Mittwoch, 20. Juni 2018

Dämonengrab [Rezenion]

Da liest man jeden Abend brav vor sich hin und dennoch scheint sich in meinem Lesebetrieb aktuell kaum etwas zu bewegen. Ich glaube die großen Kampflesephasen sind eindeutig vorüber. Aber darauf kommt es ja natürlich nicht an und die Geschichten lassen sich natürlich auch in langsamem Tempo genießen.


Inhalt:


Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe eines alten Dorfes nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet …

Mistys Meinung:


Lange habe ich die Fantasy gscheut, aber nun bin ich wieder mit großem Interesse für neue Welten offen. Da kam mir diese Dark-Fantasy von Jörg Benne wirklich gerade recht und hat meine wiedergekehrte Freude an diesem Genre eindeutig unterstützt.

In anderen Bewertungen habe ich wiederholt gelesen, dass diese Geschichte besonders für RPG Fans geeignet sei und wenn ich dieser Aussage auch zustimmen kann, denke ich trotzdem dass dieses Buch sich auch sehr gut für Einsteiger in das Genre generell eignen würde. So findet sich zwar eine bunt gemischte Heldentruppen mit unterschiedlichen Charakteren à la Magier, Dorfjungen, Diebin etc. wider und der Abstieg in die verschüttete Ruine erinnert klar an Dungeon Abenteuer. Das lässt D'n'D und DSA Spieler natürlich freudig die Hände reiben, aber der flüssige Schreibstil und die kurzweiligen Kapitel sind sicherlich auch für Neulinge gut geeignet.

Generell konnte ich es sehr genießen, dass man hier eine High-Fantasy Welt auf knappem Seitenraum geboten bekommt, die sehr gut auch ohne die üblichen ausgedehnten Einführungen auskommt. Keine ellenlangen Chroniken, keine pingeligen Kreaturbeschreibungen, die Geschichte geht einfach ihren Weg und der Leser wird  en passant mit Details zu der Welt Nuareth gefüttert, ohne dass er sich selbst durch mehrere hundert Seiten Abschweifungen beißen müsste. Eine gelungene Abwechslung, die sicherlich nicht nur eingefleischten Dungeon Nerds zugute kommt.

Die Story an sich ist wie erwähnt recht kurzweilig und die verschiedenen Handlungsstränge werden gut auf die vielen Figuren verteilt. Einzig die vielen fantasytypischen Namen auseinander zu halten war eine kleine Herausforderung für mich - mein Namensgedächtnis lässt mich nicht nur im realen Leben gerne im Stich. Die Gruselatmosphäre bleibt bei einer verlassenen Tempelruine voller dunkler Stollen aber natürlich nicht aus und ich war damit sehr gut unterhalten. Sinnloses Gemetzel ist übrigens keines zu erwarten, somit darf man als Leser durchaus auch ein paar zarte Saiten zeigen.

Oh, und zuletzt lässt sich sagen; es handelt sich bei diesem Buch um einen dieser vom Aussterben bedrohten und begehrten Einzelbände innerhalb des Genres. Zwar gibt es weitere Bände vom Autor, die in dieser Welt spielen, diese Geschichte ist aber abgeschlossen. Na wenn das mal kein Grund ist ,gierig wie ein Dämon auf Seelensuche, zu diesem Buch zu greifen!

Fazit:


Ein schön schlankes Fantasyvergnügen, das definitiv für kurzweilige Unterhaltung sorgt und auch für Einsteiger in das Genre verlockend sein könnte.

Vielen Dank an den Mantikoreverlag für dieses Rezensionsexemplar!
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Titel: Dämonengrab
Autor: Jörg Benne
Verlag: Mantikore
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 330 Seiten

Kommentare:

  1. Hallo :)
    freut mich sehr dass dir da Buch auch gefallen hat. Werde dich auch mal bei mir verlinken wenn das ok ist? Die Geschichte hat mich auch gut gefallen und ich fand auch das Ende etwas überraschend und untypisch. Sowas mag ich ;)

    LG

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    1. Hi :)

      klar, verlinken immer gern! Mir hat das Ende auch sehr zugesagt und ich fands ebenso gelungen, dass das mit Ordo unerwartet kam :) Ist man sonst bei einer Hauptfigur nicht gewöhnt, aber umso besser!

      Liebe Grüße!

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