Freitag, 2. Dezember 2016

Gelesen im November [Statistik]

Eigentlich hätte ich im Dezember nicht so schnell damit gerechnet, es wieder zum Bloggen zu schaffen, aber nebst einigen Büchern dürfte ich meine Nase etwas zu nah in Bakterien gesteckt haben, jedenfalls habe ich mich eine ordentliche Erkältung eingefangen und bin nun ans Bett gefesselt. Mit ein wenig Anstrengung nehme ich mir daher die Zeit für einen Monatsrückblick.




  • Jennifer L. Armentrout: Lux Beginnings (Obsidian+Onyx)
  • Sarah J. Maas: A Court of Thorns and Roses
  • Morten A. Stroksnes: Das Buch vom Meer
 
  • Gelesene Bücher: 3
  • Gelesene Seiten: 1588
  • Gelesene Seiten/Tag: 52

Vorneweg: Man möge das eBook ignorieren, ich habe es im November nicht mehr beenden können, musste aber das Foto vorneweg schießen, da ich gleich zwei dieser Titel hergeborgt habe. Dennoch habe ich eigentlich 4 Bücher gelesen, da dieser opulente Lux-Band gleich den ersten und den zweiten Teil enthält, die ich vernünftigerweise auch separat rezensiert habe (und zwar hier und hier). Vernünftig insofern, da ich vom ersten Teil wirklich begeistert war, der zweite hingegen schon ein ordentlicher Dämpfer war. In meiner Gier habe ich mir aber ohnehin schon die restlichen drei Teile besorgt und werde wohl bald erfahren, ob ich diese Reihe wieder loben darf.

Sehr unterhaltsam und auf seine Weise auf jeden Fall ziemlich außergewöhnlich war Das Buch vom Meer. Ich denke nicht, dass mir überhaupt schon einmal eine derartige Konstellation aus Sachbuch und fiktiver Geschichte in die Hände gefallen ist und ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen. Sobald ich wieder halbwegs auf den Beinen bin werde ich eine Rezension verfassen.

Im November habe ich nun Instagram für mich entdeckt und sogleich gute 100 Bookstagramer aboniert, die mir einen Haufen Bücher schmackhaft gemacht haben, darunter auch A Court of Thorns and Roses, das ich zeitweise ebenso wenig aus der Hand legen wollte wie Obsidian. Gegen Ende hin fiel es zwar wieder ein wenig ab, aber hier freue ich mich auch wirklich schon sehr auf die Fortsetzung und gedenke ebenfalls eine positive Rezension zu verfassen.

Alles in allem war ich im November für meine Verhältnisse wieder sehr leseaktiv und gedenke auch im letzten Monat des Jahres noch einige buchige Abenteuer zu bestehen (sobald ich wieder mehr als 10 Seiten lesen kann, ohne dass mir die Augen vom Fieber brennen *selbstbemitleide*).

Allen anderen aktiven Bloggerfeen da draußen ebenso einen wunderbaren Lesemonat und eine hoffentlich schöne Weihnachtszeit!

Sonntag, 20. November 2016

Onyx [Rezension]

Kurz bevor mich das Weihnachtsgeschäft verschlucken wird (ist dieses Jahr der Erste Advent doch schon im November) möchte ich  noch ein paar Blogbeiträge verfassen. Dann wird ihn wohl der alljährliche Winterschlaf erfassen und erst wieder nächstes Jahr so richtig erwachen. Buchmäßig ist meine Freizeit jedoch momentan noch wundervoll ausgeschmückt und so hätte ich noch einige Rezensionen in petto.


Inhalt:


Achtung Spoiler!

Nach der anfänglich etwas holprigen Kennenlernen von Daemon und Katy gestehen sich die beiden ein, dass sie etwas füreinander empfinden, dennoch bleibt sie abweisend. Redet sie sich doch ein, dass ihr Alien-Anwärter von Beginn an charmanter hätte vorgehen sollen. Dass ein neiner Schüler auftaucht, der ebenfalls Interesse an ihr bekündet erleichtet die Angelegenheit nicht wirklich und auch dass sie selbst übernatürliche Kräfte zu entschwickeln scheint trägt zu weiterem Chaos bei.

Mistys Meinung:


Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und einen zweiteiligen Jugendbuchroman definitiv einzeln rezensieren. Gut, dass ich so vorgegangen bin, denn dieser zweite Teil der Reihe ist schonmal ein ganz anderes Kaliber als der erste, den ich wirklich recht unterhaltsam gefunden habe. Hier konnte ich -wie mancher merken möge- nicht einmal so recht bei der Inhaltsangabe zusammen reißen (bereits hier mag manche Formulierung ein wenig sticheln).

Nun gut, aber nun direkt zum Buch: wie erwähnt fand ich Obsidian wirklich gelungen und es hat mich definitiv dazu animiert es schnell lesen zu wollen. Die Konfrontationen zwischen Deamon und Katy fand ich zumeist erbaulich und sie hatte sicherlich ihren Reiz. Allerdings habe ich bereits befürchtet, dass auch die Folgebände sich alleine auf das Auf-und-Ab der beiden konzentrieren würde und voilà genau das war der Fall. Banal gesagt mag ich keine Pärchen deren Verbindung sich dadurch erhält, dass sie ständig aneinander geraten, weder im echten Leben noch in Büchern. Das erste Kennenlernen der beiden ist vorbei, dennoch wissen sie nicht wohin mit sich, obwohl sie sich heimlich begehren wie den Stein der Weisen. Aber mangelnde Kommunikation und ausreichend Eifersüchteleien dehnen sich wirklich über sehr viele Seiten hin und das dämpfte meinen Lesegenuss wirklich. Zudem wusste ich nicht so recht, was ich von dem Dreiecksspiel halten sollte, aber irgendwie musste wohl von außen ein wenig Wind in den Plot, was für mich nicht ganz gelungen ist.

Trotzdem positiv erwähnenswert finde ich die Hauptfigur Katy selbst. Zwar fand ich die Kämpfe zwischen ihr und ihrem Lover wirklich ermüdend, aber sie als Figur weiterhin sympathisch. Und was mich auch in diesem Band durchhalten hat lassen war ihre witzige Sprache, die sicherlich im Englischen weit besser heraus kommt als in den Übersetzungen und ich bin sehr sehr froh, dass ich sie im Original begonnen habe.

Ebenfalls grundsätzlich interessant fand ich die Tatsache, dass Katy selbst beginnt übernatürliche Kräfte zu entwickelt, die nach einer Heilung von Daemon auf sie über gegangen sind. Damit tritt sie ein wenig aus dem üblichen Paranormal-Schatten, der das schwächere menschliche Glied automatisch zum beschützenswerten Objekt macht. Hätte ich ein wenig mehr Kämpfe gegen Arum und weniger zwischen den bekommen wäre das sicherlich kurzweiliger gewesen. Ich hoffe sehr, dass sie die Folgebände ein wenig mehr darauf konzentrieren werden, denn ich werde ihnen auf jeden Fall noch eine Chance geben.

Fazit:


Definitiv kein Höhenflug mehr wie der Vorgängerband und leider sogar ein ziemlicher Dämpfer in meinen Augen. Darauf hoffend, dass die Reihe sich wieder ein wenig mehr vom Teenie-Drama wegbewegen möchte hoffe ich auf den nächsten Teil.

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Titel: Onyx
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Teen
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 2/5

Montag, 14. November 2016

Angélique [Rezension]

Wer meine Bibliothek aufsucht, um längst vergessene Schätze auszugraben für den habe ich mit diesem Goldstück auf jeden Fall gut vorgesorgt. Diese im Französischen immerhin 13teilige Reihe dürfte wohl einst auch im deutschsprachigen Bereich recht verbreitet gewesen sein (so oft wie ich auf einzelne Bände davon auf Flomärkten und in der Büchertankstelle stoße). Auf jeden Fall aber umfasst dieser Band im Deutschen gleich Teil 1 und Teil 2 und ist mit seinen knackigen 800 Seiten eine etwas längere Zeitreise.


Inhalt:


Angelique de Sancé wächst als verarmte Adelige im Poitou auf und erfährt zunächst nur am Rande von den Ereignissen des königlichen Hofes. Erst als sie jung mit dem reichen Grafen Peyrac verheiratet wird, den sie zunächst noch von sich stößt, wird sie unerwartet in die Intrigen und Machtkämpfe rund um Ludwig XIV hineingezogen. Für sie entbrennt ein gefährlicher Kampf um persönliche Vorteile, Liebschaften und auch um das eigene Leben.

Mistys Meinung:


Allein vom Cover und vom Titel her hätte ich geglaubt genau zu wissen welch kitschigen historischen Frauenroman ich da in Händen halte. Während des Lesens jedoch blieb mir mindestens ein dutzend mal die Spucke weg. Klar hat diese Geschichte einige romantische Einschläge, vor allem was das betörende Aussehen der Hauptfigur anbelangt, aber vielmehr sind die restlichen Einschläge brutaler Natur. Dieses Buch ist nämlich das Game of Thrones Frankreichs im 17. Jahrhundert.

So fallen dem brutalen Kampf um die Gunst des Königs nicht nur reihenweise Figuren zum Opfer (und mit zum Opfer fallen meine ich sie werden gefoltert, gehängt, verbrannt, erstochen usw.) auch was die sexuellen Abgründe angeht kann Shades of Grey hier beschämt die die Lider senken. Die vielen Intrigen und Verwicklungen der einzelnen Figuren fand ich recht gelungen und sie werden über weite Teile auch recht realistisch gehalten. Ebenfalls recht gekonnt werden historische Fakten und Figuren in die Story verwebt und man merkt eindeutig dass dahinter sehr viele Stunden der genauen Recherche stehen. An die Zeit des Sonnenkönigs erinnere ich mich dank meiner Schulzeit vergleichsweise gut und ich fand es wirklich spannend an einige Details erinnert zu werden und andere wiederum zu lernen, die mir noch unbekannt waren.

Trotzdem merkt man an vielen Stellen sehr deutlich, dass es sich um ein fiktives Gespinst handelt, da verloren geglaubte Figuren an entscheidungsträchtigen Passagen wieder einen Auftritt bekommen, oder manchmal ein wenig überzeichnet werden um einer Situation mehr Dramatik zu verleihen. Das hat mich allerdings kaum gestört, hatte ich ja auch nicht vor mit einem rein historischen Abriss die Nachmittage zu verbringen. Einzig manch sexueller Abgrund hat mein Lesevergnügen insofern getrübt, da ich sehr schockiert war. So bin ich nicht wirklich leseprüde, aber einige Ausschweifungen waren doch sehr sadistischer bzw. masochistischer Natur und gerade in ihrer abwertenden Position Frauen gegenüber verstörend.

Natürlich hat ein solcher Wälzer auch seine Längen, ist doch nicht jede Seite mit Sex und Abenteuer gefüllt, aber mittlerweile komme ich mit längeren Beschreibungen eigentlich recht gut zu recht. Ich darf auf jeden Fall behaupten, dass ich eine gewisse Lesegeduld entwickelt habe. Jedenfalls aber wird von den zahlreichen Figuren auch auf die höfische Etikette, inklusive der verschiedenen Gewandungen wert gelegt, also dessen sollte ein jeder Neugierige gewahr sein.

Fazit:


Ein wirklich monumentaler Roman, dessen Plot ebenso überraschend wie brutal daher kommt und sehr viele Überraschungen positiver Natur für mich bereit gehalten hat. Man möge sich nicht vom Cover abschrecken lassen, diese Geschichte hat Feuer.

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Titel: Angélique
Autorin: Anne Golon
Verlag: Bertelsmann
Sprache: Deutsch
Reiheninfo: Band 1+2 / 13

Sonntag, 6. November 2016

Obsidian [Rezension]

Manche Bücher laufen mir einfach derart oft über den Weg im Internet, dass ich mich irgendwann tatsächlich von ihnen verführen lasse, obwohl ich mich ihrem Charme zuvor erfolgreich entzogen habe (und ja..bei Büchern ist eine solche Aussage vollkommen unbedenklich). Über diese Collector's Edition meines Wichtelgeschenks bin ich direkt hergefallen, habe zwar noch nicht beide Teile fertig gelesen, mich jedoch dazu entschlossen sie einzeln zu rezensieren. So wird zweimal dasselbe Cover zu sehen sein, aber auf die beiden enthaltenen Bücher werde ich einzeln eingehn.




Inhalt:


Nach ihrem Umzug in ein neues Heim ist Katy überrascht wie schnell es ihr gelingt wieder eine Freundschaft zu schließen, noch dazu mit ihrer gleichaltrigen, lebensfrohen Nachbarin. Dadurch verliert auch sogleich das neuanstehende Schuljahr seine Schrecken und Katy beginnt sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Allerdings steht der Bruder ihrer neuen besten Freundin ihrem Einleben im Wege und unternimmt mehrmals Versuche die Freundschaft zu unterbinden. Mit seinen Provokationen reizt er Katy bis zur Weißglut und dennoch gelingt es ihm nicht sie von seiner Familie und deren großem übernatürlichen Geheimnis fern zu halten.

Mistys Meinung:


Nun, ich habe versucht den Inhalt so wenig wie möglich "sappy" zu gestalten, möchte aber definitiv nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in diesem ersten Band Twilight all over again vorfinden. Alle Teenage-Phantasien des scharfen Bad Boys als Nachbarn, der noch dazu übernatürliche Fähigkeiten besitzt werden erfüllt. Aber ich möchte ein weiteres Mal ehrlich sein: dieses Buch hat mir extrem gut gefallen.

Wie jeder weiß scheue ich mich nicht davor meine Liebe zu wenig hochtrabender Literatur zu zeigen, aber bei YA Liebesgeschichten bin ich doch gerne einmal etwas verhalten, weil sie mich oft wirklich sehr nerven. Aber dieses Buch hatte es einfach in sich. Möglicherweise war es die ebenso natürliche wie humorvolle Sprache der Hauptfigur, die mir den Lesefluss geebnet hat, jedenfalls war ich vollkommen von der Geschichte eingenommen. Auch wenn die Story freilich nicht das Rad neu erfunden hat, kommt sie wie von selbst ins Rollen und ich habe in der Arbeit tatsächlich die Stunden gezählt, bis ich wieder nach Hause konnte um weiterzulesen (wobei ich mich knapp nach Mitternacht dazu zwingen musste wirklich nurmehr ein Kapitel zu lesen).

Von der Schwärmerei zurück zur Erde und einigen genaueren Beschreibungen. Die Hauptfigur ist bodenständig und sympathisch mit einer angemessenen Brise an Selbstironie. Das kennt man natürlich ausreichend aus dem Chick-Lit Genre, aber ihr Charakter hier bleibt jedenfalls glaubhaft. Daemon bekommt alles an Sexappeal und erotischer Verschlagenheit was gerade noch tolerierbar ist, aber auch ihn konnte ich als Gegenstück akzeptieren (und das fand ich doch überraschend, wird sonst ein solcher perfekter literarischer Lehmmann nicht geschickt genug geformt könnte ich mich stundenland echauffieren und ihn der Lächerlichkeit preisgeben). Die Konflikte der beiden bleiben reizvoll und sorgen sicherlich hauptsächlich dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt, um sie sich endlich näher kommen zu sehen. Die Autorin versteht es auf jeden Fall ihre Leser(innen, ja hier braucht man ein innen) auf die Folter zu spannen. Manche Handlungen und Reaktionen von Katy fand ich etwas überzogen und für die jeweilige Situation nicht wirklich passend, aber darüber habe ich hinweggesehen und sie häufen sich nicht wirklich.

Aber auch nebst der Liebesgeschichte, die einem unterhaltsamen Tauziehen gleicht, fand ich das übernatürliche Element sehr gelungen und auch spannend. In naturwissenschaftlicher Hinsicht muss man natürlich einige Augen zudrücken, aber wegen seiner Evidenz liest man ein solches Genre ohnehin nicht. Somit konnte ich diesen Teil in vollen Zügen genießen, obwohl ich ein wenig verhalten bin was den Folgeteil Onyx (und natürlich auch die drei weiteren Bände) betrifft, weil ich mir nicht sicher bin, ob mich die Unsicherheit ob ihrer Gefühle der beiden auf lange Sicht unterhalten können.

Das Englisch ist jedenfalls sehr unterhaltsam, gerade in Hinblick auf die vielen jugendsprachlichen Dialogausdrücke. Bei manchen Begriffen -gerade wenn es um den Zustandswechsel von Daemons Gestalt geht- musste ich doch ein wenig grübeln, bzw. sie nachschlagen, um dem Geschehen wirklich folgen zu können, aber ansonstigen sehr gut und flüssig zu lesen.

Fazit:


Ein wirklich gelungener Einstieg, der sogar mich überzeugen und in seinen Bann ziehen konnte. Wer dem Genre seine Eigenheiten zugesteht ist mit diesem Buch auf jeden Fall sehr gut unterhalten.

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Titel: Obsidian
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Entangled Publishing
Sprache: Englisch
Reiheninfo: Band 1/5

Dienstag, 1. November 2016

Gelesen im Oktober [Statistik]

Einmal kurz umgeblättert und schon war der Oktober auch wieder vorbei. Anders kann ich diesen Windhauch von einem Monat wirklich nicht beschreiben. Aber er hat gereicht um mich würdevoll in die Lesewelt zurück zu führen und so fand ich mich recht glücklich zwischen einigen altmodischen, aber ausgesprochen unterhaltsamen Seiten wider.



  • Patricia Shaw: Weites wildes Land
  • Anne Golon: Angélique
  • Benoît Sokal: Kraa - Weißglühendes Gewitter

  • Gelesene Bücher: 3
  • Gelesene Seiten: 1373
  • Gelesene Seiten/Tag: 45

Zwar wirkt meine Lektüreausbeute auf den ersten Blick ein wenig dürftig, doch habe ich einen wahren Seitenmarathon hinter mich gebracht. Allein Angélique war mit den knapp 800 Seiten in Ameisenschrift und den Bibelseitchen ein ordentlicher Ausdauersport. Selbst wenn ich an einem Tag für mehrere Stunden darin versunken bin, schien das Lesezeichen kaum weiter zu wandern. Aber ein Genuss waren diese beiden vergessenen Bücher auf jeden Fall.

Weites wildes Land war zwar in mancherlei Hinsicht ebenso kitschig wie ich es anhand des Covers erwartet hätte, doch in manchen Bereichen konnte es mich auf jeden Fall auch sehr positiv überraschen (hier gehts zur Rezension). Nachdem mich dieser Trivialbrocken wieder an meinen Leseeifer heran geführt hatte, versuchte ich mich sogleich an einem weiteren historischen Wälzer.

Nach kurzer Internetrecherche ließ sich von mir ermitteln, dass die Angélique Reihe von Anne Golon ganze 13 Bände umfasst, wobei die ersten beiden Bände im Deutschen zu einem wuchtigen Seitenmonster mutiert sind (also das genaue Gegenteil dessen was da so mit den Game of Thrones Bänden passiert). Mit dieser Info gewappnet tauchte ich sogleich in das Frankreich zur Zeit Ludwig XIV ein. Eine Rezension ist noch ausständig, aber dieses Buch hat mich wirklich mehrmals sehr mitgenommen, was die Schicksale der Figuren betrifft. Zugleich war ich wirklich begeistert was die historischen Infos, die wirklich geschickt verarbeitet werden, betrifft. Klar ist es inhaltlich auch schonmal profan, doch möchte ich es wirklich loben.

Zuletzt habe ich zwischendurch noch den dritten Teil der ausgesprochen gelungenen Trilogie Kraa gelesen und den Dreiteiler auch sogleich noch rezensiert (Rezension). Auch im Comicbereich hatte ich also mein Leseabenteuer und freue mich jetzt schon auf weitere Meisterstücke.

Trotz der Kürze also auf jeden Fall ein Wonnemonat an spannender Lektüre.

Montag, 31. Oktober 2016

Halloween Wichtelei: Auspackbericht [Aktion]



Everybody scream - in this town of Halloween. Seit jeher allergrößte Halloweenbegeisterte habe ich es mir in den letzten Jahren nicht nehmen lassen mich monatelang auf diesen Tag vorzubereiten und aufwändige Kostume zu nähen/kleistern/kleben/basteln/malen. Dieses Jahr ist das erste Mal seit Ewigkeiten, da ich neben der Arbeit einfach nicht die Ruhe gefunden habe mich entsprechend vorzubereiten. Der Tag ist allerdings trotzdem ein voller Erfolg geworden, dank der tollen Halloween-Wichtelei organisiert von Nana und meiner tollen Wichtelmama.


Vor einigen Tagen schon erreichte mich dieses tolle Paket und hat mich dank der Aufkleber schon mit Vorfreude hinsichtlich des 31. erfüllt. Doch brav wartend habe ich es zunächst beiseite gestellt und vorerst ruhen lassen. Auch die vielen Geister entsteigen ihren Gräbern erst geduldig des Abends an Halloween. Die Wartezeit hat sich aber auf alle Fälle gelohnt und ich wurde lesefürstlich beschenkt.


Die passend verpakten und wohlgemerkt zahlreichen Geschenkchen drohen zwar farblich mit meiner Bettwäsche zu verschwimmen, aber ich denke man erkennt noch ausreichend wieviele tolle Päckchen in meinem Päckchen enthalten waren. Nun konnte ich nicht mehr an mich halten auch unter das Papier zu blicken.


Nebst einer meiner absoluten Lieblingsschokoladen von Milka (Karamell natürlich!), die das Ende dieses Abends vermutlich nicht mehr erleben wird, fanden sich noch zahlreiche andere Kostbarkeiten. Als erstes entpackte ich die süßen Schäfchen Socken, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe. Abgesehen davon, dass bei mir aktuell eine Sockenkargheit herrscht (irgendwie haben alle derart viele Löcher, dass die Geister meine Zehen kitzeln könnten) finde ich sie ob ihrer Flauschigkeit und Öhrchen ganz entzückend. Das Eulennotizbuch und die Eulenservietten finden bei mir auf jeden Fall auch sehr gute Verwendung und ich stelle fröhlich fest, dass man definitiv niemals zuviele Eulendinge besitzen kann (mir sind übrigens genau vorgestern die letzten Eulenservietten ausgegangen - perfektes Timing hier wieder liebe Wichtelmama!).


Zuletzt nun die Treats, die man als Büchernarr besonders süß findet: Bücher. Hier wurde ich gleich königlich mit zwei meiner Wunschbücher beschenkt!  Nebst Nelli und der Nebelort, das ich als ganz besonders entzückendes Kinderbuch mit seinen Illustrationen unbedingt lesen wollte, habe ich auch noch eine tolle (mir bisher unbekannte) Collector's Edition von Jennifer L. Armentrouts Lux Reihe bekommen, die sowohl den Band Obsidian als auch Onxy enthält! In der Bloggerwelt hochgelobt und weitverbreitet wollte ich mich auch endlich an diese Reihe heran tasten und mit diesem tollen Band, der auch noch Bonusmaterial enthält bin ich wirklich perfekt aufgestellt (und würde am liebsten mein aktuelles Buch auf Eis legen, um sogleich damit beginnen zu können!). An dieser Stelle nochmals ein Doppeldank an meine liebe Bewichtlerin, die es sich zur erfolgreichen Aufgabe gemacht hat mein diesjähriges Halloween zu retten!

Eines meiner Geschenkchen kommt übrigens aus Frankfurt (so verrät es der beigelegte Brief), allerdings rätsle ich noch ob es sich dabei um Lux handelt oder das Eulenheftchen? Ich fürchte meine Wichtelmama muss mir hier die Lösung einflüstern.

Was die Tarnung meiner Wichtelfee betrifft möchte ich gerne lösen und tippe auf Carmen von  Carmens Bücherbistro

Alle gelegten Hinweise weisen auf deinen tollen Blog, den ich seit Anbeginn seiner Gründung gerne verfolgt habe und ich hoffe ich liege mit diesem Tipp richtig! Tausend Dank für dein tolles Paket und die vielen Geschenke!


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Kraa (1-3) [Rezension]

Wer hätte heute damit gerechnet, dass es bereits eine weitere Rezension geben würde? Am allerwenigstens eigentlich ich selbst, aber so ein Feiertag verschafft nebst ausführlichen Lesestunden auch eine gehörige Energie erneut kräftig in die Tasten zu hauen. Und für eine wundervolle Trilogie wie diese opfert man die freien Stunden gern.


Inhalt:


Der Jungadler Kraa ist nach dem Verlust seiner Eltern ebenso wie der eingeborene Waisenjunge Yuma auf sich allein gestellt. Es gelingt ihnen eine starke schamaniste Verbindung zu knüpfen, dank derer sie sich verständigen und gemeinsam auf die Jagd begeben. Zu ihrem Überlebenskampf gehört es auch sich den gierigen Siedlern zu stellen, die ihr Tal bedrohen und dabei sehnt sich vor allem Yuma nach einer Art der Rache, die einzig mit Blut vergolten werden kann.

Mistys Meinung:


Seit ungefähr einem Jahr interessiere ich mich sehr für die Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung Amerikas (oder auch Indianer, wie dem auch sei). Dabei bin ich sowohl für realistischere Berichterstattungen, als auch wildere, fiktive Märchen offen. Die Comic Trilogie Kraa hatte für mich dabei eine gute Mischung von beidem zu bieten und konnte mich sowohl durch die starken Bilder, als auch die traurige und mitunter blutrünstige Geschichte überzeugen.

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Gerne beginne ich wieder mit dem Stil der Bilder, die mich bei dieser Reihe gerade in ihrer Entwicklung von Band zu Band sehr begeistert haben. Zunächst erinnerten mich die klapprigen Mähren zu Beginn des ersten Bandes ziemlich stark an einen Western à la Lucky-Luke (und ich hatte Bedenken, ob mir dieser Stil über viele Seite hingweg gefallen würde) doch im Laufe der Geschichte scheinen sie sich ebenso zu verändern wie der heranwachsende Yuma und ließen keinerlei Beanstandung mehr von meiner Seite her zu.

Benoît Sokal versteht es wirklich meisterhaft die vorkommenden Tiere darzustellen, gleich ob es sich dabei um ihre Äußeres, ihre Bewegungen oder Gefühle handelt. Besonders den riesigen Adler Kraa fängt er mit all seiner Blutrünstigkeit perfekt ein und erzeugt eine stimmungsvolle Abfolge von Bildern. Aber auch Yumas seelische und körperliche Veränderung wird sehr toll widergegeben und im Lesefluss fiel mir der Übergang vom kleinen Jungen zum Erwachsenen kaum auf, so gut wird dieser in die Geschichte eingebettet.


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Was die Story selbst betrifft so nimmt sie sich einen sehr klassichen Ausgangspunkt: das Tal in dem Yuma und Kraa leben wird von der Raffgier einiger Städtler bedroht, die sich die Natur zu Untertan machen wollen, indem sie die Talenge vor der Stadt nützen wollen, um einen Staudamm zu errichten. Da der Eingeborerenstamm, dessen Mitglied auch der kleine Yuma ist diesem Vorhaben im Wege ist wird er kurzerhand von einigen grausamen Handlangern niedergemetzelt. Als einziger Überlebender schwört er sich Rache und die kommt dank seiner schamanistischen Fähigkeiten alsbald auf tödlichen Schwingen daher. Nebst dieser tollen, nicht ganz typischen Bruderschaft zwischen Mensch und Adler, finde ich auch Kraa für sich allein eine sehr spannende Figur. Er fungiert nicht nur als Akteur, sondern gewissermaßen auch als Sprecher, wenn zusätzlich zur Handlung Erklärungsbedarf für den Leser besteht. Seine Gedanken sind seinem tierischen Naturell entsprechend sehr pragmatisch aber sicherlich nicht frei von Poesie.

"Für die Bewohner des Tals bin ich der sichere Tod. Ich lese die Schwachen aus. Ich nehme sie aus der Welt und das kommt der Welt zugute."

Der Handlungsverlauf bleibt bis zuletzt brutal, doch ich muss sagen, dass ich diesen Hergang sehr genossen haben. Abgesehen davon, dass man nicht umhin kommt mit den ungerecht behandeltenden, leiden Hauptfiguren zu fühlen und Vergeltung für ihr Leiden zu fordern, finde ich einen Adler als Rächer ausgesprochen gelungen. Doch auch die Liebe bekommt ihren Platz in der Geschichte, wobei ich es ausgesprochen erholend fand, dass sie ein realistisches Auftreten erhält und frei von "deus-ex-machina" Problemlösungen bleibt. Auch die sonstigen Geschehnisse sind nicht immer vorhersehbar und weichen ein wenig von der üblichen Spannungskurve ab, was den Lesegenuss für mich noch weiter abgerundet hat.

Fazit:


Ein sehr gelungener Dreiteiler, der sowohl originelle wie auch klassische Elemente zu einer spannenden Geschichte vereint, die dank passender Bilder ein abgerundetes Leseerlebnis zu bieten hat.

Eine ausführliche Leseprobe gibt es hier.
 
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Titel: Kraa (1:Das verlorene Tal 2: Der Schatten des Adlers 3: Weißglühendes Gewitter)
Autor/Zeichner: Benoît Sokal
Verlag: Splitter
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgaben: 96, 64, 64
Reiheninfo: Band 1 - 3/3