Sonntag, 23. November 2014

Der Wolkenatlas [Rezension]

TADA! Welch toller Moment in diesem Lesejahr, ich habe nämlich bereits meine Jahreschallenge von 60 Büchern abschließen können und zwar mit diesem Buch. Auch wenn ich im restlichen November und Dezember noch weitere Bücher lesen werde empfinde dieses Werk als großartiges Finale!

Inhalt:


Kritik an der Gesellschaft und Zivilisation im allgemeinen lässt sich zu jedem Zeitpunkt der Geschichte finden, wobei auch diese Erzählung verschiedene Zeitalter durchläuft. Dabei erstellt sie jedoch wundersame Verknüpfungen zwischen den Charakteren, die sich in recht unterschiedlichen Welten auf ihre Weise durchschlagen.

Mistys Meinung:


Nun, mein Inhalt wirkt definitiv sehr sehr grob, allerdings möchte ich wirklich nicht mehr dazu sagen, denn ein jeder Leser sollte dieses Buch auf seine Art kennen lernen, am besten ohne vorher beeinflusst zu werden. So trat auch ich an dieses Buch heran, ich wusste lediglich, dass ein anderer Blogger es nebst Der Schatten des Windes als sein Lieblingsbuch nannte. Jemand der mein Lieblingsbuch so schätzt, dem musste ich einfach vertrauen und las daher nicht einmal den Klappentext von Der Wolkenatlas.

Ein wunderbares Abenteuer, so unwissend an diese Geschichte heran zu treten. Der Schreibstil sagte mir sofort zu und ich fand die ersten Seiten soweit recht passabel. Doch dieses Buch hatte noch soviel mehr zu beiten und so überraschte und verwirrte mich der Übergang zum nächsten Kapitel enorm und ich blätterte auch gleich einmal verwirrt durch das Buch um mich zu orientieren. Jedes Mal wenn ich glaubte, dass ich plötzlich einen Teil vor mir hätte, der mich dieses Mal nicht interessieren würde konnte mich der Autor nach wenigen Seiten überzeugen und so schätzte ich sogar die dystopischen Anteile dieses Werks. Das mag bei meinem Unwillen gegen dieses Genre wirklich was heißen! Im Gegenteil, auch diese Kapitel konnten mich sehr gut überzeugen und reihten sich perfekt in den Gesamttext ein.

Im Laufe der Handlung, je nach Figur wechselt der Autor zudem nicht nur die Gattung sondern zugleich auch extrem den Schreibstil, wobei dieser immer sehr gelungen ist. Dabei sorgt er zugleich für heitere Wortwitze als auch für traurige und tiefsinnige Kommentare. Ein großes Kompliment geht jedoch auch an den Übersetzer, der dafür sorgt, dass die rein sprachlichen Elemente auch im Deutschen glänzen! Gerade im mittleren Teil des Buch muss dies einiges an Feingefühl abverlangt haben - mehr möchte ich nicht sagen, um Spoiler zu vermeiden.

Um die Verknüpfen und Hinweise der Erzählung zu verstehen braucht es ein wenig Konzentration beim Lesen, eine "Nebenher"-Lektüre ist dieses Buch also gewiss nicht, aber mich konnte es ohnehin so fesseln, dass ich damit nie ein Problem hatte.

Fazit:


Ein herrliches Stück Belletristik, das ich wirklich sehr gerne weiterempfehle! Sprachlich perfekt, witzig und zugleich auch recht kritisch.

-----------------------------------------------------
Titel: Der Wolkenatlas
Autor: David Mitchell
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 667

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    unfassbar das diese Rezension schon von November ist und ich sie noch immer nicht gelesen habe, obwohl ich es die ganze Zeit wollte.

    Ich glaube, mich würde das nervös machen ein Buch zu lesen ohne den Klappentext zu lesen. Ich muss wenigstens ganz grob wissen worum es geht :D

    Es klingt aber wirklich nach einem tollen Buch, ich hab es jetzt auch schon öfter gesehen. Mal schauen wann ich es lese.

    Grüße,
    Julia

    AntwortenLöschen