Dienstag, 9. Juli 2013

Wereworld: Die Rückkehr der Wölfe [Rezension]

Mir Bücher zu schenken ist ein Unterfangen, das eher selten ein zufriedenstellendes Ergebnis für beide Seiten bringt. Entweder habe ich das Buch schon gelesen, besitze es bereits, kenne es und möchte es gar nicht lesen oder ich kenne es zwar nicht, es sagt mir jedoch überhaupt nicht zu. In diesem Fall gelang einer Freundin jedoch ein seltener Glücksgriff und sie schenkte mir dieses Buch, dass ich auf meiner Wunschliste hatte.


Inhalt:


Der Hirtenjunge Drew lebt friedlich auf der Farm seiner Eltern, das an der Kalten Küste auf dem Kontinent Lyssia liegt. Das ihn und seinen vermeintlichen Zwillingsbruder Trent mehr unterscheidet als nur das Aussehen, muss er an dem Tag herausfinden da eine grausame Bestie in das Haus seiner Eltern eindringt und seine Mutter angreift. Als er ihr zu Hilfe kommen möchte regt sich auch in ihm eine animalische Kraft und er verwandelt sich unter Schmerzen zu einem wolfsähnlichen Wesen. Daraufhin wird er von seinem Vater verstoßen und flieht verzweifelt in den Düsternwald, wo er bald mehr über seine eigentliche Herkunft erfährt. Er schließt neue Freundschaften und Verbündete und bald wird ihm bewusst, dass er ausersehen ist den verhassten Löwenkönig herauszufordern.

Mistys Meinung:


Da sich dieses Buch in der Jugendabteilung finden lässt, hätte ich eigentlich mit einem sehr harmlosen Werwolfbuch gerechnet. Überraschenderweise ging es jedoch von Beginn an recht brutal zu, was mich sehr erfreute (schließlich soll es das meiner Meinung nach bei Werwölfen auch!). Allein die Hauptcharaktere sind alle im Jugendalter und die Handlung folgt einem sehr abenteuerlichem Stil, den ich sehr gut aus meinen früheren Jugendbüchern kenne. Das hielt mich aber keineswegs ab diese zu genießen. Der Schreibtstil ist genre-entsprechend simpel, liest sich leicht und schnell und ist für die schnell fortschreitende Handlung von Vorteil.

Was mich zudem positiv überraschte war der Umstand, dass es in diesem Buch nicht allein um Werwölfe geht, sondern die ganze konstruierte Welt von allen möglichen Wer-Wesen regiert wird. So trifft der Leser mit dem Protagonisten gemeinsam auch auf Werbären, Werlöwen und -was mir besonders zusagte- sogar auf einen Werhai. Für mich ist das eine Idee, die mir bisher in meiner Fantasy-Lektüre noch nicht untergekommen ist und definitiv einiges an Potential bietet - gerade für eine Buchreihe (Die Rückkehr der Wölfe ist erst Band 1). Ich denke ich werde mir auch den Folgeband besorgen.

Die Charaktere sind etwas einfach gestrickt und die Abgrenzung von Gut und Böse ist bis auf eine Ausnahme sehr eindeutig, was ich jedoch gar nicht als Nachteil anführen würde. So wird mehr Konzentration auf die Handlung gelegt und das Buch erfüllt, abgesehen von kleineren Überraschungen, die Erwartungen an abenteuerliche Jugendlektüre. Das die Geschichte eine mittelalterliche Welt als Hintergrund hat, die unserer in kleinen Details nicht so ganz entspricht (z.B. Bücherregale in Bauernfamilien) lässt sich  mit einem kleinen Augenzwinkern ignorieren.

Fazit:


Eine angenehm flotte Abenteuergeschichte, die mit Werwesen unterschiedlichster Art sehr viel Potential für eine interessante Jugend-Fantasy-Reihe mit sich bringt.

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Titel: Werewold: Die Rückkehr der Wölfe
Autor: Curtis Jobling
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 447 Seiten
Reiheninfo: Band 1 der Wereworld-Reihe

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