Samstag, 26. Mai 2012

Blutspur [Rezension]

Nachdem bisher vor allem ältere Exemplare ihren Weg auf den Friedhof gefunden haben, wird jetzt mal ein moderneres Werk vorgestellt. Die Hauptfiguren aus diesem Buch haben übrigens einen echten Friedhof im Garten...



 
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Handlung:


Die Geschichte spielt sich nach dem Wandel (der das Aussterben eines Großteils der Menschen aufgrund eines fehlerhaften Genexperiments bezeichnet) ab, in einer Welt in der sich nun auch Inderlander (Hexen, Vampire, Kobolde etc) frei aufhalten können. Deren Anzahl war ursprünglich so gering, dass sie sich versteckt halten mussten um nicht gejagt zu werden, da sie aber gegen das Virus ,der durch das Experiment freigesetzt wurde, immun waren entspricht ihre Anzahl mittlerweile jenen der Menschen. Diese müssen sich nun die Erde mit ihnen teilen. Rachel Morgan, die Hexe und Kopfgeldjägerin beschließt ihren alten Job bei der Inderland Security an den Nagel zu hängen und sich selbstständig zu machen. Ihr Chef ist davon jedoch weniger begeistert und lässt kurzerhand ein Kopfgeld auf sie aussetzen. Gemeinsam mit ihren Freunden (einem weiblichen Vampir, einem launischen Pixie und einem Menschen) versucht sie den Anschlägen zu entgehen und selbst einen Fall zu lösen um mit dem Geld aus ihrem alten Arbeitsvertrag zu kommen.

Mistys Meinung und Leseprobe:


Zu Beginn des Buches hat es mich etwas irritiert mit welchem Humor die Autorin generell an die Fantasythematik herangeht, ich mag es prinzipiell eigentlich mehr wenn es bei solchen Fabelwesen bluternst zugeht, aber nach wenigen Seiten habe ich mich dabei ertappt wie ich darüber lachen musste. Stellen wie die Folgende kommen vermehrt vor:

"Man hatte mich trotz des Regens in die Hollows geschickt, um einen Leprechaun, einen irischen Glückskobold, der wegen Steuerhinterziehung gesucht wurde, »an die Leine zu legen«. Wie viel tiefer, fragte ich mich, konnte ich noch sinken? Okay, ich hatte einen Blindenhund festgenommen. Doch woher sollte ich wissen, dass er nicht der gesuchte Werwolf war? Er passte auf die Beschreibung, die mir gegeben worden war."**

Auch die Protagonisten verwenden in ihren Dialogen eine Vielzahl an sarkastischen Witzen, was ihre Sprache sehr oft gekünstelt wirken lässt, aber bitte - wir sind im Fantasygenre - Hexen und Vampire sollen kommunzieren können wie es ihnen beliebt. Auch abgesehen von ihrem Humor werden sie durchaus sympathisch und man gewinnt sie (und ihre Eigenarten) sehr schnell lieb. Und es existieren noch 8 Fortsetzungen um die Charaktere noch besser kennen zu lernen.

Post Skriptum: Das Cover finde ich eigentlich sehr ansprechend, obwohl anzumerken ist, dass das abgebildete Samuraischwert kein einziges Mal zum Einsatz kommt...




* Foto selbstgemacht wie an der Qualität gut zu erkennen ist...
** Kim Harrison: Blutspur. München: Wilhem Heine Verlag, 2011, S.11

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Titel: Blutspur
Autor: Kim Harrison
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 575 Seiten
Reiheninfo: Band 1

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