Dienstag, 22. September 2015

Gemeinsam Lesen #25 [Aktion]

http://schlunzenbuecher.blogspot.co.at/

Da ich diese Woche wirklich überhaupt keine Ausrede finden kann, um NICHT "blogsozial" zu sein, beteilige ich mich heute gerne am gemeinsamen Lesen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese seit heute morgen Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll, bin daher erst auf Seite 15.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Die Recherchen über die Aktivitäten der Blum während der fraglichen vier Tage ließen sich für die ersten Tage gut an, stockten erst, als es den Sonntag zu erkunden galt."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 4. Hast du schon einmal selbst über das Schreiben von Büchern nachgedacht?

Ich befinde mich wie gesagt gerade mal auf den ersten Seiten, allerdings gefällt mir das Buch bereits jetzt sehr gut. Der Stil bzw. die inhaltliche Aufteilung gefällt mir ausgesprochen gut und ich finde diese Form der Berichterstattung sehr erfrischend und dank mancher Formulierungen auch witzig (ich kann noch nicht sagen, ob dies auch die Intention des Autors war). Ich denke aber, dass ich es recht schnell gelesen haben dürfte und somit schnell einem weiteren Klassiker frönen kann (aktuell hake ich wieder einmal einige Werke meiner persönlichen Liste ab)

4. Hast du schon einmal selbst über das Schreiben von Büchern nachgedacht?

Ja, allerdings. Der Beruf der Schriftstellerin gehörte zu einem meiner frühen Berufswünsche und ich habe im Alter zwischen 12 und 17 Jahren einigen kürzere und längere Erzählungen verfasst. Über 40 A4 Seiten bin ich aber nie hinaus gekommen. Spätestens mit Studienbeginn habe ich dann außerdem begriffen, dass meine Schreibversuche im Angesicht all der großen wunderbaren Autoren nichtig sind. Hört sich dramatisch an, hat mich aber nicht weiter belastet. Es gibt und gab wirklich bereits ausreichend Menschen, die für tollen Lesestoff sorg(t)en, ohne dass meine literarischen Ergüsse vonnöten wären.

Sonntag, 13. September 2015

Der Wörtersammler [Rezension]

Allerliebste Leserleins, ich hoffe ihr hattet eine angenehme Woche und könnt dessen Ende wieder ausreichend der angenehmen Lektüre widmen. Ich komme mit meinem Leseplan soweit recht gut voran, allerdings sollte ich demnächst wirklich einige dünnere Büchlein wählen, meist fällt meine Wahl nicht unter 600 Seiten aus. Mehrere Werke wie das vorliegende sollten meine Statistik jedoch retten können.


Inhalt:


In welchem Zusammenhang steht eine geheimnisvolle Japanerin, die ihre Liebhaber nach deren poetischen Fähigenkeiten auswählt mit einem Mann, der beruflich Bücher gegen Krankheiten und Sorgen verschreibt? Woher kennt dieser einen Kameraden, der aus Liebe zu seinem Großvater ein ganzes Land zum Narren hält? Wie gelingt es einem kleinen Jungen Wörter zu schmuggeln?

Mistys Meinung:


Ich habe den Inhalt absichtlich so knapp und ein wenig geheimnisvoll zusammen gefasst, da ich es bei diesem Buch besonders wichtig finde inhaltlich nichts voraus zu nehmen. Genau dieses Unwissen und auch die anfängliche Verwirrung machen bei dieser Geschichte nämlich einen großen Reiz aus.

Das ganze Buch besteht aus einzelnen Geschichten, die für sich stehen und dennoch irgendwie mit den anderen Geschichten und entsprechenden Figuren in Zusammenhang stehen. Die einzelnen Verknüpfungen zu erkennen erfordert ein wenig Konzentration und auch Phantasie. Phantasie ist in für dieses Buch grundsätzlich ein sehr gutes Stichtwort: Alle Handlungen und Figuren dieses Buches sind sehr phantasievoll beschrieben und in den meisten Fällen auch sehr extravagant bishin zu schräg. Die Ideen des Autors werden auf jeden Fall sehr liebevoll umgesetzt, allerdings muss ich sagen, dass einige der Figuren bzw. deren Fähigkeiten/Tätigkeiten ein wenig zu kreativ ausgestattet werden. Genauer gesagt merkt man das Verlangen des Autors all seine Figuren etwas ganz besonderes sein zu lassen. Das war mir bei der Summe an Figuren doch ein wenig zu viel des Guten.

Trotzdem fand ich das Buch wirklich sehr abwechslungsreich, fand viele schöne Formulierungen und habe immer fleißig versucht die Zusammenhänge und sonstige Verbindungen zu erkennen. Dass all diesen Geschichten das Motiv der Einsamkeit verknüpft mit der Liebe zur Sprache gemein ist finde ich besonders schön umgesetzt.

Insofern würde ich dieses schmale Büchlein dennoch empfehlen, da es wirklich eine sehr angenehme Lektüre für zwischendurch ist, gerade wenn man nach großer Abenteuerliteratur oder trockenen Sachbüchern wieder ein wenig Lust auf kurze Geschichten in schöner Sprache hat.

Fazit:


Sehr schönes Büchlein mit einzelnen Geschichten, die zwar mitunter an Extravaganz etwas überladen wirken, sich jedoch im Gesamtzusammenhang gut ergänzen und eine einfühlsame Lektüre ergeben.

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Titel: Der Wörterschmuggler
Autor: Natalio Grueso
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 251 Seiten

Dienstag, 8. September 2015

Gemütliches Lesemiteinander #5 [Aktion]

http://samtpfotenmitkrallen.blogspot.ch/2015/09/13-gemutliches-lese-miteinander.html

Weil die Arbeitstage lang und meine Lesestunden nunmal kurz geworden sind, bringe ich mittlerweile kaum noch die Energie auf mich an den tollen Blogaktionen zu beteiligen, die das Bloggerleben so interaktiv und lebendig werden lassen. Heute lässt es jedoch mein Terminplan endlich wieder einmal zu, mir ausgedehnte Lesestunden zu gönnen und praktischweise sorgt die liebe Livia genau heute wieder für einen schönen gemeinsamen Leseabend.

1. Update: 19:30 Uhr

 

1. Was liest du heute und auf welcher Seite beginnst du?


Heute lese ich den zweiten Teil von Exkarnation. Vom ersten Band war ich nicht sonderlich begeistert, da ich aber generell an der (immer noch) fortlaufenden Geschichte der Figuren von Markus Heitz interessiert bin, konnte ich nicht umhin mir auch diesen Band zu schnappen. Allerdings wusste ich dieses Mal so ungefähr was mich erwartet und bisher bin ich eigentlich recht zufrieden. Ich steige auf Seite 105 ein.

2. Welchen Bezug zum Thema hat deine aktuelle Lektüre?


Leider überhaupt keinen. Da ich mir das Buch erst gestern gekauft habe wollte ich auch sofort damit beginnen, insofern konnte ich keine Rücksicht auf das Thema des heutigen Abends nehmen.

3. Wo liest du und wie sieht dein Leseplatz aus?



Da ich mich beruflich im Moment in Linz befinde, bin ich bei meinem Onkel zu Besuch welcher Besitzer dieses wunderbaren und wirklich allerbequemsten Lesesessels ist! Seit ich dieses Prachtstück das erste Mal entdeckt habe, hat mich der Neid überfallen und ich habe ihn gleich eine volle Stunde probegesessen. Jeden Leser, dessen Rücken keine magnetische Spannung zu einer solchen Lehne entwickelt betrachte ich als radikalen Bequemheitsverweigerer!

2. Update: 21:00 Uhr

 

4. Suche mindestens drei weitere zum Thema (Meer) passende Bücher in deinem SuB-Regal, erkläre kurz, weswegen sie für dich zum Thema passen und lasse die anderen Teilnehmerinnen abstimmen, welches Buch du als nächstes in Angriff nehmen sollst.


Leider muss ich bei dieser themenbezogenen Frage schon wieder passen. Da ich aktuell nicht zuhause bin habe ich keinen Zugriff zu meinem Bücherregal und mir fällt trotz langer Überlegung ohnehin kein Buch von meinem SuB, das ich irgendwie mit dem Meer verbinden könnte.


5. Erzähle uns ein wenig von deinem persönlichen Bezug zum Meer, teile eine schöne Meergeschichte oder ein paar Ferienbilder mit uns. Wann warst du zum letzten Mal am Meer?

 

Ich bin keine besondere Meer-Fanatikerin, aber alle paar Jahre versuche ich trotzdem eine Möglichkeit zu bekommen, um ans Meer reisen zu können. Österreich als Binnenstaat ist für einen kurzen Meeresausflug ja nicht geeignet. Ich kann allerdings mit ruhiger See, weißem Sandstrand und Palmenöde wenig anfangen, daher bevorzuge ich eher die raueren oder zumindest felsigen Küsten in England, Kroatien und Deutschland. Meine letzte Reise ging letztes Jahr an die Nordsee und diesen Aufenthalt konnte ich wirklich sehr genießen.



3. Update: 22:30 Uhr


6. Wie gefällt dir bis jetzt dein Buch? Erzähle uns ein wenig davon.


Bisher komme ich mit diesem Band weit besser zurecht, als mit seinem Vorgänger. Allerdings befinde ich es auch bei diesem Buch ein wenig als Mangel, dass derart viele Figuren vorkommen, wodurch nämlich meine bisherigen Stars logischerweise weniger Platz eingeräumt bekommen. Allerdings finde ich die Idee des Autors fast alle bisherige Figuren seiner Urban-Fantasy und deren Handlungsstränge zusammen laufen zu lassen recht spannend. Möglicherweise bekomme ich ja auch noch ein paar Werwesen serviert. Darüber würde ich mich sehr freuen.

7. Gibt es Meerbücher, die du uns unbedingt empfehlen kannst?


Spontan fällt mir da eigentlich nur Aqua Marin von Andreas Eschbach ein, welches ich vor einigen Monaten gelesen habe. Ich fand es wirklich ein außerordentlich tolles Jugendbuch und würde es allen Lesern, die dieses Genre schätzen und etwas für das Meer und seine Bewohner übrig haben empfehlen!


Soooooo - Ich als Lesenachts-Lulli muss nun definitiv ausscheiden und mich ins Bett verkrümeln. Wie immer ziehe ich mich also beschämt zurück und werde vermutlich recht rasch einschlafen. Allen anderen noch einen schönen Abend!

Dienstag, 1. September 2015

Im Schatten des Fürsten [Rezension]

In meiner virtuellen Bibliothek und meinen sehr realen Bücherregalen tummeln sich ja so allerlei Bücher. Genres mischen sich bunt durcheinander, starke Hardcover stützen ihre frierenden Verwandten - die Taschenbücher, viele meiner Bücher sind Adoptivkinder vom Flohmarkt, ihre arroganten Vetter bilden sich etwas darauf ein, dass ich sie für Geld gekauft habe und einige liebevolle Werke wissen dankbar, dass sie ein Geschenk waren. Zu den Außenseitern in den Reihen zählen aber definitiv die Rezensionsexemplare, nach welchen ich nur sehr selten frage. Mit ihrem Status sind sie jedoch bislang sehr zufrieden, da sie dadurch ein sehr siegessicheres Privileg genießen, nämlich nicht als SuB-Kandidat klassifiziert werden zu können.



2. BAND: ACHTUNG SPOILER

Inhalt:


Zwei Jahre nach der gescheiterten Invasion der Marat lebt der ehemalige Hirtenjunge Tavi in der Hauptstadt Aleras und befindet sich mitten in seiner Ausbildung zum Kursor. Da er noch immer nicht die Fähigkeit entwickelt hat Elementare beschwören zu können wird er von vielen Mitschülern abfällig und grob behandelt. Trotzdem fällt ihm abermals eine wichtige Schlüsselrolle zu, als es gilt das Reich abermals vor einer drohenden Gefahr zu beschützen.

Mistys Meinung:


Wie ich im vorhergehenden Post bereits angemerkt habe, war ich eigentlich nicht wirklich in Stimmung für High Fantasy, als ich mit diesem Buch begonnen habe. Trotzdem möchte ich versuchen, diesen Umstand nicht allzusehr Einfluss auf die Rezension nehmen zu lassen, das wäre Autor und Geschichte gegenüber schlichtweg unfair.

Bei diesem zweiten Band jedenfalls wusste ich von vorn herein, dass bei den Elementargeistern, welche in diesem Buch von den Figuren beschworen und befehligt werden, keine große Ähnlichkeit zu meinen geliebten Pokémon zu erwarten war. Insofern war ich diesmal vor einer entsprechenden Enttäuschung gewappnet. Es war angenehm, dass ein Großteil der Geschicht nicht mehr am Land, sondern in der Hauptstadt von Alera selbst spielt. Der Autor sorgte somit allein von der Umgebung her für Abwechslung und ließ auch sonst einige Figuren auftreten, die im ersten Band noch keine Erwähnung fanden. Meine persönlichen Favoriten waren dabei die Canim, eine wolfsähnliche Gattung, die jedoch auf zwei Beinen läuft und in ihrem Verhalten sehr humanoid ist (inklusive der Waffen).

Was ich diesbezüglich jedoch -wie auch schon im ersten Band- vermisste, war eine nähere Beschreibung der unbekannten Wesen und sonstigen Gestalten. Ich mag es zwar gar nicht wenn Autoren dem Leser Informationen über Phantasiekreaturen plump auf die Seite klatschen, oder pseudo-subtil in Dialoge legen, aber es gibt doch geschickte Kniffe solches Wissen in die Geschichte zu flechten. So weiß ich bis jetzt nicht wirklich was ich mir unter einem Garganten vorstellen darf. Wohl eine Mischung aus Büffel und Riesenschwein, was ich jedoch nur aufgrund deren nebenbei erwähnten Geräuschen und vagen Größenbeschreibungen erahnen kann. Vielleicht lässt der Autor solche Details auch bewusst offen, um die Phantasie des Lesers nicht einzuschränken. Mich verwirrt dies jedoch ein wenig.

Für Abwechslung ist aber auf jeden Fall gesorgt und dank der vielen neuen Figuren und Kreaturen gewinnt die Geschichte an Spannung. Ich muss gestehen, dass die Handlung sich bis zur ersten Hälfte etwas zieht, allerdings werden die vielen Berichte dadurch aufgelockert, dass die Kapitel sich wieder auf unterschiedliche Figuren konzentrieren. Einige Wendepunkte waren dabei etwas vorhersehbar, was jedoch nicht sonderlich negativ ins Gewicht fällt.

Somit kann ich resümieren, dass mich dieser Band zwar nicht wirklich übermäßig begeistert hat, gerade weil er seine Längen hatte, allerdings ist es mir wichtig zu erwähnen, dass diese Geschichte sicherlich noch einiges an Potential hat. So finden sich in diesem Buch an mehreren Punkten Andeutungen über den Fortlauf der Geschichte, die doch recht spannend anmuten. Ich werde mir daher den nächsten Band sicher auch von innen ansehen (soll bedeuten ich werde ihn lesen) und darauf hoffen, dass an manchen Stellen etwas gekürzt wird, um spannendere Übergänge zu erzielen, sowie an anderen Stellen, die Beschreibungen betreffen, ein wenig ausführlichere Passagen zu finden sein werden.

Fazit:


Ein meist recht spannender zweiter Teil, der jedoch in der ersten Hälfte seine Längen hat. Dafür rettet er sich mit neuen, interessanten Kreaturen und vielen aktiven Figuren über die Runden.


Vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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Titel: Im Schatten des Fürsten
Autor: Jim Butcher
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 640 Seiten
Reiheninfo: Band 2/6 der Codex Alera Reihe