Samstag, 28. Juli 2012

Weil nichts bleibt wie es ist [Rezension]

Da ich im Moment bei meinen Eltern zu Besuch bin, hängt Nabu einsam in Salzburg und kann seine Aufgabe als "Buchhalter" nicht erfüllen. Als Aushilfe steht dafür nun für dieses Buch das Plüscheinhorn Pilgrim zur Verfügung.

Handlung:


Vincent erhält von seiner Exfrau Geneviève einen Brief, in dem er erfährt dass sie im Sterben liegt und ihn noch einmal sehen möchte. Er fürchtet sich vor diesem Treffen und fährt trotzdem sogleich zu dieser Frau, von der er sich vor 15 Jahren getrennt hat. Er hat Angst, dass durch das Wiedersehen die Vergangenheit wieder aufleben könnte, die er so solange verdrängt hat und ganz besonders, dass Geneviève noch einmal über Clara sprechen möchte. Clara, die 8-jährige Tochter der beiden, die damals nach der Schule nicht wieder heimkehrte und an deren Verschwinden die Beziehung der beiden zerbrochen ist.

Mistys Meinung:


Der Klappentext des Buches hielt mich lange davon ab es lesen zu wollen. Tod, Trennung und noch dazu verzweifelte Eltern - ich halte mich eigentlich recht gern von solch ernhafter und trauriger Lektüre fern. Hätte dieses Buch mehr Seiten gehabt, wäre es wohl auch noch lange unangetastet im Regal gestanden, aber bei etwa hundert Seiten dachte ich mir so einen Inhalt ertragen zu können.

Die Gedanken Vincents und die tagebuchähnlichen Einträge von Geneviève zogen mich dann dennoch schlagartig nach unten. Umso überraschter war ich, dass das Buch nach einer Weile auch ziemlich bestärkende und lebensbejahende Züge annahm, die auch mich als Leserin aufheiterten und sogar ein wenig mit der Welt versöhnten.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und doch gerade nach einer Weile sehr berührend, da nicht versucht wird die Situation der Protagonisten zu dramatisieren. Dadurch erhalten auch gerade die positiven Aspekte, die die beiden am Leben wieder entdecken müssen eine viel stärkere Wirkung.

Für dieses Büchlein finde ich gerne ein warmes Plätzchen auf dem Friedhof.

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Titel: Weil nichts bleibt wie es ist
Autor: Laurence Tardieu
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 121 Seiten

Kommentare:

  1. Ohhhhh....ein Plüscheinhorn! Sollte ich mal ein Kind haben kaufe ich mir äh ich meine natürlich ihm (oder ihr) auch so eins :-).

    Mit den traurigen Büchern geht es mir wie dir: ich halte mich gerne davon fern, aber bei manchen bin ich dann doch froh sie gelesen zu haben, vor allem wenn es dann so eine Umschlagsbewegung gibt in Richtung positiv
    Danke für den Buchtipp und viel Spaß noch mit "Ersatzbuchhalter" Pilgrim! :-)

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    1. Ach, für Plüscheinhörner braucht man keine Kinder :D

      Der Wunsch solch eines zu besitzen ist bei mir erst nach dem Film "Ich- einfach unverbesserlich" aufgekommen ("ES IST SO FLAUSCHIG!") und erhalten habe ich es erst letztes Jahr, da war ich auch schon 21 :D

      Das kann ich noch empfehlen als traurige Bücher :)

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  2. Huhu :)
    Bin grad über Blog-Zug auf deinen Blog gestoßen!
    Gefällt mir sehr gut, ich bin gleich mal Leser geworden. :)
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Marie

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    1. Vielen Dank :)
      Heiße dich herzlich als Leserin willkommen^^

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    2. Vielen Dank für deinen Lieben Eintrag auf meinem Blog. :)

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  3. Hallo :)

    Ich habe deinen Blog gerade entdeckt und bin auch sofort Leser geworden ^^

    Ich würde mich über einen Gegenbesuch sehr freuen ;D

    Liebe Grüße & eine schöne neue Woche
    Maura
    http://emotional-life-of-books.blogspot.de/

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  4. Ich hab einen Award für dich! Guck mal auf meinen Blog :)
    Liebe Grüße, Marie

    http://buchatelier.blogspot.de/2012/07/ich-habe-einen-award-bekommen.html

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