Dienstag, 2. Juli 2013

Blutjagd [Rezension]

Endlich von akutem Prüfungsstress befreit konnte ich mich entspannenderweise dem ersten Buch der SuB-Abbau Challenge widmen und wieder einmal etwas Fantasy durch die Friedhofstore lassen.

Inhalt:


Nachdem es Rachel Morgan schon mehr als einmal gelungen ist den Dämon Algiarept zu überlisten, der sie ins Jenseits ziehen möchte kehrt dieser nun wieder um sie einzufordern. Abgesehen von dem wütenden Dämon bekommt die ehemalige I.S.-Runnerin es auch noch mit einem Versicherungsberater in Gestalt eines Werwolfs zu tun und soll das Leben eines überreichen Elfen retten.

Mistys Meinung:


Möglicherweise mag es an meiner derzeitigen Konzentration auf studienbezogene Lektüre liegen, oder mir wurde ein mieser Zauber auf die Augen geworfen, aber es ist mir zunächst sehr schwer gefallen mich mit dem dritten Band der Rachel-Morgan Reihe anzufreunden.

Zugegebenerweise bin ich manchesmal etwas sprach(über)empflich, aber dieses Buch sorgte in dieser Hinsicht zunächst wirklich gehörig dafür, dass ich mich darüber ärgern musste. Da sich dieses Gefühl bereits auf Seite 3 einstellte überprüfte ich wie üblich meinen schonmal zu schnell gefällten Verdacht, dass möglicherweise ein anderer Übersetzer am Werke gewesen sei. UND: tatsächlich, das Buch hat eine andere Übersetzerin als die vorigen Teile. Ich habe ja wirklich größte Hochachtung vor diesem Beruf und möchte jetzt niemanden anschwärzen, aber nach dem 700 000. Gebrauch des Wortes 'Yeah' als eine "Ja"-Antwort (im Deutschen) hätte ich mir die Dialoge am liebsten selbst übersetzt. Als ich dann noch Sätze las wie "seine Stimme war ein dunkles, reiches Rumpeln wie schwarze Erde, das direkt zu meinem Inneren vordrang und mein Herz ergriff."* , hegte ich sogar den Wunsch mir die gesamte Geschichte selbst zu übersetzen...

Abgesehen davon wimmelt es in diesem Buch nur so von Tipp-/Rechtschreibfehlern und ich bevorzuge es in meiner Freizeit doch  fehlerfreie Texte zu lesen, da ich sonst wirklich mit ausreichend Fehlermaterial in Form von Seminararbeiten konfrontiert werde.

Zudem ging mir auch das wiederkehrende Muster der Autorin, die Protagonistin prinzipiell auf jeden gutaussehenden Mann stehen zu lassen, der ihren Weg kreuzt, schön langsam auf die Nerven (und in der Geschichte sehen grundsätzlich alle Männer gnadenlos gut aus..natürlich nur vorausgesetzt sie sind Hexer...oder Vampire..oder Dämonen, oder Elfen...oder Werwölfe...oder Pixies...oder Menschen..).

Erst als ich diese Misstände ab ungefähr der Hälfte des Buches ignorieren gelernt hatte, gelang es mir die Geschichte zu genießen und muss zugeben, dass die Autorin auch in diesem Band wieder einiges an unerwarteten Wendungen zu bieten hat. Dabei wird es selbst dem sprachempflichen Leser schwer möglich nicht mitzufiebern. 

Fazit:


Nach sprachbezogener Überwindungsarbeit durchaus wieder das gewohnte Kim Harrion-Lesevergnüngen mit einigen überraschenden und interessanten Wendungen.

*Kim Harrison: Blutjagd. München: Wilhem Heyne Verlag 2011, S. 243
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Titel: Blutjagd
Autorin: Kim Harrison
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 688 Seiten

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