Sonntag, 7. Juni 2015

Leseliste Mai [Statistik]

Ja, mit der steigenden Temperatur schleicht sich auch die Lese- und Bloggerunlust in meinen Alltag ein. Wirklich verärgert bin ich außerdem über meine Überheblichkeit zu Jahresanfang, da ich 60 Bücher für meine Jahreschallenge festgelegt habe, wiewohl mir hätte klar sein müssen, dass ich eine solche Zahl an Bücher neben einem Vollzeitjob eben nicht schaffen werde. Letztes Jahr habe ich dieses Ziel zwar erreicht, jedoch stand mir da noch um einiges mehr Freizeit zur Verfügung. Ich habe mich jedes Monat wirklich sehr bemüht, aber trotzdem wird die Zahl an Büchern, die ich "behind schedule" bin stetig höher. Die Frustration darüber regt nicht gerade zum Lesen ein. Nun jedoch erstmal zum Mai.


 


















  • Thomas Harris: Roter Drache
  • Kai Meyer: Die Alchimistin
  • Jim Butcher: Codex Alera (1: Die Elementare von Calderon)
  • Wolfgang Herrndorf: Tschick
  • Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt  

  • Gelesene Bücher: 3
  • Gelesene Seiten: 1597
  • Gelesene Seiten/Tag:  50

  • Hörbucher: 2
  • Gehörte Stunden: 11h 15min

  •  SuB-Stand: 60 - 2
  • Neuzugänge: 1
  • Aktueller SuB-Stand: 59

Hörbücher waren bei mir auch im Mai wieder sehr beliebt und diese habe ich auch recht schnell nebenher konsumiert. Sowohl Das Rosie Projekt als auch Tschick waren große Highlights, die mich beide auf unterschiedliche Weise sehr amüsiert und gut unterhalten haben.

Rein lesetechnisch habe ich dieses Monat sogar nur drei Bücher geschafft, wobei ich mich beim letzten sogar noch ziemlich bemüht habe es im Mai abschließen zu können (und somit eine Woche lang extra wieder früher aufgestanden bin). Rein inhaltlich haben mir aber alle drei recht zugesagt.

Die Elementare von Calderon war nach anfänglichen Schwierigkeiten ein spannendes High Fantasy Leseerlebnis, das mich definitiv dazu angeregt hat auch die weiteren Bände diese Reihe lesen zu wollen. Auch bei Die Alchimistin hatte ich in den ersten Kapiteln so meine Schwierigkeiten, da einige Vorgehensweisen der Figuren unlogisch und kaum nachvollziehbar wirkten, dennoch konnte mich die Geschichte in Summe für sich begeistern. Roter Drache hingegen fand ich durchgehend stimmig und habe die Handlung aufgeregt verfolgt, wenngleich ich wegen des Filmes bereits wusste wohin sie sich entwickeln würde.

Trotz der wenigen Bücher war dieses Monat ein voller Bucherfolg für mich und ich kann ein jedes davon empfehlen (inklusive der Hörbücher!). Der Juni hat bisher eher dürftig angefangen und ich weiß nicht die zwei Wochen Urlaub, die ich bald haben werde etwas daran ändern können. Die frühen Sommermonate waren eigentlich noch nie besonders gut für meine Leselaune.

Allen anderen aber viel Erfolg und Motivation!

Dienstag, 2. Juni 2015

Gemeinsam Lesen #24 [Aktion]

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2015/06/gemeinsam-lesen-41.html#more

Heute nehme ich mir seit langem mal wieder ein wenig Zeit, um wieder einmal gemeinsam zu lesen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

 
Ich lese jetzt Hannibal und bin auf Seite 42.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


"Der Raum, in dem Mason sein Leben zubringt, ist ruhig, hat aber seinen eigenen gedämpften Pulssschlag, das Zischen und Ächzen des Sauerstoffapparats, der es ihm erlaubt, Atem zu schöpfen."

 

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)


Ich lese dieses Buch gerade direkt im Anschluss an Roter Drache, welches mir wirklich sehr gut gefallen hat. In diesem hatte Hannibal Lecter ja nur eine Nebenrolle und ich bin gespannt wie die Handlung funktioniert, wenn er nun Gelegenheit hat einmal selbst in den Vordergrund zu treten. Bisher gefällt mir das Buch rein vom Schreibstil her allerdings nicht so (Warum ist -siehe Leseprobe oben- soviel im Präsens geschrieben?), aber ich habe ja gerade erst begonnen.

 

4. An welchem Ort befindest du dich in deinem aktuellen Buch? Würdest du gerne mal dorthin reisen und was würdest du dort unternehmen?


Soweit ich weiß halten sich die meisten Hauptfiguren in Quantico (dank Wikipedia weiß ich, das befindet sich in Virginia) auf. Ich habe mich noch nie genauer über Virginia schlau gemacht aber wenn man es weiter ausweitet würde ich gerne mal wieder in die USA fahren/fliegen. Das letzte Mal war ich erst 7 Jahre alt - zwar habe ich noch immer einen Haufen schöner Erinnerungen, aber die würde ich gerne auf eigene Faust auffrischen. Vermutlich wäre dies das erste Land in dem ich mir ein Auto mieten würde, um alles erkunden zu können.

Sonntag, 31. Mai 2015

Roter Drache [Rezension]

Diese Woche habe ich mich wieder ziemlich am Riemen gerissen, damit ich es trotz zusätzlicher Arbeitstage noch schaffe ein Buch für den Mai auszulesen. Da SuB-Abbau-technisch aktuell Reihen auf dem Programm standen habe ich dazu entschieden mich wieder einmal meinem liebsten literarischen Straftäter zuzuwenden. Es wurde ohnehin schon zeit nach Das Schweigen der Lämmer ein weiteres Buch über Hannibal Lecter zu lesen.


Inhalt:


Eigentlich möchte Will Graham, nachdem es ihm gelungen ist den Serien-Mörder Hannibal Lecter zu schnappen keine Fälle solcher Art mehr annehmen und zieht sich daher in Haus am Strand zurück. Als ein weiterer scheinbar wahnsinniger Mörder sein Unwesen treibt, um an Vollmondnächten ganze Familien zu ermorden erklärt sich Graham schließlich bereit bei den Ermittlungen zu helfen. Dabei gerät er jedoch selbst schnell in das Schussfeld des Mannes, der nach einem weiteren Mord an einem Journalisten bald als "Roter Drache" in den Medien bekannt wird.

Mistys Meinung:


Diese Reihe rund um Hannibal Lecter ist eine der wenigen Fälle, da ich die die Filme seit Jahren kenne und die Bücher erst noch "nachlesen" muss. Damit habe ich eigentlich sehr lange gewartet und erst kürzlich Das Schweigen der Lämmer von meinem SuB gekramt, welches ich gerade dank meiner guten Erinnerung an den Film sehr genießen konnte. Roter Drache hingegen habe ich soweit ich mich erinnern kann nur einmal gesehen und ich hatte die Handlung nurmehr sehr grob vor Augen und war mir bei Dingen auch nicht sicher, ob ich diese nicht mit anderen Filmen verwechselte.

Während des Lesens fielen mir viele Passagen und Wendungen wieder ein, was ich soweit eigentlich recht spannend fand, obwohl ich dadurch natürlich viele der Spannungshöhepunkte bereits vorraus sagen konnte. Trotzdem fieberte ich sehr mit den Figuren mit und konnte mich ehrlich gesagt gar nicht entscheiden, ob ich eher mit den Ermittlern oder dem Mörder sympathisieren sollte. Thomas Harris lässt den Leser nämlich von Beginn über Letzeren wissen und sorgt auch für viele Einblicke in dessen Persönlichkeit und schwierige Vergangenheit. Dadurch kommt man irgendwie gar nicht umhin sich zu wünschen, dass er nicht geschnappt wird.

Der Schreibstil ist wie auch in Das Schweigen der Lämmer soweit solide und dem Genre entsprechend kurz und prägnant, ohne poetische Ausschweifungen. Allerdings fielen mir in diesem Buch einige Tippfehler und vergessene Buchstaben auf, was ich immer ein wenig lästig finde. Recht interessant hingegen war es die mittlerweile doch recht überholten Ermittlungsmethoden -gerade im medizinischen Bereich- zu verfolgen und selbst als Laie erkennt welch riesige Fortschritte gemacht wurden. Das Buch erschien 1981 und es ist doch recht markant, dass viele Forgehensweisen des Täters heute nicht mehr möglich wären, ohne dass sie ihm dank DNA-Überprüfung etc. sofort auf die Schliche kämen. Gerade ein solcher Unterschied macht einen Krimi/Thriller wie diesen aber umso lesenswerter.

Hannibal Lecter bekommt seinen Auftritt in diesem Buch übrigens nur wenig am Rande, daran störte ich mich jedoch gar nicht, die auch die anderen Figuren ausreichend interessant sind und für genug Lesematerial sorgen. Witzig jedoch, dass die Reihe um Lecter in diesem Buch ihren Anfang nahm, da er selbst nur ganz am Rande und in sehr kurzen Rückblicken erwähnt wird. Auch dieser Umstand, dass die Geschichte um ihn sich nur Stück für Stück entwickelt hat macht diese Reihe zu etwas Besonderem im Vergleich zu jenen welche von vornherein auf eine fixe Trilogie oder Reihe festgelegt werden.

Fazit:


Wieder eine sehr spannende und in vielerlei Hinsicht interessante Geschichte von Thomas Harris, die mich nebst Lecter mit einem weiteren literarischen Bösewicht sympathisieren ließ.

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Titel: Roter Drache
Autor: Thomas Harris
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 464 Seiten
Reiheninfo: Band 2/4 der Hannibal Lecter Reihe

Sonntag, 24. Mai 2015

Die Alchimistin [Rezension]

Da gibt es einfach diese Bücher, die möchte man unbedingt sofort und ohne Wartezeit haben. Dann kauft man sie sich in einem Haufen anderer Bücher mit selben Wert und ein Jahr später denkt man sich dann, dass man sie jetzt wirklich einmal lesen sollte. Es vergeht ein Jahr und man denkt sich abermals, dass nun wirklich die Zeit gekommen wäre....usw. Ich habe ja zu meiner Schulzeit extrem gerne Kai Meyer gelesen und war damals sehr betrübt, dass Die Alchimistin als vergriffen galt...als dieses Buch dann dank der Fortsetzungen wieder aufgelegt wurde habe ich natürlich sofort zugeschlagen. Dennoch wurde es zu einer Uraltleiche meines SuBs und lag nun tatsächlich seit 2012 angestaubt umher...



Inhalt:


Christopher verbringt die ersten 17 Jahre seines Lebens in einem Waisenhaus und ist erstaunt, als er dann unerwartet noch adoptiert wird. Seine neue Stiefmutter Charlotte Institoris holt ihn ab und Christopher ist überrascht von dem abgelegenen Schloss, dass von nun an seine Zuhause sein wird. Doch bald stellt er fest, dass die anfängliche Idylle, welche Charlotte vorzugeben versuchte, von vielen merkwürdigen Begebenheiten gestört wird. So zeigt sich sein neuer Vater Nestor Institoris kaum außerhalb seiner Studierstube, sein Stiefbruder trägt blutgetränkte Verbände und seine hübsche Schwester Aura straft ihn aus unerfindlichen Gründen mit Verachtung. Als Christopher versucht in die Kammern seines verborgenen Stiefvaters einzudringen spitzen sich die merkwürdigen Umstände weiter zu.

Mistys Meinung:


Nun, wie bereits mehrmals erwähnt und auch anhand meiner vielen Rezensionen ersichtlich, war Kai Meyer in meinem Leseleben sehr viel vertreten. Dabei konnte ich regelrecht die Entwicklung seiner schriftstellerischen Kenntnisse verfolgen und war meist recht zufrieden, da ich finde, dass er sich kontinuierlich gesteigert hat. Da dieses Buch ja erstmals 1998 erschienen ist gehört es in dieser Tradition natürlich zu den früheren Werken, wo ich seinen Stil als noch nicht so ausgereift empfand.

Dieses Buch wurde zwar in der Wiederauflage vollständig vom Autor überarbeitet, allerdings finde ich trotzdem, dass man es der Geschichte anmerkt, dass sie quasi aus der "Frühphase" seiner Autortätigkeit stammt. Möglicherweise hat auch gerade die Überarbeitung für ein wenig Durcheinander gesorgt - dafür fehlt mir jedoch der Vergleich. Jedenfalls fielen mir gerade zu Beginn des Buches einige Verhaltensweisen der Figuren auf, die ich als Leserin nicht wirklich nachvollziehbar finde und vom Autor recht schwach oder gar nicht begründet werden. Es fällt mir schwer Beispiele anzugeben, welche nicht gleichzeitig entscheidende Spoiler für die Handlung enthalten, also werde ich mich lediglich an jenes halten, das auch aus dem Klappentext ersichtlich ist. Der 17-jährige Christopher wird von Charlotte Institoris adopiert, allerdings wird nie wirklich erwähnt, weswegen sie dies tut. Sie hat zwei leibliche Kinder und einen weiteren Adoptivsohn in diesem Alter und die Familie scheint ohnehin an sich selbt zu zerbrechen. Zudem besteht sie im Waisenhaus darauf, dass es ein älteres Kind sein sollte. An christlicher Nächstenliebe mangelt es ihr im weiteren Handlungsverlauf ein wenig, insofern ist diese Vorgehensweise ein wenig merkwürdig, da hätte ich mir als Leserin doch eine Begründung gewünscht und wenn diese nur gewesen wäre, dass sie wegen der beständigen Abwesenheit ihres Mannes mehr Kinder um sich haben möchte. Derer seltsamer Vorgehensweisen gibt es dann doch einige im Verlauf der Handlung und ich diese fand ich doch recht verwirrend.

Manche Ungereimtheiten klärten sich im Laufe der Geschichte auf, einige blieben jedoch bestehen und daran merkte man doch recht stark, dass diese Geschichte noch nicht so ausgereift ist wie die meisten seiner späteren Bücher. Trotzdem konnte ich nicht umhin mich von der Geschichte fesseln zu lassen. Die düstere Umgebung und viele unheimliche Vorgänge auf Schloss Institoris sorgen für eine besondere Stimmung während des Lesens und konnten mich auch überzeugen. Mit dem Thema Alchimie und geschichtlicher Hintergründe sorgt der Autor außerdem wieder für interessantes Hintergrundmaterial und auch dadurch wird die Geschichte zu kurzweiligem Lesestoff.

Auch das Talent für interessante und ungewöhnliche Figuren zeigt Kai Meyer bereits in diesem Buch, unter anderem durch die Figur von Gillian. Durch die Einflechtung der Tempelritter erinnerte mich ein Teil der Geschichte an das Buch Herrin der Lüge, welches ich persönlich sehr schätze und begeistert gelesen habe. Gerade die geschichtlichen Rückblicke, die es auch hier gab, werteten das Geschehen dann nochmals auf. Insofern war es für mich trotz der vielen Ungereimtheiten ein ziemlich spannendes Lesevergnügen, das ich auf jeden Fall sehr genossen habe.

Fazit:


Trotz vieler Ungereimtheiten, die bis zuletzt vom Autor nicht aufgeklärt werden, ist dieses Buch dank der interessanten Thematik und vielschichtigen Figuren ein spannender Auftakt. Kai Meyer Fans sollten es daher trotz der Mängel nicht verpassen!

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Titel: Die Alchimistin
Autor: Kai Meyer
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 510 Seiten
Reiheninfo: Band 1/3 der Alchimisten Trilogie