. Auch wenn die Story freilich nicht das Rad neu erfunden hat, kommt sie wie von selbst ins Rollen und ich habe in der Arbeit tatsächlich die Stunden gezählt, bis ich wieder nach Hause konnte um weiterzulesen (wobei ich mich knapp nach Mitternacht dazu zwingen musste wirklich nurmehr ein Kapitel zu lesen).
Von der Schwärmerei zurück zur Erde und einigen genaueren Beschreibungen. Die Hauptfigur ist bodenständig und sympathisch mit einer angemessenen Brise an Selbstironie. Das kennt man natürlich ausreichend aus dem Chick-Lit Genre, aber ihr Charakter hier bleibt jedenfalls glaubhaft. Daemon bekommt alles an Sexappeal und erotischer Verschlagenheit was gerade noch tolerierbar ist, aber auch ihn konnte ich als Gegenstück akzeptieren (und das fand ich doch überraschend, wird sonst ein solcher perfekter literarischer Lehmmann nicht geschickt genug geformt könnte ich mich stundenland echauffieren und ihn der Lächerlichkeit preisgeben). Die Konflikte der beiden bleiben reizvoll und sorgen sicherlich hauptsächlich dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt, um sie sich endlich näher kommen zu sehen. Die Autorin versteht es auf jeden Fall ihre Leser(innen, ja hier braucht man ein innen) auf die Folter zu spannen. Manche Handlungen und Reaktionen von Katy fand ich etwas überzogen und für die jeweilige Situation nicht wirklich passend, aber darüber habe ich hinweggesehen und sie häufen sich nicht wirklich.
Aber auch nebst der Liebesgeschichte, die einem unterhaltsamen Tauziehen gleicht, fand ich das übernatürliche Element sehr gelungen und auch spannend. In naturwissenschaftlicher Hinsicht muss man natürlich einige Augen zudrücken, aber wegen seiner Evidenz liest man ein solches Genre ohnehin nicht. Somit konnte ich diesen Teil in vollen Zügen genießen, obwohl ich ein wenig verhalten bin was den Folgeteil Onyx (und natürlich auch die drei weiteren Bände) betrifft, weil ich mir nicht sicher bin, ob mich die Unsicherheit ob ihrer Gefühle der beiden auf lange Sicht unterhalten können.
Das Englisch ist jedenfalls sehr unterhaltsam, gerade in Hinblick auf die vielen jugendsprachlichen Dialogausdrücke. Bei manchen Begriffen -gerade wenn es um den Zustandswechsel von Daemons Gestalt geht- musste ich doch ein wenig grübeln, bzw. sie nachschlagen, um dem Geschehen wirklich folgen zu können, aber ansonstigen sehr gut und flüssig zu lesen.
Ein wirklich gelungener Einstieg, der sogar mich überzeugen und in seinen Bann ziehen konnte. Wer dem Genre seine Eigenheiten zugesteht ist mit diesem Buch auf jeden Fall sehr gut unterhalten.
--------------------------------------------------
Titel: Obsidian
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Publishing
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 1/5
Inhalt:
Nach ihrem Umzug in ein neues Heim ist Katy überrascht wie schnell es ihr gelingt wieder eine Freundschaft zu schließen, noch dazu mit ihrer gleichaltrigen, lebensfrohen Nachbarin. Dadurch verliert auch sogleich das neuanstehende Schuljahr seine Schrecken und Katy beginnt sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Allerdings steht der Bruder ihrer neuen besten Freundin ihrem Einleben im Wege und unternimmt mehrmals Versuche die Freundschaft zu unterbinden. Mit seinen Provokationen reizt er Katy bis zur Weißglut und dennoch gelingt es ihm nicht sie von seiner Familie und deren großem übernatürlichen Geheimnis fern zu halten.
Mistys Meinung:
Nun, ich habe versucht den Inhalt so wenig wie möglich "sappy" zu gestalten, möchte aber definitiv nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in diesem ersten Band Twilight all over again vorfinden. Alle Teenage-Phantasien des scharfen Bad Boys als Nachbarn, der noch dazu übernatürliche Fähigkeiten besitzt werden erfüllt. Aber ich möchte ein weiteres Mal ehrlich sein: dieses Buch hat mir extrem gut gefallen.
Wie jeder weiß scheue ich mich nicht davor meine Liebe zu wenig hochtrabender Literatur zu zeigen, aber bei YA Liebesgeschichten bin ich doch gerne einmal etwas verhalten, weil sie mich oft wirklich sehr nerven. Aber dieses Buch hatte es einfach in sich. Möglicherweise war es die ebenso natürliche wie humorvolle Sprache der Hauptfigur, die mir den Lesefluss geebnet hat, jedenfalls war ich vollkommen von der Geschichte eingenommen. Auch wenn die Story freilich nicht das Rad neu erfunden hat, kommt sie wie von selbst ins Rollen und ich habe in der Arbeit tatsächlich die Stunden gezählt, bis ich wieder nach Hause konnte um weiterzulesen (wobei ich mich knapp nach Mitternacht dazu zwingen musste wirklich nurmehr ein Kapitel zu lesen).
Von der Schwärmerei zurück zur Erde und einigen genaueren Beschreibungen. Die Hauptfigur ist bodenständig und sympathisch mit einer angemessenen Brise an Selbstironie. Das kennt man natürlich ausreichend aus dem Chick-Lit Genre, aber ihr Charakter hier bleibt jedenfalls glaubhaft. Daemon bekommt alles an Sexappeal und erotischer Verschlagenheit was gerade noch tolerierbar ist, aber auch ihn konnte ich als Gegenstück akzeptieren (und das fand ich doch überraschend, wird sonst ein solcher perfekter literarischer Lehmmann nicht geschickt genug geformt könnte ich mich stundenland echauffieren und ihn der Lächerlichkeit preisgeben). Die Konflikte der beiden bleiben reizvoll und sorgen sicherlich hauptsächlich dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt, um sie sich endlich näher kommen zu sehen. Die Autorin versteht es auf jeden Fall ihre Leser(innen, ja hier braucht man ein innen) auf die Folter zu spannen. Manche Handlungen und Reaktionen von Katy fand ich etwas überzogen und für die jeweilige Situation nicht wirklich passend, aber darüber habe ich hinweggesehen und sie häufen sich nicht wirklich.
Aber auch nebst der Liebesgeschichte, die einem unterhaltsamen Tauziehen gleicht, fand ich das übernatürliche Element sehr gelungen und auch spannend. In naturwissenschaftlicher Hinsicht muss man natürlich einige Augen zudrücken, aber wegen seiner Evidenz liest man ein solches Genre ohnehin nicht. Somit konnte ich diesen Teil in vollen Zügen genießen, obwohl ich ein wenig verhalten bin was den Folgeteil Onyx (und natürlich auch die drei weiteren Bände) betrifft, weil ich mir nicht sicher bin, ob mich die Unsicherheit ob ihrer Gefühle der beiden auf lange Sicht unterhalten können.
Das Englisch ist jedenfalls sehr unterhaltsam, gerade in Hinblick auf die vielen jugendsprachlichen Dialogausdrücke. Bei manchen Begriffen -gerade wenn es um den Zustandswechsel von Daemons Gestalt geht- musste ich doch ein wenig grübeln, bzw. sie nachschlagen, um dem Geschehen wirklich folgen zu können, aber ansonstigen sehr gut und flüssig zu lesen.
Fazit:
Ein wirklich gelungener Einstieg, der sogar mich überzeugen und in seinen Bann ziehen konnte. Wer dem Genre seine Eigenheiten zugesteht ist mit diesem Buch auf jeden Fall sehr gut unterhalten.
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Titel: Obsidian
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Publishing
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 1/5
Sonntag, 9. Oktober 2016
George [Rezension]
Das einzige Buch meines Leseseptembers war nicht nur recht schlank, sondern hatte auch eine recht große Schrift und einen ordentlichen Zeilenabstand. Genau genommen war es für mich nicht viel mehr als eine etwas ausführlichere Kurzgeschichte. Was ich von dieser gehalten habe möchte ich aber gerne berichten.
Der junge George hatte schon seit er sich erinnern kann Probleme sich mit seinem Leben zurecht zu finden. Mit 10 erkennt er schließlich, dass es daran liegt, dass er sich eigentlich als Mädchen fühlt. Er selbst ist sehr froh über diese Erkenntnis, hat aber große Angst sich seiner Familie und allen anderen mitzuteilen. Er versucht sich durch eine klassiche Mädchenrolle im Schulschauspiel sein Outing zu erleichtern.
Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich gespannt darauf war einmal eine Transgendergeschichte lesen zu können. Ich finde dass es in der Literatur (vorallem im Jugendbuchbereich) mehr davon geben sollte. So war ich diesem Buch wirklich wohl gesonnen, was jedoch gerade im ersten Bereich der Geschichte ziemlich enttäuscht wurde.
Zunächst einmal ist dies auf den Schreibstil zurückzuführen. Ich spreche Alex Gino zwar auf jeden Fall eine authentische Geschichte zu, da diese sicherlich auch viele persönliche Elemente enthält, aber das schriftstellerische Können lässt für mich auf jeden Fall noch viel Raum nach oben offen. Sprachlich fand ich das Buch eher bescheiden und vor allem was den generellen Aufbau der Geschichte und ihrer Höhepunkte anging hatte ich doch einiges zu beanstanden. Auch wenn es sich "lediglich" um ein Kinderbuch handelt, finde ich es nicht wirklich vertretbar, dass ein Satz, eine jede Handlung durchgehend eine sofortige und offensichtliche Konsequenz hat. Konkret bedeutet dies in dieser Geschichte, dass praktisch jeder Satz, jeder beschriebene Moment, jede Floskel, zwischenmenschliche Begegnung auf irgendeinen geschlechterbezogenen Inhalt hinaus läuft.
Diese starke Konzentration mit all den offensichtlichen Wendungen fand ich ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Die meisten Geschichten werden für mich erst dadurch interessant, dass sie sich ein wenig Zeit lassen und nicht ein jedes Erlebnis sofort in den roten Faden der Geschichte eingeflochten wird bzw. mit dem Pfeil "HIER GEHTS LANG" versehen ist. Zudem störte es mich eine Zeit lang massiv, dass viele Definition davon, was denn nun Weiblichkeit konkret ausmacht mit wirklich stereotypischen Zuordnungen versehen waren. Konkret bedeutet dies in diesem Buch, dass Mädchen-Sein sehr viel durch Dinge wie die Farbe Rosa, Röckchen, Nagellack und Girlie-Zeitschriften beschrieben wird.
Dabei lässt sich natürlich argumentieren, dass die Altersempfehlung dieses Titels bei 10 Jahren liegt und man in der Hinsicht natürlich nicht übermäßig komplex philosophieren darf, damit der Grundinhalt verständlich bleibt. Trotzdem konnte ich selbst es schlichtweg nicht wirklich gut heißen. Vielleicht sind auch manchen transgender Persönlichkeiten solche kleinen, äußerlichen Details besonders wichtig, weil sie der eigenen Identifikation dienen. Ich möchte diesen Umstand also nicht gänzlich schlecht reden.
Erst gegen Ende hin hat die Geschichte für mich wieder Aufwind bekommen, da es mir leicht gefallen die Gefühle der Hauptfigur zu verstehen und ich fand es sehr schön, wie sie sich mit all ihren Vorlieben entfalten konnte. Die anderen Mängel wurden dadurch natürlich leider nicht aufgehoben.
Eine Geschichte aus der ich nicht wirklich klug geworden bin.Ich finde ich es zwar sehr toll , dass dieser Themenbereich endlich einmal in der Jugendliteratur zu finden ist, aber die Umsetzung ist für mich weder sprachlich noch inhaltlich besonders gelungen.
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Titel: George
Autor: Alex Gino
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Inhalt:
Der junge George hatte schon seit er sich erinnern kann Probleme sich mit seinem Leben zurecht zu finden. Mit 10 erkennt er schließlich, dass es daran liegt, dass er sich eigentlich als Mädchen fühlt. Er selbst ist sehr froh über diese Erkenntnis, hat aber große Angst sich seiner Familie und allen anderen mitzuteilen. Er versucht sich durch eine klassiche Mädchenrolle im Schulschauspiel sein Outing zu erleichtern.
Mistys Meinung:
Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich gespannt darauf war einmal eine Transgendergeschichte lesen zu können. Ich finde dass es in der Literatur (vorallem im Jugendbuchbereich) mehr davon geben sollte. So war ich diesem Buch wirklich wohl gesonnen, was jedoch gerade im ersten Bereich der Geschichte ziemlich enttäuscht wurde.
Zunächst einmal ist dies auf den Schreibstil zurückzuführen. Ich spreche Alex Gino zwar auf jeden Fall eine authentische Geschichte zu, da diese sicherlich auch viele persönliche Elemente enthält, aber das schriftstellerische Können lässt für mich auf jeden Fall noch viel Raum nach oben offen. Sprachlich fand ich das Buch eher bescheiden und vor allem was den generellen Aufbau der Geschichte und ihrer Höhepunkte anging hatte ich doch einiges zu beanstanden. Auch wenn es sich "lediglich" um ein Kinderbuch handelt, finde ich es nicht wirklich vertretbar, dass ein Satz, eine jede Handlung durchgehend eine sofortige und offensichtliche Konsequenz hat. Konkret bedeutet dies in dieser Geschichte, dass praktisch jeder Satz, jeder beschriebene Moment, jede Floskel, zwischenmenschliche Begegnung auf irgendeinen geschlechterbezogenen Inhalt hinaus läuft.
Diese starke Konzentration mit all den offensichtlichen Wendungen fand ich ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Die meisten Geschichten werden für mich erst dadurch interessant, dass sie sich ein wenig Zeit lassen und nicht ein jedes Erlebnis sofort in den roten Faden der Geschichte eingeflochten wird bzw. mit dem Pfeil "HIER GEHTS LANG" versehen ist. Zudem störte es mich eine Zeit lang massiv, dass viele Definition davon, was denn nun Weiblichkeit konkret ausmacht mit wirklich stereotypischen Zuordnungen versehen waren. Konkret bedeutet dies in diesem Buch, dass Mädchen-Sein sehr viel durch Dinge wie die Farbe Rosa, Röckchen, Nagellack und Girlie-Zeitschriften beschrieben wird.
Dabei lässt sich natürlich argumentieren, dass die Altersempfehlung dieses Titels bei 10 Jahren liegt und man in der Hinsicht natürlich nicht übermäßig komplex philosophieren darf, damit der Grundinhalt verständlich bleibt. Trotzdem konnte ich selbst es schlichtweg nicht wirklich gut heißen. Vielleicht sind auch manchen transgender Persönlichkeiten solche kleinen, äußerlichen Details besonders wichtig, weil sie der eigenen Identifikation dienen. Ich möchte diesen Umstand also nicht gänzlich schlecht reden.
Erst gegen Ende hin hat die Geschichte für mich wieder Aufwind bekommen, da es mir leicht gefallen die Gefühle der Hauptfigur zu verstehen und ich fand es sehr schön, wie sie sich mit all ihren Vorlieben entfalten konnte. Die anderen Mängel wurden dadurch natürlich leider nicht aufgehoben.
Fazit:
Eine Geschichte aus der ich nicht wirklich klug geworden bin.Ich finde ich es zwar sehr toll , dass dieser Themenbereich endlich einmal in der Jugendliteratur zu finden ist, aber die Umsetzung ist für mich weder sprachlich noch inhaltlich besonders gelungen.
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Titel: George
Autor: Alex Gino
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Montag, 12. September 2016
Rabenherz [Rezension]
Aufgrund meiner aktuellen Tätigkeit im Jugenbuchbereich, musste ich mir sogleich einige Bücher dieser Warengruppe besorgen, wobei ich mich ein wenig von hübschen Covern verführen ließ. Ausgerechnet bei diesem Buch hätte ich mir jedoch auch ausgehend von dem interessanten Setting inhaltlich einiges erwartet...nun...
Die junge June besucht dank eines Stipendiums eine der teuersten und gefragtesten Schulen des Landes, die St. Gilberts High School. Sie liebt ihre Zeit in der Schule, ebenso wie das Gebäude beeindruckende, riesige Anwesen. Doch eben diese Umgebung birgt plötzlich eine große Gefahr für sie, als sich die alte Legende über die Schulländereien Schritt für Schritt zu bewahrheiten scheinen. Mit einem Male verschwinden auf unerklärliche Weise Menschen, wie auch schon in den Jahrhunderten zuvor, wobei nichts als einige dunkle Feder zurück bleiben. Dennoch lässt sich June sich nicht davon abhalten die Schule zu besuchen und ignoriert auch die Warnungen ihrer hellseherisch begabten Tante.
In meinem zugegeben etwas merkwürdigen Inhaltsabriss wirkt die Geschichte vermutlich ein wenig komisch, für mich hätte sie zunächst aber wirklich interessant geklungen: ein geheimnisvoller Rabe (Raben finde ich schlichtweg wundervoll), eine alte Legende, ein schönes englisches Schulanwesen, verwunschene Ländereien....wie kann da eigentlich noch etwas schief gehen?
Unter anderem dadurch, dass die Figuren in dieser Geschichte für mich wirklich nicht glaubhaft gewirkt haben, sondern sehr schablonenhaft mit unnachvollziehbaren Handlungen. So wäre da die Hauptfigur June, die eigentlich klasse dadurch beweist, dass sie sich trotz all der Gefahren nicht davon abbringen lässt die St. Gilberts Schule zu besuchen, da sie ihr so am Herzen liegt. So weit so gut. Gefährlichen, mysteriösen Vorkommnissen und Vorhersagen kann sie also standhalten.Jedes kleinste zwischenmenschliche Vorkommnis dort bringt sie jedoch mehr auf die Palme, als alle Flüche dieser Welt! Mehrmals bricht sie wegen Kleinigkeiten in Tränen aus und muss von ihrer besten (für mich ebenfalls nicht greifbaren) Freundin stundenlang getröstet werden. Nach dem dritten Weinanfall begann mir diese Eigenschaft aber ordentlich auf die Nerven zu gehen.
Jacob, der geheimnisvolle neue Mitschüler ist wohl natürlich vermutlich für June ausgesprochen reizend, ich als Leser verstehe aber wirklich nicht wieso sie sich mit einem Male gerade in ihn verliebt und wieso er sie oft links liegen lässt und wegen unbedeutender Dinge grollt und ihre tiefe, zweitätige Freundschaft in Frage stellt, dann wiederum merkwürdig zugänglich wirkt. Die Klassenzicke, die abgesehen von June Jahrgangsbeste ist, erfüllt jeden 10er Punkt auf jeglicher bekannter Tussiskala, wobei ich nicht verstehe wo ihre guten Noten herkommen, wenn sie -wie beschrieben- im Unterricht lieber Mädchenzeitschriften anstelle von Shakespeare liest. Ich könnte auch über viele andere Figuren derart lamentieren, aber ich denke mit diesen dreien bekommt man bereits ein gutes Bild. Mit ihnen allein ist die Story eigentlich für mich schon gefallen, so gern ich sie auch wirklich gemocht hätte.
Die Grundidee finde ich nämlich nach wie vor sehr toll und ich kann mich ja generell gut damit abfinden, dass viele Jugendbücher (warum auch immer) nunmal mit ihren Figuren nicht sonderlich in die Tiefe gehen, aber in diesem Fall haben sie für mich wirklich wie unbeholfene Marionetten gewirkt, die der ihnen vorgeschriebenen Rolle ungeschickt vor sich hin zappeln. Ein wenig Spannung ist für mich trotzdem gegen Ende hin noch aufgekommen, da die Autorin hier durchaus Geschickt verschiedene mögliche Hinweise bezüglich der Identität des geheimnisvollen Rabenlords legt. Dennoch wird mich auch das offene Ende nicht dazu bringen, den zweiten Teil zu lesen, für ein weiteres Intermezzo mit diesen Figuren fehlt mir leider die Geduld.
Trotz der wunderbaren Grundidee für mich aufgrund der flachen, unlogisch handelden Figuren kein Lesegenuss.
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Titel: Rabenherz
Autorin: Anja Ukpai
Sprache: Deutsch
Verlag: Planet!
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Reiheninfo: Band 1/2
Inhalt:
Die junge June besucht dank eines Stipendiums eine der teuersten und gefragtesten Schulen des Landes, die St. Gilberts High School. Sie liebt ihre Zeit in der Schule, ebenso wie das Gebäude beeindruckende, riesige Anwesen. Doch eben diese Umgebung birgt plötzlich eine große Gefahr für sie, als sich die alte Legende über die Schulländereien Schritt für Schritt zu bewahrheiten scheinen. Mit einem Male verschwinden auf unerklärliche Weise Menschen, wie auch schon in den Jahrhunderten zuvor, wobei nichts als einige dunkle Feder zurück bleiben. Dennoch lässt sich June sich nicht davon abhalten die Schule zu besuchen und ignoriert auch die Warnungen ihrer hellseherisch begabten Tante.
Mistys Meinung:
In meinem zugegeben etwas merkwürdigen Inhaltsabriss wirkt die Geschichte vermutlich ein wenig komisch, für mich hätte sie zunächst aber wirklich interessant geklungen: ein geheimnisvoller Rabe (Raben finde ich schlichtweg wundervoll), eine alte Legende, ein schönes englisches Schulanwesen, verwunschene Ländereien....wie kann da eigentlich noch etwas schief gehen?
Unter anderem dadurch, dass die Figuren in dieser Geschichte für mich wirklich nicht glaubhaft gewirkt haben, sondern sehr schablonenhaft mit unnachvollziehbaren Handlungen. So wäre da die Hauptfigur June, die eigentlich klasse dadurch beweist, dass sie sich trotz all der Gefahren nicht davon abbringen lässt die St. Gilberts Schule zu besuchen, da sie ihr so am Herzen liegt. So weit so gut. Gefährlichen, mysteriösen Vorkommnissen und Vorhersagen kann sie also standhalten.Jedes kleinste zwischenmenschliche Vorkommnis dort bringt sie jedoch mehr auf die Palme, als alle Flüche dieser Welt! Mehrmals bricht sie wegen Kleinigkeiten in Tränen aus und muss von ihrer besten (für mich ebenfalls nicht greifbaren) Freundin stundenlang getröstet werden. Nach dem dritten Weinanfall begann mir diese Eigenschaft aber ordentlich auf die Nerven zu gehen.
Jacob, der geheimnisvolle neue Mitschüler ist wohl natürlich vermutlich für June ausgesprochen reizend, ich als Leser verstehe aber wirklich nicht wieso sie sich mit einem Male gerade in ihn verliebt und wieso er sie oft links liegen lässt und wegen unbedeutender Dinge grollt und ihre tiefe, zweitätige Freundschaft in Frage stellt, dann wiederum merkwürdig zugänglich wirkt. Die Klassenzicke, die abgesehen von June Jahrgangsbeste ist, erfüllt jeden 10er Punkt auf jeglicher bekannter Tussiskala, wobei ich nicht verstehe wo ihre guten Noten herkommen, wenn sie -wie beschrieben- im Unterricht lieber Mädchenzeitschriften anstelle von Shakespeare liest. Ich könnte auch über viele andere Figuren derart lamentieren, aber ich denke mit diesen dreien bekommt man bereits ein gutes Bild. Mit ihnen allein ist die Story eigentlich für mich schon gefallen, so gern ich sie auch wirklich gemocht hätte.
Die Grundidee finde ich nämlich nach wie vor sehr toll und ich kann mich ja generell gut damit abfinden, dass viele Jugendbücher (warum auch immer) nunmal mit ihren Figuren nicht sonderlich in die Tiefe gehen, aber in diesem Fall haben sie für mich wirklich wie unbeholfene Marionetten gewirkt, die der ihnen vorgeschriebenen Rolle ungeschickt vor sich hin zappeln. Ein wenig Spannung ist für mich trotzdem gegen Ende hin noch aufgekommen, da die Autorin hier durchaus Geschickt verschiedene mögliche Hinweise bezüglich der Identität des geheimnisvollen Rabenlords legt. Dennoch wird mich auch das offene Ende nicht dazu bringen, den zweiten Teil zu lesen, für ein weiteres Intermezzo mit diesen Figuren fehlt mir leider die Geduld.
Fazit:
Trotz der wunderbaren Grundidee für mich aufgrund der flachen, unlogisch handelden Figuren kein Lesegenuss.
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Titel: Rabenherz
Autorin: Anja Ukpai
Sprache: Deutsch
Verlag: Planet!
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Reiheninfo: Band 1/2
Sonntag, 28. Februar 2016
Zorn und Morgenröte [Rezension]
Nach meinem letzten Misserfolg mit einem gehypten Jugendfantasybuch hätte man meinen können, dass ich davon vorerst die Finger lassen würde. Davon war ich selbst zumindest überzeugt. Dann entdeckte ich jedoch den Post von misshappyreading über Bücher mit orientalischem Setting und bekam urplötzlich Lust auch wieder einmal ein Buch mit einer solchen Hintergrundlandschaft zu lesen. Daher nam ich mir spontan dieses Leseexemplar mit nach Hause.
Die junge Shahrzad lässt sich auf eine Hochzeit mit einem der gefährlichsten Männer des Reiches Chorasan ein - dem König der Könige Chalid Ibn al-Rashid. Er wird vom Volk dafür gehasst, dass er sich jede Nacht eine neue Braut nimmt, die er bereits im Morgengrauen hinrichten lässt. Shahrzad weiß um seine grausame Vorgehensweise und dennoch lässt sie sich auf die Hochzeit ein, denn ebenso wie er hat sie ihre geheimen Beweggründe und ihr oberstes Ziel heißt Rache.
Nun, wie man an der Inhaltsangabe sogleich erkennen kann, hat dieses Buch dieselbe Basis wie auch in den Märchen von 1001 Nacht. Die jung vermählte Sharzad (in den meisten Versionen Scheherazade geschrieben) versucht dem Schicksal ihrer Vorgängerinnen zu entgehen, indem sie dem grausamen König Nacht für Nacht Märchen erzählt. Ich denke damit habe ich nun nicht wirklich gespoilert. Solche Geschichten in der Geschichte habe ich in der Regel sehr gerne und auch in diesem Buch gefiel mir dieser Handlungsvorgang sehr gut.
Anders als in 1001 Nacht machen diese erzählten Märchen jedoch nur den anfänglichen Grundstock aus und ziehen sich nicht durch das ganze Buch, was ich eigentlich schade fand, da die Autorin die Märchen wirklich sehr gut in die Gespräche einwebt. Jedenfalls entwickelt die Geschichte auch ohne weitere Erzählungen von Sharzad ihre eigene Dynamik und Spannung. Stil und Sprache sind meistens recht poetisch und atmosphärisch, wobei mir manche Sätze auch ein wenig zu kitschig waren (was natürlich im Englischen möglicherweise besser rüber kommen mag). Trotzdem konnten mich Stil und Handlung gerade in der ersten Hälfte des Buches sehr packen und ebenso schätzte ich die Figuren. Die Autorin lässt ihre Leser zudem mit vielen Details bis zuletzt im Ungewissen und daher wirken die Charaktere sehr geheimnisvoll, was die Spannung natürlich zusätzlich erhöht.
In dieser Hinsicht hebt sich das Buch also weit von meinem vorherig rezensierten Jugendbuch ab. Handlung und Figuren waren einfach im Gesamtbild sehr stimmig und die jeweiligen Konflikte wirkten auch realistisch. Auch die entstehende Liebesgeschichte passte soweit gut in die Erzählung, wobei man bei diesem Buch wirklich einen Hang zur Romantik mitbringen sollte, da sie wirklich einen sehr großen Teil der Erzählung ausmacht und in ihren vielen leidenschaftlichen Momenten auch sehr ausgeschlachtet wird. Für mich war es in dieser Hinsicht fast grenzwertig kitschig, aber da das Gesamtkonzept so gut funktionierte habe ich darüber hinweg gesehen.
Recht spät erst habe ich erkannt, dass die Geschichte soviele Stränge aufbaut, dass sie sich innerhalb eines Buches niemals auflösen lassen und es somit natürlich auch einen zweiten Teil gibt (wie üblich hätte ich mich vorab informieren sollen...). Ich denke, dass in diesem dann auch die Magie noch mehr zur Sprache kommen wird, die in diesem Band nur angekratzt wird und werde ihn mir vermutlich auch gerne vornehmen.
Eine sehr schöne Entführung in ein bekanntes orientalisches Märchen, das bald seine eigenen Wege geht und durch kontrastreiche Figuren überzeugt. Die Liebesgeschichte artet für meinen Geschmack ein wenig aus, trotzdem hatte ich mit diesem Buch ein magisches und geheimnisvolles Lesevergnügen.
--------------------------------------------
Titel: Zorn und Morgenröte
Autorin: Renée Ahdieh
Sprache: Deutsch
Hardcover: 390 Seiten
Reiheninfo: Band 1/2
Inhalt:
Die junge Shahrzad lässt sich auf eine Hochzeit mit einem der gefährlichsten Männer des Reiches Chorasan ein - dem König der Könige Chalid Ibn al-Rashid. Er wird vom Volk dafür gehasst, dass er sich jede Nacht eine neue Braut nimmt, die er bereits im Morgengrauen hinrichten lässt. Shahrzad weiß um seine grausame Vorgehensweise und dennoch lässt sie sich auf die Hochzeit ein, denn ebenso wie er hat sie ihre geheimen Beweggründe und ihr oberstes Ziel heißt Rache.
Mistys Meinung:
Nun, wie man an der Inhaltsangabe sogleich erkennen kann, hat dieses Buch dieselbe Basis wie auch in den Märchen von 1001 Nacht. Die jung vermählte Sharzad (in den meisten Versionen Scheherazade geschrieben) versucht dem Schicksal ihrer Vorgängerinnen zu entgehen, indem sie dem grausamen König Nacht für Nacht Märchen erzählt. Ich denke damit habe ich nun nicht wirklich gespoilert. Solche Geschichten in der Geschichte habe ich in der Regel sehr gerne und auch in diesem Buch gefiel mir dieser Handlungsvorgang sehr gut.
Anders als in 1001 Nacht machen diese erzählten Märchen jedoch nur den anfänglichen Grundstock aus und ziehen sich nicht durch das ganze Buch, was ich eigentlich schade fand, da die Autorin die Märchen wirklich sehr gut in die Gespräche einwebt. Jedenfalls entwickelt die Geschichte auch ohne weitere Erzählungen von Sharzad ihre eigene Dynamik und Spannung. Stil und Sprache sind meistens recht poetisch und atmosphärisch, wobei mir manche Sätze auch ein wenig zu kitschig waren (was natürlich im Englischen möglicherweise besser rüber kommen mag). Trotzdem konnten mich Stil und Handlung gerade in der ersten Hälfte des Buches sehr packen und ebenso schätzte ich die Figuren. Die Autorin lässt ihre Leser zudem mit vielen Details bis zuletzt im Ungewissen und daher wirken die Charaktere sehr geheimnisvoll, was die Spannung natürlich zusätzlich erhöht.
In dieser Hinsicht hebt sich das Buch also weit von meinem vorherig rezensierten Jugendbuch ab. Handlung und Figuren waren einfach im Gesamtbild sehr stimmig und die jeweiligen Konflikte wirkten auch realistisch. Auch die entstehende Liebesgeschichte passte soweit gut in die Erzählung, wobei man bei diesem Buch wirklich einen Hang zur Romantik mitbringen sollte, da sie wirklich einen sehr großen Teil der Erzählung ausmacht und in ihren vielen leidenschaftlichen Momenten auch sehr ausgeschlachtet wird. Für mich war es in dieser Hinsicht fast grenzwertig kitschig, aber da das Gesamtkonzept so gut funktionierte habe ich darüber hinweg gesehen.
Recht spät erst habe ich erkannt, dass die Geschichte soviele Stränge aufbaut, dass sie sich innerhalb eines Buches niemals auflösen lassen und es somit natürlich auch einen zweiten Teil gibt (wie üblich hätte ich mich vorab informieren sollen...). Ich denke, dass in diesem dann auch die Magie noch mehr zur Sprache kommen wird, die in diesem Band nur angekratzt wird und werde ihn mir vermutlich auch gerne vornehmen.
Fazit:
Eine sehr schöne Entführung in ein bekanntes orientalisches Märchen, das bald seine eigenen Wege geht und durch kontrastreiche Figuren überzeugt. Die Liebesgeschichte artet für meinen Geschmack ein wenig aus, trotzdem hatte ich mit diesem Buch ein magisches und geheimnisvolles Lesevergnügen.
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Titel: Zorn und Morgenröte
Autorin: Renée Ahdieh
Sprache: Deutsch
Hardcover: 390 Seiten
Reiheninfo: Band 1/2
Sonntag, 22. November 2015
Glück ist eine Gleichung mit 7 [Rezension]
An nicht geschriebenen Rezensionen habe ich zwar keine so große Auswahl wie an nicht gelesenen Büchern, dennoch kann ich momentan definitiv auf einige zurück greifen. So fiel mir die Entscheidung heute gar nicht so leicht, da einige tolle Bücher noch darauf warten, dass ich über sie berichten möge. Den Sieg davon getragen hat aber schließlich dieses tolle Stück Literatur:
Die kleine Willow ist in vielerlei Hinsicht ausgewöhnlich: sie verfügt über eine für ihr Alter erstaunliche Intelligenz, die sie auch ausgiebig für allerlei Studien in den unterschiedlichsten Wissenschaften nützt. Dabei bringt sie eine Euphorie an den Tag, die ihresgleichen sucht. Allein die soziale Integration fällt ihr recht schwer, wodurch sie sich jedoch nicht entmutigen lässt, da sie bei ihren Eltern allen Rückhalt findet, den sie benötigt. Als sie diese jedoch bei einem tragischen Unfall verliert hebt dies ihre bisherige Welt vollkommen aus den Angeln...
So tragisch, wollte ich den Inhalt jetzt eigentlich gar nicht ausklingen lassen, denn diese Geschichte ist eigentlich trotz der erwähnten Handlung nur in kleinen Teilen traurig. Dazu jedoch gleich.
Um dieses Buch bin ich auch einige Male herum gestrichen, der Titel und das Cover haben mich nämlich sogleich angezogen, allerdings gibt es ja ausreichend Bücher auf dieser Welt und ein nicht unbeachtlicher Teil davon befindet sich bereits auf meinem SuB! Schließlich habe ich diesem Buch aber doch eine Chance gegeben (mit dafür entschieden hat übrigens eine gute Rezension von Nana).
Bereits nach wenigen Seiten war ich sehr froh über diese Entscheidung, da ich mich von Beginn an mit der liebenswürdigen und originellen Protagonistin anfreunden konnte. Willow ist einer jener exzentrischen Charaktere, die ich wegen ihrer Fähigkeiten und Eigenheiten sehr schätze und mich stets an einige meiner nerdigen Freunde erinnern (die mir natürlich sehr am Herzen liegen). Als dann jedoch weitere Figuren die Bühne betraten, die ebenfalls allesamt aus unterschiedlichen Gründen Besonderheiten aufwiesen, hatte ich zunächst die Befürchtung, dass es sich dabei um einen "Overkill" handeln könnte. Autoren neigen ja immer wieder dazu ihre Figuren mit herausragenden Eigenschaften zu bedenken. Irgendwie fügten sich die Charaktere dieser Geschichte dann jedoch ganz wunderbar in die Handlung, ohne diese dadurch entgleisen zu lassen.
Stichwort Handlung: Wie bereits erwähnt scheint diese zunächst stark auf das große Unglück in Willows Leben konzentriert zu sein. Dieser Part ist natürlich ausgesprochen traurig zu lesen, dennoch ist das Gesamtkonzept der Geschichte sehr positiv und passt perfekt zum positiven Wesen von Willow. Ich finde zudem, dass der Autorin eine schöne Balance zwischen Anpassung und Individualismus ihrer Figuren gelingt.
Einzig gegen Ende hin schlägt sie ein wenig über die Stränge, was die Lösung gewisser finanzieller Probleme der Figuren anbelangt. In dieser Hinsicht hätte ich mir weniger "Deus ex Machina" gewünscht, aber solche Twists ist man als Bücherfreund ja bereits gewöhnt.
Eine sehr liebenswerte Geschichte über eine noch liebenswürdigere Hauptfigur, die nicht zuletzt die anderen Figuren, sondern auch den Leser beigeistert.
--------------------------------------------------------
Titel: Glück ist eine Gleichung mit 7
Autorin: Holly Goldberg Sloan
Sprache: Deutsch
Hardcover: 304 Seiten
Inhalt:
Die kleine Willow ist in vielerlei Hinsicht ausgewöhnlich: sie verfügt über eine für ihr Alter erstaunliche Intelligenz, die sie auch ausgiebig für allerlei Studien in den unterschiedlichsten Wissenschaften nützt. Dabei bringt sie eine Euphorie an den Tag, die ihresgleichen sucht. Allein die soziale Integration fällt ihr recht schwer, wodurch sie sich jedoch nicht entmutigen lässt, da sie bei ihren Eltern allen Rückhalt findet, den sie benötigt. Als sie diese jedoch bei einem tragischen Unfall verliert hebt dies ihre bisherige Welt vollkommen aus den Angeln...
Mistys Meinung:
So tragisch, wollte ich den Inhalt jetzt eigentlich gar nicht ausklingen lassen, denn diese Geschichte ist eigentlich trotz der erwähnten Handlung nur in kleinen Teilen traurig. Dazu jedoch gleich.
Um dieses Buch bin ich auch einige Male herum gestrichen, der Titel und das Cover haben mich nämlich sogleich angezogen, allerdings gibt es ja ausreichend Bücher auf dieser Welt und ein nicht unbeachtlicher Teil davon befindet sich bereits auf meinem SuB! Schließlich habe ich diesem Buch aber doch eine Chance gegeben (mit dafür entschieden hat übrigens eine gute Rezension von Nana).
Bereits nach wenigen Seiten war ich sehr froh über diese Entscheidung, da ich mich von Beginn an mit der liebenswürdigen und originellen Protagonistin anfreunden konnte. Willow ist einer jener exzentrischen Charaktere, die ich wegen ihrer Fähigkeiten und Eigenheiten sehr schätze und mich stets an einige meiner nerdigen Freunde erinnern (die mir natürlich sehr am Herzen liegen). Als dann jedoch weitere Figuren die Bühne betraten, die ebenfalls allesamt aus unterschiedlichen Gründen Besonderheiten aufwiesen, hatte ich zunächst die Befürchtung, dass es sich dabei um einen "Overkill" handeln könnte. Autoren neigen ja immer wieder dazu ihre Figuren mit herausragenden Eigenschaften zu bedenken. Irgendwie fügten sich die Charaktere dieser Geschichte dann jedoch ganz wunderbar in die Handlung, ohne diese dadurch entgleisen zu lassen.
Stichwort Handlung: Wie bereits erwähnt scheint diese zunächst stark auf das große Unglück in Willows Leben konzentriert zu sein. Dieser Part ist natürlich ausgesprochen traurig zu lesen, dennoch ist das Gesamtkonzept der Geschichte sehr positiv und passt perfekt zum positiven Wesen von Willow. Ich finde zudem, dass der Autorin eine schöne Balance zwischen Anpassung und Individualismus ihrer Figuren gelingt.
Einzig gegen Ende hin schlägt sie ein wenig über die Stränge, was die Lösung gewisser finanzieller Probleme der Figuren anbelangt. In dieser Hinsicht hätte ich mir weniger "Deus ex Machina" gewünscht, aber solche Twists ist man als Bücherfreund ja bereits gewöhnt.
Fazit:
Eine sehr liebenswerte Geschichte über eine noch liebenswürdigere Hauptfigur, die nicht zuletzt die anderen Figuren, sondern auch den Leser beigeistert.
--------------------------------------------------------
Titel: Glück ist eine Gleichung mit 7
Autorin: Holly Goldberg Sloan
Sprache: Deutsch
Hardcover: 304 Seiten
Donnerstag, 20. August 2015
Eleanor & Park [Rezension]
Eigentlich fehlen zwischen diesem Buch und der letzten Rezension noch ein paar andere Bücher, allerdings muss ich die öffentlichen Rezensionstermine abwarten und wie ich mich kenne werde ich bis dahin vermutlich keine Lust mehr haben überhaupt noch eine Rezension zu verfassen. Natürlich könnte ich diese jetzt vorab schreiben und an dem jeweiligen Termin veröffentlichen lassen, aber...die Faulheit. Mein Katerchen hat heute übrigens seine Eifersucht gegenüber Blogmaskottchen Nabu kund getan und war der Ansicht er passe viel besser zum Buch als mein loyaler Regalwächter. Nun, ich muss ihm zugestehen, dass seine Fellfarbe wirklich gut mit dem Cover harmoniert. Was sagen meine Leser; darf Bernd (das Brot) desöfteren mit aufs Bild?
Der 16-jährige Park gehört in seiner Schule nicht geraden zu den beliebtesten Schülern, aber er hat einen Weg gefunden sich anzupassen und zieht daher kaum die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Als die pummelige Eleanor neu an seine Schule kommt ist er zunächst entsetzt darüber wie sehr sie sich selbst als Opfer für Hänseleien anbietet. Trotzdem lässt er sie im Bus neben sich sitzen, was seiner bisherigen Taktik bloß nicht aufzufallen entgegen wirkt. Die anfängliche Genervtheit seinerseits schlägt jedoch recht schnell in Faszination für das ungewöhnliche Mädchen um.
Dieses Buch wollte ich bereits seit Monaten lesen und es hatte definitiv einen der oberen Plätze auf meiner Wunschliste. Angesichts des Inhalts und der vielen positiven Rezensionen anderer Blogger konnte dieses Buch gar nicht nichts für mich sein. Und es bewährte sich auch beim Lesen!
Zunächst war ich ein wenig überrascht, dass die Geschichte zeitlich in den 80er Jahren spielt und gar nicht in der "heutigen" Zeit. Doch gerade das machte das Buch für mich richtig sympathisch, da ich es angenehm fand wieder einmal eine Jugendgeschichte zu lesen die ohne Smart Phones und Facebook auskommt.
Stattdessen arbeitet die Autorin sehr viel mit den bekannten und Popsongs jener Zeit und auch wenn ich kein besonders musikaffiner Mensch bin blieb deren Wichtigkeit für die Figuren nicht verborgen. Abgesehen von der Popkultur und den erwähnten Comics (deren Figuren ich ehrlich gesagt erst in den Filmen kennen lernen konnte) versetzt einen die Autorin auch in eine Zeit zurück, da eine Figur wie Eleanor es als Luxus betrachtet beim Babysitten an ein Telefon zu gelangen. Dadurch gelingt natürlich auch viel leichter eine Isolation zwischen ihr und Park, die ein richtiges Spannungsverhältnis aufbaut.
Der Schreibstil bleibt die meiste Zeit über recht einfach, erzeugt aber trotzdem eine gewisse sprachliche Dichte. Die Emotionen kommen nicht zu kurz, allerdings handelt es sich hierbei um eine Liebesgeschichte die zu keinem Punkt Gefahr läuft ins Kitschige umzuschlagen. Vielmehr sorgt sie durch das soziale Umfeld in dem Eleanor aufwächst für viele tragische Situationen. Viele Passagen sind dementsprechend traurig zu lesen und geben dem Jugendbuch einen sehr ernsten Hintergrund. Einige Kapitel deprimierten mich daher entsprechend, sodass ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen wollte, andererseits ergibt sich in Summe ein sehr gute Mischung aus Resignation und Zuversicht.
Wieder einmal ein sehr gutes Jugendbuch, das trotz der Liebesgeschichte im Vordergrund nicht auf die ernste Thematik sozialer Missstände vergisst.
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Titel: Eleanor und Park
Autorin: Rainbow Rowell
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 368 Seiten
Inhalt:
Der 16-jährige Park gehört in seiner Schule nicht geraden zu den beliebtesten Schülern, aber er hat einen Weg gefunden sich anzupassen und zieht daher kaum die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Als die pummelige Eleanor neu an seine Schule kommt ist er zunächst entsetzt darüber wie sehr sie sich selbst als Opfer für Hänseleien anbietet. Trotzdem lässt er sie im Bus neben sich sitzen, was seiner bisherigen Taktik bloß nicht aufzufallen entgegen wirkt. Die anfängliche Genervtheit seinerseits schlägt jedoch recht schnell in Faszination für das ungewöhnliche Mädchen um.
Mistys Meinung:
Dieses Buch wollte ich bereits seit Monaten lesen und es hatte definitiv einen der oberen Plätze auf meiner Wunschliste. Angesichts des Inhalts und der vielen positiven Rezensionen anderer Blogger konnte dieses Buch gar nicht nichts für mich sein. Und es bewährte sich auch beim Lesen!
Zunächst war ich ein wenig überrascht, dass die Geschichte zeitlich in den 80er Jahren spielt und gar nicht in der "heutigen" Zeit. Doch gerade das machte das Buch für mich richtig sympathisch, da ich es angenehm fand wieder einmal eine Jugendgeschichte zu lesen die ohne Smart Phones und Facebook auskommt.
Stattdessen arbeitet die Autorin sehr viel mit den bekannten und Popsongs jener Zeit und auch wenn ich kein besonders musikaffiner Mensch bin blieb deren Wichtigkeit für die Figuren nicht verborgen. Abgesehen von der Popkultur und den erwähnten Comics (deren Figuren ich ehrlich gesagt erst in den Filmen kennen lernen konnte) versetzt einen die Autorin auch in eine Zeit zurück, da eine Figur wie Eleanor es als Luxus betrachtet beim Babysitten an ein Telefon zu gelangen. Dadurch gelingt natürlich auch viel leichter eine Isolation zwischen ihr und Park, die ein richtiges Spannungsverhältnis aufbaut.
Der Schreibstil bleibt die meiste Zeit über recht einfach, erzeugt aber trotzdem eine gewisse sprachliche Dichte. Die Emotionen kommen nicht zu kurz, allerdings handelt es sich hierbei um eine Liebesgeschichte die zu keinem Punkt Gefahr läuft ins Kitschige umzuschlagen. Vielmehr sorgt sie durch das soziale Umfeld in dem Eleanor aufwächst für viele tragische Situationen. Viele Passagen sind dementsprechend traurig zu lesen und geben dem Jugendbuch einen sehr ernsten Hintergrund. Einige Kapitel deprimierten mich daher entsprechend, sodass ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen wollte, andererseits ergibt sich in Summe ein sehr gute Mischung aus Resignation und Zuversicht.
Fazit:
Wieder einmal ein sehr gutes Jugendbuch, das trotz der Liebesgeschichte im Vordergrund nicht auf die ernste Thematik sozialer Missstände vergisst.
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Titel: Eleanor und Park
Autorin: Rainbow Rowell
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 368 Seiten
Freitag, 24. Juli 2015
Aqua Marin [Rezension]
Ich schleiche mich regelmäßig in der Arbeit bei dem Stapel all der Leseexemplare vorbei, um ja nicht in Versuchung zu kommen meinen mühevoll im Zaum gehaltenen SuB wieder explodieren zu lassen. Auch vor einigen Tagen hatte ich wieder einen solchen Moment, da es gilt die Luft anzuhalten und konzentriert an diesem Berg der Buchsünden vorbei zu gehen. Doch dann schimmerte dieses wunderschöne blaue Cover aus all den anderen Einbänden hervor und ich konnte einfach nicht.....
Die 16-jährige Saha darf augrund einer Verletzung, die ihr als Baby von einem Gartenroboter zugefügt wurde nicht in Wassernähe. Ihr Heimatort Seahaven, der in einer neotraditionalistischen Zone Australiens liegt hat sich jedoch ganz dem Meer verschrieben und auch ihre Schule bietet zahlreiche Tauchkurse und andere meerbezogene Aktivitäten an. Da sie sich dieser Begeisterung nicht anschließen kann ist sie zur Außenseiterin verdammt, bis es eines Tages zu einem folgenschweren Übergriff durch ihre Mitschüler kommt, der ihr Leben für immer verändert.
Selbst wenn ich den Klappentext gelesen hätte (der meiner kurzen Inhaltsbeschreibung nicht ähnelt!) hätte ich nicht erfahrungen können, dass dieses Buch einen dystopischen Einschlag hat und im Jahre 2151 spielt. Rein vom Cover und dem Titel her hätte ich viel mehr gedacht, ich bekäme Urban Fantasy serviert. Wie vielen bereits bekannt kann ich eigentlich mit dystopischen Jugendromanen überhaupt nichts anfangen und so wollte ich dieses herrliche Buch schon wieder aus der Hand legen, als mir auf den ersten Seiten bewusst wurde in welcher Welt sich die Handlung abspielen würde.
Doch auch da hatte mich die Geschichte bereits gepackt und ich beschloss dem Buch eine Chance zu geben. Die einzig richtige Entscheidung in diesem Fall! Die Idee hinter den körperlichen Besonderheiten der Hauptfigur Saha finde ich extrem spannend und der Autor weiß auch genau wie er eine interessante Geschichte daraus macht. Zwar muss ich gestehen, dass ich auch hier die gesellschaftspolitischen Veränderungen und vor allem die technischen Errungenschaften etwas flach gezeichnet fand (was ja bei diesem Genre immer mein Hauptproblem ist), allerdings funktioniert die Handlung auch unabhängig davon ganz wunderbar.
Für Mensch-Fisch Chimären habe ich aber auch nunmal ein Faible, da ist es mir eigentlich gleich ob es sich schlicht um Nixen aus dem Fantasy Bereich, genetische Laborwunderwerke oder sciencefictionmäßige Evolutionsbiologie handelt. Die Unterwasserwelt sollte in allen Genres mehr Beachtung finden. In diesem Buch tut sie dies auf wundervolle Art und Weise und ich habe es fast auf einen Rutsch gelesen. Manche Wendungen sind zwar leicht zu erahnen, aber daran habe ich mich nicht gestört.
Andreas Eschbach hat mir vielmehr Lust auf weitere futuristische Literatur gemacht und so werde ich mich sicherlich auch mit seinen reinen Science-Fiction Romanen näher befassen. Ich kann nicht glauben, dass ich noch nie wirklich auf die Idee gekommen bin dieses Genre zu lesen. Vermutlich da es sich in so großer Nähe zur Dystopie befindet (ja, ich weiß, ich bin ein hoffnungsloser "Hater"). Nun bin ich aber wirklich Feuer & Flamme dafür und habe mir schon einige Titel heraus gesucht. Insofern ist dies die Leistung dieses Buches. Sehr lesenswert!
Ein für mich überaus gelungener, spannender Jugendroman, der inhatlich auf jeden Fall etwas Neues zu bieten hat und den ich aufgrund der tollen Ideen des Autors darin gerne weiter empfehle!
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Titel: Aquamarin
Autor: Andreas Eschbach
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Inhalt:
Die 16-jährige Saha darf augrund einer Verletzung, die ihr als Baby von einem Gartenroboter zugefügt wurde nicht in Wassernähe. Ihr Heimatort Seahaven, der in einer neotraditionalistischen Zone Australiens liegt hat sich jedoch ganz dem Meer verschrieben und auch ihre Schule bietet zahlreiche Tauchkurse und andere meerbezogene Aktivitäten an. Da sie sich dieser Begeisterung nicht anschließen kann ist sie zur Außenseiterin verdammt, bis es eines Tages zu einem folgenschweren Übergriff durch ihre Mitschüler kommt, der ihr Leben für immer verändert.
Mistys Meinung:
Selbst wenn ich den Klappentext gelesen hätte (der meiner kurzen Inhaltsbeschreibung nicht ähnelt!) hätte ich nicht erfahrungen können, dass dieses Buch einen dystopischen Einschlag hat und im Jahre 2151 spielt. Rein vom Cover und dem Titel her hätte ich viel mehr gedacht, ich bekäme Urban Fantasy serviert. Wie vielen bereits bekannt kann ich eigentlich mit dystopischen Jugendromanen überhaupt nichts anfangen und so wollte ich dieses herrliche Buch schon wieder aus der Hand legen, als mir auf den ersten Seiten bewusst wurde in welcher Welt sich die Handlung abspielen würde.
Doch auch da hatte mich die Geschichte bereits gepackt und ich beschloss dem Buch eine Chance zu geben. Die einzig richtige Entscheidung in diesem Fall! Die Idee hinter den körperlichen Besonderheiten der Hauptfigur Saha finde ich extrem spannend und der Autor weiß auch genau wie er eine interessante Geschichte daraus macht. Zwar muss ich gestehen, dass ich auch hier die gesellschaftspolitischen Veränderungen und vor allem die technischen Errungenschaften etwas flach gezeichnet fand (was ja bei diesem Genre immer mein Hauptproblem ist), allerdings funktioniert die Handlung auch unabhängig davon ganz wunderbar.
Für Mensch-Fisch Chimären habe ich aber auch nunmal ein Faible, da ist es mir eigentlich gleich ob es sich schlicht um Nixen aus dem Fantasy Bereich, genetische Laborwunderwerke oder sciencefictionmäßige Evolutionsbiologie handelt. Die Unterwasserwelt sollte in allen Genres mehr Beachtung finden. In diesem Buch tut sie dies auf wundervolle Art und Weise und ich habe es fast auf einen Rutsch gelesen. Manche Wendungen sind zwar leicht zu erahnen, aber daran habe ich mich nicht gestört.
Andreas Eschbach hat mir vielmehr Lust auf weitere futuristische Literatur gemacht und so werde ich mich sicherlich auch mit seinen reinen Science-Fiction Romanen näher befassen. Ich kann nicht glauben, dass ich noch nie wirklich auf die Idee gekommen bin dieses Genre zu lesen. Vermutlich da es sich in so großer Nähe zur Dystopie befindet (ja, ich weiß, ich bin ein hoffnungsloser "Hater"). Nun bin ich aber wirklich Feuer & Flamme dafür und habe mir schon einige Titel heraus gesucht. Insofern ist dies die Leistung dieses Buches. Sehr lesenswert!
Fazit:
Ein für mich überaus gelungener, spannender Jugendroman, der inhatlich auf jeden Fall etwas Neues zu bieten hat und den ich aufgrund der tollen Ideen des Autors darin gerne weiter empfehle!
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Titel: Aquamarin
Autor: Andreas Eschbach
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Sonntag, 3. Mai 2015
Heldentage [Rezension]
Irgendwie kann ich ja einfach die Finger nicht von Jugendbüchern lassen. Zumal ich die Jugendbücher, die heute so erscheinen in der Regel besser finde, als jene die es in meiner Teenagerzeit so gab. Damit meine ich vor allem die Werke, die inhaltich möglich nah an der Wirklichkeit geschrieben sind - Fantasy also nicht mit inbegriffen. Jedenfalls finde ich es recht spannend und merkwürdigerweise auch -ent-spannend Bücher zu lesen, die sich den vielfältigen Problemen Jugendlicher widmen. Als ich im Bloggerportal auf Heldentage gestoßen bin, musste ich dieses natürlich umgehend haben. Netterweise wurde mir auch gleich die ebenfalls abgebildete Tasche mitgeschickt, die sich ziemlich gut zum Transport von Büchern eignet. Dankeschön!
Die 15-jährige Lea übersteht ihren stressigen Alltag, in dem sie all ihre Sorgen, Wünsche und Gedanken niederschreibt. Dadurch gelingt es ihr das schwierige Leben mit ihrer alkoholsüchtigen Mutter zu meistern, ihren Liebeskummer wegen Lenny zu Wort zu bringen und ihre schulischen Probleme zu erörtern. Dabei kommt sie nicht umhin sich ein Leben auszumalen, in welchem sie sich als wahre Heldin sieht, die all jene Sachen bewältigt, die ihr momentan noch nicht gelingen.
Rein sprachlich faszinierte mich dieses Buch bereits nach den ersten Sätzen, allerdings brauchte ich doch auch ein wenig um mich auf diesen Schreibstil einzustellen. Das soll in keinster Weise eine Kritik sein, nur funktioniert die Erzählweise der Protagonistin Lea ein wenig anders als die meisten Jugendbücher. Viele ihrer Gedanken und Hinweise kann man zu Beginn noch nicht zuordnen, was das Leseninteresse jedoch verstärkt, da man natürlich mehr über ihren Hintergrund erfahren möchte.
Von der Wortwahl her ist die Geschichte einerseits irgendwie fast poetisch, da viele Formulierungen und Passagen wirklich schön zu lesen sind, andererseits mit vielen Worten der Jugendsprache wie etwa Anglizismen durchzogen. Letzerem bedienen sich natürlich viele Autoren, die für jüngere Leser schreiben, allerdings wirkt es bei vielen irgendwie wie eine Anbiederung an eine Sprache, mit der sie selbst nicht ausreichend vertraut sind. In diesem Fall funktioniert die Kombination jedoch einwandfrei und man hat wirklich das Gefühl an der Gedankenwelt einer jungen Frau teilhaben zu können. Das macht die Erzählung für mich sehr authentisch und ich lernte die Figur dadurch auch recht schätzen.
Einzig die vielen Wiederholungen zu Beginn der Geschichte nervten mich etwas, es wird wirklich sehr oft beschrieben wie sehr sich Lea neue statt ihrer abgetragenen Schuhe wünschen würde, das war in meinen Augen ein wenig zu viel des Guten. Doch nach einiger Zeit entschärft sich dieser Kritikpunkt Gott sei Dank wieder und kam mir an keiner Stelle mehr störend vor.
Das Buch nimmt sich inhaltlich jedenfalls einer sehr ernsten Thematik an und schafft meines Erachtens nach auch sehr gut die Balance zwischen der realistischen Verzweiflung der Figur und einer positiven, hoffnungsvollen Tendenz ihrer Lebenssituation. Eine solche Mischung finde ich in diesem Genre immer recht gelungen, da ich finde, dass sich realistischerweise nicht alle Probleme in Wohlgefallen auflösen sollten, andererseits muss man in diesem Alter auch nicht unbedingt mit "werthermäßigem" Lesestoff konfrontiert werden.
Eine fesselndes Jugendbuch, das sprachlich sehr interessant vorgeht und dadurch eine sensible Protagonistin zu Wort kommen lässt, deren schwieriges Leben man gerne verfolgt.
Vielen Dank an Heyne fliegt für dieses Rezensionsexemplar!
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Titel: Heldentage
Autorin: Sabine Raml
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Inhalt:
Die 15-jährige Lea übersteht ihren stressigen Alltag, in dem sie all ihre Sorgen, Wünsche und Gedanken niederschreibt. Dadurch gelingt es ihr das schwierige Leben mit ihrer alkoholsüchtigen Mutter zu meistern, ihren Liebeskummer wegen Lenny zu Wort zu bringen und ihre schulischen Probleme zu erörtern. Dabei kommt sie nicht umhin sich ein Leben auszumalen, in welchem sie sich als wahre Heldin sieht, die all jene Sachen bewältigt, die ihr momentan noch nicht gelingen.
Mistys Meinung:
Rein sprachlich faszinierte mich dieses Buch bereits nach den ersten Sätzen, allerdings brauchte ich doch auch ein wenig um mich auf diesen Schreibstil einzustellen. Das soll in keinster Weise eine Kritik sein, nur funktioniert die Erzählweise der Protagonistin Lea ein wenig anders als die meisten Jugendbücher. Viele ihrer Gedanken und Hinweise kann man zu Beginn noch nicht zuordnen, was das Leseninteresse jedoch verstärkt, da man natürlich mehr über ihren Hintergrund erfahren möchte.
Von der Wortwahl her ist die Geschichte einerseits irgendwie fast poetisch, da viele Formulierungen und Passagen wirklich schön zu lesen sind, andererseits mit vielen Worten der Jugendsprache wie etwa Anglizismen durchzogen. Letzerem bedienen sich natürlich viele Autoren, die für jüngere Leser schreiben, allerdings wirkt es bei vielen irgendwie wie eine Anbiederung an eine Sprache, mit der sie selbst nicht ausreichend vertraut sind. In diesem Fall funktioniert die Kombination jedoch einwandfrei und man hat wirklich das Gefühl an der Gedankenwelt einer jungen Frau teilhaben zu können. Das macht die Erzählung für mich sehr authentisch und ich lernte die Figur dadurch auch recht schätzen.
Einzig die vielen Wiederholungen zu Beginn der Geschichte nervten mich etwas, es wird wirklich sehr oft beschrieben wie sehr sich Lea neue statt ihrer abgetragenen Schuhe wünschen würde, das war in meinen Augen ein wenig zu viel des Guten. Doch nach einiger Zeit entschärft sich dieser Kritikpunkt Gott sei Dank wieder und kam mir an keiner Stelle mehr störend vor.
Das Buch nimmt sich inhaltlich jedenfalls einer sehr ernsten Thematik an und schafft meines Erachtens nach auch sehr gut die Balance zwischen der realistischen Verzweiflung der Figur und einer positiven, hoffnungsvollen Tendenz ihrer Lebenssituation. Eine solche Mischung finde ich in diesem Genre immer recht gelungen, da ich finde, dass sich realistischerweise nicht alle Probleme in Wohlgefallen auflösen sollten, andererseits muss man in diesem Alter auch nicht unbedingt mit "werthermäßigem" Lesestoff konfrontiert werden.
Fazit:
Eine fesselndes Jugendbuch, das sprachlich sehr interessant vorgeht und dadurch eine sensible Protagonistin zu Wort kommen lässt, deren schwieriges Leben man gerne verfolgt.
Vielen Dank an Heyne fliegt für dieses Rezensionsexemplar!
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Titel: Heldentage
Autorin: Sabine Raml
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Sonntag, 12. April 2015
Fuck you Leben [Rezension]
Dieses Monat läuft leider gerade nicht sehr lesemäßig an, irgendwie habe ich meinen Neujahresleseelan ein wenig verloren, trotz des bisher recht stürmischen Wetters. Allein dieses Jugendbuch konnte mich halbwegs für sich einnehmen und sorgte dafür, dass ich seitentechnisch ein bisschen aufholen konnte.
Die 15-jährige Hannah lebt ein typisches Teenager Leben mit vielen Abneignungen der Schule und ihren Eltern gegenüber. Als Ausgleich treibt sie sich viel herum und sagt auch dem Alkohol regelmäßig zu, was ihren Ruf in der Schule entsprechend gestaltet. Als sie dann jedoch schwanger wird, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Irgendwie lese ich nach wie vor sehr, sehr gerne Jugendromane welche die typischen Sorgen und Ängste von Teenagern behandeln (-einzig Bücher über Drogenkonsum habe ich in meiner eigenen Schulzeit bereits zur Genüge gelesen, sodass ich diese heute tunlichst umgehe). Dieses Buch hat mich rein vom Titel her eher abgeschreckt, da ich es für eine dieser Anbiederungen einer Autorin gehalten habe, die vor allem mit Kraftausdrücken versucht jugendliche Leser zu gewinnen. Als ich jedoch dann die ersten Seiten gelesen hatte, interessierte ich mich doch sogleich für die Geschichte von Hannah und besorgte mir den Titel als eBook.
Was ich bei diesem Buch wirklich sehr positiv hervorheben möchte, ist die Tatsache, dass die Hauptfigur einmal wirklich ein ganz normaler, durchschnittlicher Teenager ist. Dabei gehört sie nicht zu den belesenen Außenseitern, die einem in vielen Jugendromanen begegnen, sondern mehr zu der Sorte Mädchen, die eher Interesse an seichten Mädchenzeitschriften hat und auch sonst mit Bildung altersgemäß eher weniger am Hut hat. Sie feiert viel, versucht sich genervt von ihren Eltern zu distanzieren und ist auch in der Schule mehr auf ihr Ego bedacht, als anderen zu helfen. Dennoch habe ich sie keineswegs als unangenehme Figur wahrgenommen, für den Leser bieten sich ausreichend Möglichkeiten sie als Mensch sympathisch zu finden. Sie ist nunmal wirklich ein normales junges Mädchen, dass versucht sich in der Zeit der Pupertät zurecht zu finden.
Ebenfalls recht gelungen finde ich die Tatsache, dass es der Autorin gelingt sehr viele Figuren in der Handlung unter zu bringen, wobei sie sich für alle ausreichend Zeit nimmt diese zu beschreiben. Oftmals finden sich ja lediglich drei, vier Hauptfiguren, der Rest bleibt eher farblos. In einer Umgebung, die natürlich zum Großteil in der Schule spielt wurden allerdings trotzdem sehr viele Nebencharaktere beleuchtet, deren Einfluss auf die Hauptfiguren von Wichtigkeit ist. Dadurch entsteht ein recht stimmiges Gesamtbild.
In Summe kommt es dadurch jedoch zu allerlei Konflikten und gerade die Protagonistin Hannah muss wirklich ausgesprochen viel mitmachen. Ich denke die Schwangerschaft allein hätte schon ausreichend Konfliktpotential gehabt, aber auch was Freundschaften und die Familie angeht, lässt die Autorin kaum ein Problem aus, welches der Figur zudem noch zusetzt. Für den Leser bleibt die Handlung dadurch natürlich spannnend, allerdings war es mir manchmal durch die vielen Probleme gleichzeitig fast ein wenig zu stressig, allerdings kann ich mich erinnern, dass auch ich es in meiner Schulzeit sehr oft geschafft habe mir an zahlreichen Fronten gleichzeitig Probleme einzuhandeln, insofern bleibt die Geschichte dadurch vermutlich auch recht realistisch.
Für mich war das Buch dadurch jetzt nicht in jeder Hinsicht perfekt, ein paar kleine Mängel im Erzählfluss ergeben sich doch, allerdings konnte mich die Geschichte auf jeden Fall sehr packen und hatte wirklich interessante Aspekte, die ich recht passend für ein Jugendbuch empfinde.
Gerade für Jugendliche eine recht spannende Geschichte, die das tägliche Leben aufgreift und für eine Protagonistin sorgt, mit der man sich gut identifizieren kann.
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Titel: Fuck you Leben
Autorin: N. Pratt
Sprache: Deutsch
eBook: 420 Seiten
Inhalt:
Die 15-jährige Hannah lebt ein typisches Teenager Leben mit vielen Abneignungen der Schule und ihren Eltern gegenüber. Als Ausgleich treibt sie sich viel herum und sagt auch dem Alkohol regelmäßig zu, was ihren Ruf in der Schule entsprechend gestaltet. Als sie dann jedoch schwanger wird, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Mistys Meinung:
Irgendwie lese ich nach wie vor sehr, sehr gerne Jugendromane welche die typischen Sorgen und Ängste von Teenagern behandeln (-einzig Bücher über Drogenkonsum habe ich in meiner eigenen Schulzeit bereits zur Genüge gelesen, sodass ich diese heute tunlichst umgehe). Dieses Buch hat mich rein vom Titel her eher abgeschreckt, da ich es für eine dieser Anbiederungen einer Autorin gehalten habe, die vor allem mit Kraftausdrücken versucht jugendliche Leser zu gewinnen. Als ich jedoch dann die ersten Seiten gelesen hatte, interessierte ich mich doch sogleich für die Geschichte von Hannah und besorgte mir den Titel als eBook.
Was ich bei diesem Buch wirklich sehr positiv hervorheben möchte, ist die Tatsache, dass die Hauptfigur einmal wirklich ein ganz normaler, durchschnittlicher Teenager ist. Dabei gehört sie nicht zu den belesenen Außenseitern, die einem in vielen Jugendromanen begegnen, sondern mehr zu der Sorte Mädchen, die eher Interesse an seichten Mädchenzeitschriften hat und auch sonst mit Bildung altersgemäß eher weniger am Hut hat. Sie feiert viel, versucht sich genervt von ihren Eltern zu distanzieren und ist auch in der Schule mehr auf ihr Ego bedacht, als anderen zu helfen. Dennoch habe ich sie keineswegs als unangenehme Figur wahrgenommen, für den Leser bieten sich ausreichend Möglichkeiten sie als Mensch sympathisch zu finden. Sie ist nunmal wirklich ein normales junges Mädchen, dass versucht sich in der Zeit der Pupertät zurecht zu finden.
Ebenfalls recht gelungen finde ich die Tatsache, dass es der Autorin gelingt sehr viele Figuren in der Handlung unter zu bringen, wobei sie sich für alle ausreichend Zeit nimmt diese zu beschreiben. Oftmals finden sich ja lediglich drei, vier Hauptfiguren, der Rest bleibt eher farblos. In einer Umgebung, die natürlich zum Großteil in der Schule spielt wurden allerdings trotzdem sehr viele Nebencharaktere beleuchtet, deren Einfluss auf die Hauptfiguren von Wichtigkeit ist. Dadurch entsteht ein recht stimmiges Gesamtbild.
In Summe kommt es dadurch jedoch zu allerlei Konflikten und gerade die Protagonistin Hannah muss wirklich ausgesprochen viel mitmachen. Ich denke die Schwangerschaft allein hätte schon ausreichend Konfliktpotential gehabt, aber auch was Freundschaften und die Familie angeht, lässt die Autorin kaum ein Problem aus, welches der Figur zudem noch zusetzt. Für den Leser bleibt die Handlung dadurch natürlich spannnend, allerdings war es mir manchmal durch die vielen Probleme gleichzeitig fast ein wenig zu stressig, allerdings kann ich mich erinnern, dass auch ich es in meiner Schulzeit sehr oft geschafft habe mir an zahlreichen Fronten gleichzeitig Probleme einzuhandeln, insofern bleibt die Geschichte dadurch vermutlich auch recht realistisch.
Für mich war das Buch dadurch jetzt nicht in jeder Hinsicht perfekt, ein paar kleine Mängel im Erzählfluss ergeben sich doch, allerdings konnte mich die Geschichte auf jeden Fall sehr packen und hatte wirklich interessante Aspekte, die ich recht passend für ein Jugendbuch empfinde.
Fazit:
Gerade für Jugendliche eine recht spannende Geschichte, die das tägliche Leben aufgreift und für eine Protagonistin sorgt, mit der man sich gut identifizieren kann.
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Titel: Fuck you Leben
Autorin: N. Pratt
Sprache: Deutsch
eBook: 420 Seiten
Donnerstag, 11. Dezember 2014
The Diviners [Rezension]
Gehypte Bücher gab es dieses Jahr weit mehr als Schneeflocken (und bei mir hat es neulich tatsächlich ein wenig geschneit), allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich versucht hätte diese Bücher ebenso begeistert aufzufangen. Trotzdem lasse ich mich ab und an hinreißen mir ein Stück populäre Literatur zu kaufen.
Dank ihrer kleinen Gabe zieht die 17-jährige Evie O'Neill mitten in das aufregende Stadtleben von New York 1926. Eigentlich wollte sie sich lediglich ins Partyleben stürzen und versuchen Kontakte zu berühmten Persönlichkeiten zu knüpfen, doch dann wird sie in den Fall um eine Mordserie verwickelt, welche die Stadt erschüttert.
Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass ich froh bin mich wieder einmal an ein gehyptes Buch heran gewagt zu haben, denn in diesem Fall hat es mir durchaus ein angenehmes Lesevergnügen bereiten können. In vielen Rezensionen zu diesem Buch steht, dass die Autorin über einen sehr guten, stimmungsvollen Schreibstil verfügt, was ich in dieser Rezension nur wiederholen kann. Allerdings lebt sie diesen vor allen in einzeln verstreuten beschreibenden Passagen aus, zwischendrin erlebt man sprachlich nichts außgergewöhnliches.
Thematisch hingegen finde ich die Geschichte des Buches durchaus originell, okkulte Vorkommnisse bzw. Verbrechen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Lebens der 20er Jahre sind mir so noch nicht begegnet. Die Autorin scheint dabei wirklich gut recherchiert zu haben und ich konnte auch nicht wirklich Anachronismen finden, die einem bei "historischen" Jugendbüchern sonst schon sehr viel ins Gesicht geklatscht werden.
Die Figuren fand ich ebenfalls sehr sympathisch, allen voran die weibliche Protagonistin Evie, die ich trotz ihres jugendlichen Leichtsinns und ihrer zu Beginn recht ausgeprägten Arroganz sehr liebenswürdig fand. Eine nicht von vorn herein perfekte Figur, mit der man dennoch gerne mitfiebert ist bei mir immer gerne gesehen. Zudem entwickeln sich die Beziehungen zwischen den Figuren unvorhersehbar und diesen Umstand fand ich für ein Jugendbuch sehr angenehm. Zu gerne tritt in diesem Genre der klassische Fall auf, da sich weibliche und männliche Figur auf den ersten drei Seiten kennen lernen und sich für die nächsten 600 Seiten lediglich die Frage stellt wie genau sie denn zusammen finden werden.
Da ich gerade bei den Seiten bin muss ich nun auch einen negativen Punkt ansprechen: die Handlung zieht sich schon etwas dahin. Das Buch fasst gut 700 Seiten und kann für mich die Spannung nicht immer aufrecht erhalten, also ergaben sich für mich Phasen, wo sich kein richtiger Lesefluss einstellen konnte. Da dies jedoch erst der erste Band ist, hoffe ich, dass dies nötig war um die Geschichte richtig einzuleiten.
Ein recht gutes Jugendbuch, dessen Geschichte nicht nur in den altbekannten Bahnen läuft jedoch die Spannung nicht immer aufrecht erhalten kann.
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Titel: The Diviners. Aller Anfang ist böse
Autorin: Libba Bray
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Reiheninfo: Band 1/? der Divinersreihe
Inhalt:
Dank ihrer kleinen Gabe zieht die 17-jährige Evie O'Neill mitten in das aufregende Stadtleben von New York 1926. Eigentlich wollte sie sich lediglich ins Partyleben stürzen und versuchen Kontakte zu berühmten Persönlichkeiten zu knüpfen, doch dann wird sie in den Fall um eine Mordserie verwickelt, welche die Stadt erschüttert.
Mistys Meinung:
Gleich zu Beginn möchte ich sagen, dass ich froh bin mich wieder einmal an ein gehyptes Buch heran gewagt zu haben, denn in diesem Fall hat es mir durchaus ein angenehmes Lesevergnügen bereiten können. In vielen Rezensionen zu diesem Buch steht, dass die Autorin über einen sehr guten, stimmungsvollen Schreibstil verfügt, was ich in dieser Rezension nur wiederholen kann. Allerdings lebt sie diesen vor allen in einzeln verstreuten beschreibenden Passagen aus, zwischendrin erlebt man sprachlich nichts außgergewöhnliches.
Thematisch hingegen finde ich die Geschichte des Buches durchaus originell, okkulte Vorkommnisse bzw. Verbrechen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Lebens der 20er Jahre sind mir so noch nicht begegnet. Die Autorin scheint dabei wirklich gut recherchiert zu haben und ich konnte auch nicht wirklich Anachronismen finden, die einem bei "historischen" Jugendbüchern sonst schon sehr viel ins Gesicht geklatscht werden.
Die Figuren fand ich ebenfalls sehr sympathisch, allen voran die weibliche Protagonistin Evie, die ich trotz ihres jugendlichen Leichtsinns und ihrer zu Beginn recht ausgeprägten Arroganz sehr liebenswürdig fand. Eine nicht von vorn herein perfekte Figur, mit der man dennoch gerne mitfiebert ist bei mir immer gerne gesehen. Zudem entwickeln sich die Beziehungen zwischen den Figuren unvorhersehbar und diesen Umstand fand ich für ein Jugendbuch sehr angenehm. Zu gerne tritt in diesem Genre der klassische Fall auf, da sich weibliche und männliche Figur auf den ersten drei Seiten kennen lernen und sich für die nächsten 600 Seiten lediglich die Frage stellt wie genau sie denn zusammen finden werden.
Da ich gerade bei den Seiten bin muss ich nun auch einen negativen Punkt ansprechen: die Handlung zieht sich schon etwas dahin. Das Buch fasst gut 700 Seiten und kann für mich die Spannung nicht immer aufrecht erhalten, also ergaben sich für mich Phasen, wo sich kein richtiger Lesefluss einstellen konnte. Da dies jedoch erst der erste Band ist, hoffe ich, dass dies nötig war um die Geschichte richtig einzuleiten.
Fazit:
Ein recht gutes Jugendbuch, dessen Geschichte nicht nur in den altbekannten Bahnen läuft jedoch die Spannung nicht immer aufrecht erhalten kann.
--------------------------------------------------------------------------
Titel: The Diviners. Aller Anfang ist böse
Autorin: Libba Bray
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
Reiheninfo: Band 1/? der Divinersreihe
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