Freitag, 10. August 2012

Blutspiel [Rezension]

Da mich der erste Band von Kim Harrison positiv überraschte, musste ich mir jetzt die sympathische Kopfgeldjägerin Rachel Morgan ein weiteres Mal auf den Friedhof holen.

Handlung:


Auch im zweiten Band der Reihe geht Rachel Morgan anfangs etwas chaotisch an ihre Fälle heran. Mittlerweile hat sie sich allerdings gemeinsan mit ihrer Vampirfreundin Ivy und dem quirligen Pixie Jenks selbstständig gemacht und muss nicht mehr für die Inderlander Security arbeiten. Doch auch ohne ihren früheren Chef birgt ihr neuer Job ausreichend Gefahren und Hindernisse.

Rachel wird angeheuert um den Hexenjäger ausfindig zu machen, der in Cincinnati für eine Serie an grausamen Morden sorgt. Sie ist überzeugt davon ihren erklärten Feind Trent Kalamack des Mordes an den Hexen überführen zu könnnen, doch dieser scheint wie bereits im ersten Teil unantastbar, obwohl zahlreiche Indizien auf ihn deuten. Um ihre Ermittlungen beschleunigen zu können übt sie sich selbst in der Kraftlinienmagie, die auch alle Mordopfer vor ihrem Tod betrieben hatten und fördert damit jedoch nicht nur positive Mächte zu Tage...

Mistys Meinung:


Nach dem relativ beruhigenden Ende des ersten Bandes hätte ich damit gerechnet, dass der zweite Teil nicht viel spannende Handlung abgeben würde. Doch wie auch schon sein Vorgänger überraschte mich auch dieses Buch sehr positiv.

Der Inhalt ist spannend, die Protagonisten geben in ihrer Entwicklung und ihren Eigenschaften einige neue Züge her und es wird geschickt an Figuren des ersten Bandes angeknüpft. Dabei kommen einige Konflikte und Überraschungen zu Tage, die sich sehr positiv auf den Lesefluss auswirken. Darüber hinaus vergisst die Autorin auch in ernsteren Szenen nie ganz auf ihren Humor und sorgte bei mir somit für ein paar Schmunzler.

Wofür ich ihr ebenfalls ausgesprochen dankbar bin ist die Tatsache, dass die Romantik eher im Hintergrund gehalten und stattdessen eher die Erotik hevorgehoben wird. Abgesehen davon ist die Protagonistin sehr selbstständig und mehr daran orientiert ihr Leben und ihren Beruf zu planen, statt in übertriebenen Schwärmereien für ihren Freund auszubrechen, obwohl mir dieser als buchbessener, leicht nerdiger Mensch viel sympathischer ist als jeglicher Vampir-Adonis.

Vom Schreibstil her glaube ich allerdings, dass es angenehmer wäre die englische Ausgabe zu lesen, da für meinen Geschmack einige Dialoge doch ein wenig holprig wirken, was im Originaltext möglicherweise schöner gelöst wurde.

Fazit: 


Die Vampirische Hexenkunst überzeugt auch im zweiten Buch und gibt an Spannung und Überraschung noch mehr her. Rachel Morgan darf sich auf meinem Friedhof wie zuhause fühlen. Hoffentlich befindet sich auf diesem aber keine Kraftlinie....

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Titel: Blutspiel
Originaltitel: THE GOOD, THE BAD AND THE UNDEAD
Autor: Kim Harrison
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 611 Seiten
Reiheninfo: 2 Band der Rachel.-Morgan Reihe

Donnerstag, 9. August 2012

Top Ten Thursday [News]


Da ich letzte Woche bei meinen Eltern zuhause war und Zugriff auf meinen gesamten Buchbesitz hatte, ist es mir jetzt endlich einmal möglich auch beim Top Ten Thursday teilzunehmen(dessen Sinn es ist zu einem bestimmten Thema jede Woche zehn entsprechende Bücher aus dem persönlichen Fundus zu wählen), ausgehend von Alice im Bücherland. Mein neues Mini-Regal in Salzburg hat nämlich beiweitem nicht die Kapazitäten zehn Bücher dergleichen Farbe oder eines ähnlichen Motivs bereit zu stellen. Ich finde die Idee jedenfalls sehr nett, da dadurch auch Bücher zum Vorschein kommen, die sonst eher in Vergessenheit geraten. Insofern passt die Aktion perfekt zu meinem Blognamen.

Das Thema dieser Woche lautet:

 10 "männliche" Bücher (Männer auf dem Cover)

 


Da ich kein Fan von Covern mit halbnackten, furchtbar muskulös-mysteriösen (Alp-)Traummännern bin und meine Regale davon dementsprechend verschont blieben, mangelt es mir an Büchern mit "männlichem Motiv". Deshalb habe ich ein wenig geschummelt und auch solche mit Jungen auf dem Einband genommen.

  • E.W. Heine: Luthers Floh
  • John Irving: Last night in twisted river
  • Christy Brown: my left foot
  • Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften
  • Thomas Bernhard: Frost
  • Peter Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
  • Carlos Ruiz Zafón: L'ombre du vent
  • Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil
  • Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter 
  • Michael Morpurgo: War Horse

Montag, 6. August 2012

Bücher sind beleidigt [Zitat]

"Bücher sind beleidigt, wenn man sie verleiht. Deshalb kehren verliehene Bücher nicht mehr zurück."*


*Oskar Kokoschka

Mittwoch, 1. August 2012

Macht und Verachtung [Zitat]

"In jeder Machtausübung gibt es einen feinen, kaum spürbaren Anteil an Verachtung: für die, über die man herrscht. Über eine menschliche Seele kann man nur herrschen, wenn man den Unterworfenen erkennt, versteht und sehr taktvoll verachtet."*

*Sándor Márai: Die Glut. München: Piper Verlag 1999, S.62