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Freitag, 16. Juni 2017
Le Manoir des Murmures [Comic-Rezension]
Da ich mich aktuell ein wenig durch meine beiden Jugendbücher quälen musste, brauchte ich etwas unterhaltsames für Zwischendurch und so habe ich einen meiner ungelesenen BDs aus dem Regal gezupft und mich wieder einmal an meinem Französisch versucht. Et voilà, la recension!
Samstag, 16. April 2016
Aristote et Dante découvrent les Secrets de l'univers [Rezension]
Nach all den BD, die ich in letzter Zeit gelesen habe und dank meiner Spielerei mit der duolingo app war ich nach einer Weile auch wieder bereit mich an ein richtiges französisch-sprachiges Buch zu wagen. Allerdings schlugen meine ersten Versuche im Fantasy- und Romanbereich sogleich fehl, da es mir von den Vokabeln her einfach noch zu hoch war. Bei folgendem Jugendbuch, das ich ohnehin einmal lesen wollte war der Wortschatz jedoch kein Problem und ich kann selbst kaum glauben, wie leicht mir die Lektüre in Summe gefallen ist.
Der 15-jährige Junge Aristoteles, der es bevorzugt Ari gerufen zu werden isoliert sich gerne von seinen Mitschülern und bevorzugt es auch in seiner Freizeit allein herum zu ziehen. Im Schwimmbad trifft er jedoch zufällig auf den gleichaltrigen Dante, der sich ohne weiteres mit ihm anfreundet. Mit ihm teilt Ari erstmals seine schwermütigen Gedanken und die Probleme seiner schweigsamen Familie und deren dunkler Vergangenheit. Der lebensfrohe Dante unterstützt und fordert ihn wo er nur kann und die anfänglich freundschaftlichen Gefühle scheinen sich weiter zu entwickeln.
Ich liebe Jugendbücher. Meist bedienen sie sich einer wunderbar simplen, einfachen Sprache und schaffen es trotzdem eine dicht verstrickte, poetische Erzählung entstehen zu lassen. So auch bei Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums welches auch auf Französisch denselben Titel trägt und auch für mein eingetrocknetes Französisch einen perfekten Nährboden geboten hat.
Die Geschichte besteht zu großen Teilen aus kurzen abwechslungsreichen Dialogen, die man selbst mit einem rostigen Wortschatz leicht erfassen und verstehen kann. Zudem erleichtert es die Angelegenheit enorm, wenn man an das Genre gewöhnt ist und ohnehin ungefähr erraten kann, welche Antworten und Reaktionen der Figuren auf gewisse Aussagen folgen werden. Das macht es bei Dialogen doch deutlich einfacher, also bei reinem erzählten Fließtext. Dies mag nun so wirken, als wäre die Geschichte und die Figuren einfach gestrickt und ihre Gedanken vorhersehbar, aber das trifft eigentlich überhaupt nicht zu und daher mag ich nebst meines Stolzes, dass es mir gelungen ist wieder einmal ein französisches Buch von vorne bis hinten zu lesen, nun auch mehr auf den Inhalt eingehen.
Der Stil des Autors ist wie gesagt eher einfach gehalten und besitzt dennoch einen enormen Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Er erinnerte mich dabei recht stark an eine Mischung aus Rainbow Rowell und John Green, die ebenfalls mit relativ gewöhnlichen Figuren und einer bodenständigen Sprache eine emotional gewaltige Erzählung aufs Blatt bringen, die den Leser einfach mit sich nimmt. Genauso ging es mir auch bei diesem Buch, wobei Themen wie Homosexualität und Coming Out noch dazu zu meinen persönlichen Favoriten gehören. Spielen sie dann noch -wie auch in diesem Fall- in einer Zeit in der das noch weit mehr Konfliktpotential aufgeworfen hat als heute ist der konzentrierte Lesefluss praktisch vorprogrammiert.
Das Ende bzw. die Schlussfolgerungen mancher Figuren gegen Ende hin fand ich zwar ein wenig überzogen und auch mit den Namen der Figuren muss man sich arrangieren können (sind sie doch sehr aufgesetzt), aber abgesehen davon bekommt man ein einfühlsames Buch, das sich viel Zeit für die Entwicklung und Probleme seiner Figuren lässt und ein vielschichtiges Leseerlebnis bereit hält. Nach diesem langen Satz schließe ich wie üblich mit kurzem Fazit:
Ein wundervolles Jugendbuch, das sich seiner Hauptthemen gekonnt annimmt. Für Genreliebhaber wie mich auf jedenfall ein herrliches Leseerlebnis!
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Titel: Aristote et Dante découvrent les Secrets de l'univers
Autor: Benjamin Salire Saenz
Verlag: Pocket Jeunesse
Sprache: Französisch
eBook: 368 Seiten
Inhalt:
Der 15-jährige Junge Aristoteles, der es bevorzugt Ari gerufen zu werden isoliert sich gerne von seinen Mitschülern und bevorzugt es auch in seiner Freizeit allein herum zu ziehen. Im Schwimmbad trifft er jedoch zufällig auf den gleichaltrigen Dante, der sich ohne weiteres mit ihm anfreundet. Mit ihm teilt Ari erstmals seine schwermütigen Gedanken und die Probleme seiner schweigsamen Familie und deren dunkler Vergangenheit. Der lebensfrohe Dante unterstützt und fordert ihn wo er nur kann und die anfänglich freundschaftlichen Gefühle scheinen sich weiter zu entwickeln.
Mistys Meinung:
Ich liebe Jugendbücher. Meist bedienen sie sich einer wunderbar simplen, einfachen Sprache und schaffen es trotzdem eine dicht verstrickte, poetische Erzählung entstehen zu lassen. So auch bei Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums welches auch auf Französisch denselben Titel trägt und auch für mein eingetrocknetes Französisch einen perfekten Nährboden geboten hat.
Die Geschichte besteht zu großen Teilen aus kurzen abwechslungsreichen Dialogen, die man selbst mit einem rostigen Wortschatz leicht erfassen und verstehen kann. Zudem erleichtert es die Angelegenheit enorm, wenn man an das Genre gewöhnt ist und ohnehin ungefähr erraten kann, welche Antworten und Reaktionen der Figuren auf gewisse Aussagen folgen werden. Das macht es bei Dialogen doch deutlich einfacher, also bei reinem erzählten Fließtext. Dies mag nun so wirken, als wäre die Geschichte und die Figuren einfach gestrickt und ihre Gedanken vorhersehbar, aber das trifft eigentlich überhaupt nicht zu und daher mag ich nebst meines Stolzes, dass es mir gelungen ist wieder einmal ein französisches Buch von vorne bis hinten zu lesen, nun auch mehr auf den Inhalt eingehen.
Der Stil des Autors ist wie gesagt eher einfach gehalten und besitzt dennoch einen enormen Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Er erinnerte mich dabei recht stark an eine Mischung aus Rainbow Rowell und John Green, die ebenfalls mit relativ gewöhnlichen Figuren und einer bodenständigen Sprache eine emotional gewaltige Erzählung aufs Blatt bringen, die den Leser einfach mit sich nimmt. Genauso ging es mir auch bei diesem Buch, wobei Themen wie Homosexualität und Coming Out noch dazu zu meinen persönlichen Favoriten gehören. Spielen sie dann noch -wie auch in diesem Fall- in einer Zeit in der das noch weit mehr Konfliktpotential aufgeworfen hat als heute ist der konzentrierte Lesefluss praktisch vorprogrammiert.
Das Ende bzw. die Schlussfolgerungen mancher Figuren gegen Ende hin fand ich zwar ein wenig überzogen und auch mit den Namen der Figuren muss man sich arrangieren können (sind sie doch sehr aufgesetzt), aber abgesehen davon bekommt man ein einfühlsames Buch, das sich viel Zeit für die Entwicklung und Probleme seiner Figuren lässt und ein vielschichtiges Leseerlebnis bereit hält. Nach diesem langen Satz schließe ich wie üblich mit kurzem Fazit:
Fazit:
Ein wundervolles Jugendbuch, das sich seiner Hauptthemen gekonnt annimmt. Für Genreliebhaber wie mich auf jedenfall ein herrliches Leseerlebnis!
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Titel: Aristote et Dante découvrent les Secrets de l'univers
Autor: Benjamin Salire Saenz
Verlag: Pocket Jeunesse
Sprache: Französisch
eBook: 368 Seiten
Samstag, 23. Januar 2016
La Terre des Vampires [BD-Rezension]
Kaum waren meine neuen Bande desinée bei mir eingezogen, waren sie auch schon allesamt von mir verschlungen. Ich habe mir ja schon gedacht, dass sie mir sehr zusagen würden, aber dass ich sie dann derart schnell lesen würde hat mich doch ein wenig überrascht. Somit muss ich auch zugeben, dass es wenig übermotiviert von mir gewesen ist zu behaupten ich würde sie alle einzeln rezensieren. Stattdessen werde ich lieber noch abwarten und sie je nach Reihe gemeinsam rezensieren, zumal die meisten BD, die ich mir gekauft habe ohnehin nur wenige Teile fassen. Wie etwa die vorliegende.
Eine weltweite Klimakatastrophe hüllt die Welt der Menschen in eisige Dunkelheit und macht das Überleben zu einem Kampf. Ausgerechnet diesen Moment nutzen die seit Jahrhunderten im Verborgenen lebenden Vampire um die Herrschaft der Welt an sich zu reißen. In dieser postapokalyptischen Zeit versucht sich eine kleine Gruppe Überlebender zu einem der verbliebenen Militärstützpunkte durchzuschlagen.
Wie schon mehrmals erwähnt, habe ich eigentlich keine besondere Vorliebe für Dystopien oder postapokalypische Szenarien, wenn diese jedoch von brutalen Vampiren begleitet wird bin ich dafür durchaus zu haben. So auch bei dieser dreiteiligen Serie in der die Fabelwesen eine ordentliche Portion Grauen über die menschlichen Figuren bringen. Die Geschichte ist dabei nicht sonderlich ausgefallen, aber oft sucht man als Leser ja gerne nach wiederkehrenden Mustern. Die Zeichnungen entsprachen dabei genau meinen Erwartungen und sind soweit recht düster und in ausschließlich dunkler Farbe. Damit passen sie natürlich genau in das Genre würden sicherlich auch bei Leuten gefallen finden, die gerne entsprechende Filme schauen. Der Stil ist generell sehr realistisch gehalten, wobei die Darstellungen bei bewegungsintensiven Szenen sozusagen ein wenig "verwischt" werden, was mir auch recht gut gefallen hat.
Abgesehen davon gibt es ausreichend Kampfszenen, aber auch wieder ruhigere Bilder, sodass ich es eigentlich recht ausgeglichen und nicht zu anstrengend zu lesen fand. Ich bin zwar in meinem Leseleben bisher kaum mit Comics konfrontiert gewesen, aber ich kann mich doch erinnern, dass es mich immer genervt hat, wenn es eine zu rasche Bildabfolge gibt und ich gar nicht so recht weiß was denn nun in welcher Abfolge geschieht. Das war bei diesen Bänden hier aber keineswegs das Problem und so konnte ich das Geschehen immer sehr gut verfolgen. Das kam mir auch bezüglich meines immer noch nicht ganz erwachten Französisch zu gute, da ich immer wieder einige Vokabel nicht (mehr) verstanden habe. Somit waren die eindeutigen Graphiken eine große Hilfe.
Was den Handlungsverlauf angeht war ich soweit eigentlich zufrieden. Die Geschichte ist wie gesagt nicht sonderlich originell, hielt aber dennoch einige Überraschungen parat, die ich so nicht erwartet hätte. Es gibt einige Rücklblicke und und Parallelgeschehnisse, die etwas an Konzentration erfordert haben, damit ich sie in die Geschichte einordnen konnte (gerade bei meinen dürftigen Sprachkenntnissen). Trotzdem habe ich mich gut zurecht gefunden und kann darüber nicht klagen. Als Einstieg in die Sprache würde ich diesen BD allerdings nicht empfehlen, diesbezüglich sollte man schon einen ausgesprägteren Sprachschatz haben (oder keine Probleme damit das Wörterbuch bereit zu halten). Leider gibt es, soweit ich das ermitteln konnte, keine englische oder deutsche Übersetzung wie bei vielen anderen Comics dieser Art.
Zum Ende hin schwächelt die Geschichte meiner Ansicht nach ein wenig und ich war auch nicht ganz glücklich über das offene Ende, möglicherweise haben sich die Autoren aber auch eine mögliche Fortsetzung offen gehalten.
Eine wunderschön gestaltete düster-apokalyptische Vampir-Reihe, die mir in Summe sehr gut gefallen hat. Die Zeichnungen entsprachen genau meinem Geschmack und es ergab sich eine abwechslungsreiche Geschichte, die ich sofort verschlungen haben.
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Titel: La Terre des Vampires
Autoren: David Munoz, Manuel Garcia
Sprache: Französisch
Bande Desinée: 3 Teile zu je ca 50 Seiten
Reiheninfo: Tome 1-3/3
Inhalt:
Eine weltweite Klimakatastrophe hüllt die Welt der Menschen in eisige Dunkelheit und macht das Überleben zu einem Kampf. Ausgerechnet diesen Moment nutzen die seit Jahrhunderten im Verborgenen lebenden Vampire um die Herrschaft der Welt an sich zu reißen. In dieser postapokalyptischen Zeit versucht sich eine kleine Gruppe Überlebender zu einem der verbliebenen Militärstützpunkte durchzuschlagen.
Mistys Meinung:
Wie schon mehrmals erwähnt, habe ich eigentlich keine besondere Vorliebe für Dystopien oder postapokalypische Szenarien, wenn diese jedoch von brutalen Vampiren begleitet wird bin ich dafür durchaus zu haben. So auch bei dieser dreiteiligen Serie in der die Fabelwesen eine ordentliche Portion Grauen über die menschlichen Figuren bringen. Die Geschichte ist dabei nicht sonderlich ausgefallen, aber oft sucht man als Leser ja gerne nach wiederkehrenden Mustern. Die Zeichnungen entsprachen dabei genau meinen Erwartungen und sind soweit recht düster und in ausschließlich dunkler Farbe. Damit passen sie natürlich genau in das Genre würden sicherlich auch bei Leuten gefallen finden, die gerne entsprechende Filme schauen. Der Stil ist generell sehr realistisch gehalten, wobei die Darstellungen bei bewegungsintensiven Szenen sozusagen ein wenig "verwischt" werden, was mir auch recht gut gefallen hat.
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Abgesehen davon gibt es ausreichend Kampfszenen, aber auch wieder ruhigere Bilder, sodass ich es eigentlich recht ausgeglichen und nicht zu anstrengend zu lesen fand. Ich bin zwar in meinem Leseleben bisher kaum mit Comics konfrontiert gewesen, aber ich kann mich doch erinnern, dass es mich immer genervt hat, wenn es eine zu rasche Bildabfolge gibt und ich gar nicht so recht weiß was denn nun in welcher Abfolge geschieht. Das war bei diesen Bänden hier aber keineswegs das Problem und so konnte ich das Geschehen immer sehr gut verfolgen. Das kam mir auch bezüglich meines immer noch nicht ganz erwachten Französisch zu gute, da ich immer wieder einige Vokabel nicht (mehr) verstanden habe. Somit waren die eindeutigen Graphiken eine große Hilfe.
Was den Handlungsverlauf angeht war ich soweit eigentlich zufrieden. Die Geschichte ist wie gesagt nicht sonderlich originell, hielt aber dennoch einige Überraschungen parat, die ich so nicht erwartet hätte. Es gibt einige Rücklblicke und und Parallelgeschehnisse, die etwas an Konzentration erfordert haben, damit ich sie in die Geschichte einordnen konnte (gerade bei meinen dürftigen Sprachkenntnissen). Trotzdem habe ich mich gut zurecht gefunden und kann darüber nicht klagen. Als Einstieg in die Sprache würde ich diesen BD allerdings nicht empfehlen, diesbezüglich sollte man schon einen ausgesprägteren Sprachschatz haben (oder keine Probleme damit das Wörterbuch bereit zu halten). Leider gibt es, soweit ich das ermitteln konnte, keine englische oder deutsche Übersetzung wie bei vielen anderen Comics dieser Art.
Zum Ende hin schwächelt die Geschichte meiner Ansicht nach ein wenig und ich war auch nicht ganz glücklich über das offene Ende, möglicherweise haben sich die Autoren aber auch eine mögliche Fortsetzung offen gehalten.
Fazit:
Eine wunderschön gestaltete düster-apokalyptische Vampir-Reihe, die mir in Summe sehr gut gefallen hat. Die Zeichnungen entsprachen genau meinem Geschmack und es ergab sich eine abwechslungsreiche Geschichte, die ich sofort verschlungen haben.
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Titel: La Terre des Vampires
Autoren: David Munoz, Manuel Garcia
Sprache: Französisch
Bande Desinée: 3 Teile zu je ca 50 Seiten
Reiheninfo: Tome 1-3/3
Montag, 2. Juli 2012
Cosmétique de l'ennemi [Rezension]
Hitzebedingte Leseunlust. Folglich jetzt ein Griff zu einem sehr schlanken Buch. Cosmétique de l'ennemi hat gerade mal 120 Seiten und noch dazu eine extrem große Schrift. Voilà!-da fühlt man sich gleich wieder wie ein Leseanfänger und kann das Büchlein fröhlich nach draußen tragen.
Jérôme Angust befindet sich auf dem Flughafen in Barcelona auf Geschäftsreise und ist entnervt als sich sein Flug auf unbestimmte Zeit verspätet. Gerade als er in einem Buch zu lesen anfangen möchte spricht ihn ein anderer Reisender names Textor Texel an. Er verwickelt Jérôme in ein Gespräch, dass dieser überhaupt nicht führen möchte und entfernt sich auch nach vermehrter Bitte Jérômes nicht. So ist dieser vorerst gezwungen Teile der Lebensgeschichte des anderen anzuhören. Ist er von dieser zunächst nur genervt, muss er bald schockiert feststellen dass es zwischen ihm und dem vermeintlich Fremden doch so gewisse Zusammenhänge gibt.
Eigentlich bin ich ja ein großer Fan der Autorin Amélie Nothomb, deren exzentrischen Protagonisten und unerwarteten Wendungen in ihren Büchern, aber vielleicht werde ich mittlerweile zu alt dafür. Das Buch beginnt zwar (und geht auch die ganze Geschichte so weiter) mit einem abwechslungsreichen und pfiffigen Dialog, allerdings wirft die Autorin dann sehr bald mit psychiatrischen Klischees um sich und verfolgt dabei ein sehr naives Konzept von Wahnsinn.
Die Wendungen des Gesprächs sind zwar originell, aber wenn man weitere ihrer Bücher gelesen hat erkennt man sehr schnell gängige Muster. Die Diskussion zwischen den beiden Charakteren regt besonders am Anfang zum Schmunzeln an, erweist sich aber bald als recht oberflächlich philosophisch. Das Französisch ist dafür wirklich leicht verständlich und dem Dialog lässt sich so sehr gut folgen.
Insofern leichte Sommerlektüre zum Französischaufrischen. Ernst nehmen...nun ernst nehmen sollte man dabei allerdings nur das Eincremen im Falle einer Sonneneinstrahlung beim Lesen.
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Titel: Cosmétique de l'ennemi
Autor: Amélie Nothomb
Sprache: Französisch
Taschenbuch: 120 Seiten
Handlung:
Jérôme Angust befindet sich auf dem Flughafen in Barcelona auf Geschäftsreise und ist entnervt als sich sein Flug auf unbestimmte Zeit verspätet. Gerade als er in einem Buch zu lesen anfangen möchte spricht ihn ein anderer Reisender names Textor Texel an. Er verwickelt Jérôme in ein Gespräch, dass dieser überhaupt nicht führen möchte und entfernt sich auch nach vermehrter Bitte Jérômes nicht. So ist dieser vorerst gezwungen Teile der Lebensgeschichte des anderen anzuhören. Ist er von dieser zunächst nur genervt, muss er bald schockiert feststellen dass es zwischen ihm und dem vermeintlich Fremden doch so gewisse Zusammenhänge gibt.
Mistys Meinung:
Eigentlich bin ich ja ein großer Fan der Autorin Amélie Nothomb, deren exzentrischen Protagonisten und unerwarteten Wendungen in ihren Büchern, aber vielleicht werde ich mittlerweile zu alt dafür. Das Buch beginnt zwar (und geht auch die ganze Geschichte so weiter) mit einem abwechslungsreichen und pfiffigen Dialog, allerdings wirft die Autorin dann sehr bald mit psychiatrischen Klischees um sich und verfolgt dabei ein sehr naives Konzept von Wahnsinn.
Die Wendungen des Gesprächs sind zwar originell, aber wenn man weitere ihrer Bücher gelesen hat erkennt man sehr schnell gängige Muster. Die Diskussion zwischen den beiden Charakteren regt besonders am Anfang zum Schmunzeln an, erweist sich aber bald als recht oberflächlich philosophisch. Das Französisch ist dafür wirklich leicht verständlich und dem Dialog lässt sich so sehr gut folgen.
Insofern leichte Sommerlektüre zum Französischaufrischen. Ernst nehmen...nun ernst nehmen sollte man dabei allerdings nur das Eincremen im Falle einer Sonneneinstrahlung beim Lesen.
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Titel: Cosmétique de l'ennemi
Autor: Amélie Nothomb
Sprache: Französisch
Taschenbuch: 120 Seiten
Dienstag, 22. Mai 2012
L'homme qui murmurait à l'oreille des chevaux [Rezension]
Ein weiteres Buch, das wegen seines Covers den Weg zu mir fand. Vor zwei Jahren begaben sich Freunde von mir auf eine Interrail-Reise, die sie auch nach Frankreich führte. Weil ich gern auch französische Literatur lese, gab ich ihnen den Auftrag mir Bücher mitzubringen. Da sie jedoch kein Wort französisch verstehen, haben sie diese entsprechend der Cover ausgewählt ("Ja, da war ein Pferd drauf...").
*
Die Länge des Titels hat mich überrascht und ich bin erst beim wortwörtlichen übersetzen ("Der Mann, der in das Ohr der Pferde murmelte") draufgekommen, dass ich da "Der Pferdeflüsterer" in Händen halte. Tja, das Französische und Hauptwortkompositionen vertragen sich nicht.
Von der Handlung her entspricht das Buch ziemlich dem Film; Die 13jährige Grace und ihr Vollblut Pilgrim werden bei einem Ausritt von einem Laster angefahren und dabei schwer verletzt. Die zurückbleibenden Schäden sind dabei nicht nur körperlich. Besonders Pilgrim gilt nach dem Unfall als unheilbar geschädigt und wird zum Monster des Reitstalls. Die Tierärzte empfehlen vehement ihn einschläfern zu lassen. Grace' Mutter Annie beschließt daraufhin mit ihrer Tochter und dem Pferd einen "Chuchoteur" aufzusuchen, wofür sie mit den beiden selbst von New York nach Montana fährt. Das Pferd und sein unmögliches Verhalten bilden bei der Geschichte jedoch nur den Ausgangskonflikt, im weiteren Verlauf konzentriert die Handlung sich dann verstärkt auf Annie und deren (Verhaltens-)probleme. Die Story wird dadurch mehr und mehr zu einem Familien -Drama und die Entwicklung der Figuren bleibt bis zuletzt interessant.
Auf Deutsch oder Englisch wären mir die häufigen Dialoge wohl sprachlich etwas zu plump erschienen, im Französischen war ich jedoch sehr dankbar dafür. Manche Szenen sind, sofern kein gutes Französischkönnen verfügbar ist, jedenfalls nur sehr schwer verständlich (gerade bei den Erotikpassagen z.B. reichte mein Basisvokabular nicht aus). Die Figuren sind was ihre Beschäftigungen und Hobbies angeht fast ein bisschen klischeehaft amerikanisch und die traumatolgischen Erklärungen für ihre Charakterzüge wirken mir ein bisschen zu aufgesetzt. Ihre Entwicklung jedoch ist dafür im Verlauf der Geschichte, wie oben schon erwähnt, relativ spannend.
Sollte jemand weniger begeistert von Pferden sein wird das in diesem Buch nicht zum Problem, da diese hauptsächlich als Hintergrundhandlung genützt werden. Eine gewisse Sattelfestigkeit im Französischen ist jedoch wärmstens zu empfehlen! Die folgende Leseprobe gehört da nämlich zu den leichtesten Abschnitten:
"-On a attendu le klaxon, et tout s'est précipité. Pilgrim a fait face au poids lourd. C'était dingue, on aurait dit qu'il ne voulait pas le laisser faire. Il ne voulait pas laisser ce grand monstre nous faire du mal. Il était prêt a combattre. Combattre un quarante tonnes, rien que ca...! Il était vraiment décidé, je l'ai bien senti. [...]"**
*Bild von http://www.livre-occasion-ancien.com/lhomme-qui-murmurait-a-loreille-des-chevaux-p-552.html
**Nicholas Evans: L'homme qui murmurait à l'oreille des chevaux. Edition Albin Michel: 1996, S. 247
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Titel: L'homme qui murmurait à l'oreille des chevaux
Autor: Nicholas Evans
Sprache: Französisch
Taschenbuch: 437 Seiten
Die Länge des Titels hat mich überrascht und ich bin erst beim wortwörtlichen übersetzen ("Der Mann, der in das Ohr der Pferde murmelte") draufgekommen, dass ich da "Der Pferdeflüsterer" in Händen halte. Tja, das Französische und Hauptwortkompositionen vertragen sich nicht.
Von der Handlung her entspricht das Buch ziemlich dem Film; Die 13jährige Grace und ihr Vollblut Pilgrim werden bei einem Ausritt von einem Laster angefahren und dabei schwer verletzt. Die zurückbleibenden Schäden sind dabei nicht nur körperlich. Besonders Pilgrim gilt nach dem Unfall als unheilbar geschädigt und wird zum Monster des Reitstalls. Die Tierärzte empfehlen vehement ihn einschläfern zu lassen. Grace' Mutter Annie beschließt daraufhin mit ihrer Tochter und dem Pferd einen "Chuchoteur" aufzusuchen, wofür sie mit den beiden selbst von New York nach Montana fährt. Das Pferd und sein unmögliches Verhalten bilden bei der Geschichte jedoch nur den Ausgangskonflikt, im weiteren Verlauf konzentriert die Handlung sich dann verstärkt auf Annie und deren (Verhaltens-)probleme. Die Story wird dadurch mehr und mehr zu einem Familien -Drama und die Entwicklung der Figuren bleibt bis zuletzt interessant.
Auf Deutsch oder Englisch wären mir die häufigen Dialoge wohl sprachlich etwas zu plump erschienen, im Französischen war ich jedoch sehr dankbar dafür. Manche Szenen sind, sofern kein gutes Französischkönnen verfügbar ist, jedenfalls nur sehr schwer verständlich (gerade bei den Erotikpassagen z.B. reichte mein Basisvokabular nicht aus). Die Figuren sind was ihre Beschäftigungen und Hobbies angeht fast ein bisschen klischeehaft amerikanisch und die traumatolgischen Erklärungen für ihre Charakterzüge wirken mir ein bisschen zu aufgesetzt. Ihre Entwicklung jedoch ist dafür im Verlauf der Geschichte, wie oben schon erwähnt, relativ spannend.
Sollte jemand weniger begeistert von Pferden sein wird das in diesem Buch nicht zum Problem, da diese hauptsächlich als Hintergrundhandlung genützt werden. Eine gewisse Sattelfestigkeit im Französischen ist jedoch wärmstens zu empfehlen! Die folgende Leseprobe gehört da nämlich zu den leichtesten Abschnitten:
"-On a attendu le klaxon, et tout s'est précipité. Pilgrim a fait face au poids lourd. C'était dingue, on aurait dit qu'il ne voulait pas le laisser faire. Il ne voulait pas laisser ce grand monstre nous faire du mal. Il était prêt a combattre. Combattre un quarante tonnes, rien que ca...! Il était vraiment décidé, je l'ai bien senti. [...]"**
*Bild von http://www.livre-occasion-ancien.com/lhomme-qui-murmurait-a-loreille-des-chevaux-p-552.html
**Nicholas Evans: L'homme qui murmurait à l'oreille des chevaux. Edition Albin Michel: 1996, S. 247
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Titel: L'homme qui murmurait à l'oreille des chevaux
Autor: Nicholas Evans
Sprache: Französisch
Taschenbuch: 437 Seiten
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