Sonntag, 9. Juli 2017

Der Tod von Wolverine [Comic-Rezension]

Im altgewohnten Arbeitsrhythmus, der oftmals auch Samstage beinhaltet kehre ich wieder zu meiner liebgewonnen Sonntags-Routine zurück. Dazu gehört auch die vormittagliche Rezension. Da ich aktuell beim Comic-Kauf gar nicht mehr zu bremsen bin und die Wunderwerklein auch vergleichsweise schnell verputze ist mit einer größeren Ansammlung hier zu rechnen.



Inhalt:


Ausgerechnet zur selben Zeit, da Wolverines erstaunliche Regenerationsfähigen nachlassen scheint ein Bösewicht ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt zu haben. Während Logan versucht den Übeltäter auszuforschen muss er sich allerlei Listen bedienen, denn der Einsatz seiner Klauen hinterlässt ohne seine Heilung infektionsgefährdete Wunden. Doch die Situation spitzt sich zu und von seinen alten Feinden nimmt keiner Rücksicht auf sein Handicap.

Mistys Meinung:


Ich sah Logan auf der Leinwand sterben und es schmerzte mich, aber trotzdem war ich bereit seinen Tod auch im Comicformat zu ertragen. Diese tolle Sammleredition erschien mir dafür genau richtig und ich bin froh mal wieder ein paar Euro mehr in einen Comic investiert zu haben.

Der Interpretation von Wolverine des Zeichners Charles McNiven konnte ich viel abgewinnen, er bringt den Helden mit all seiner Stärke auf das Papier und sorgt an manchen Passagen sogar für ein ungewohntes Erscheinungsbild. Das ist natürlich der Storyline von Charles Soule geschuldet, der Logan der List wegen auch wohl frisiert und in Schlips auftreten lässt. Einige große, zweiseitige Zeichnungen sorgen für eine wunderbare Kulisse, in die man sich als Leser dadurch umso besser hinein versetzen kann. Abgelöst werden sie bei Kampfszenen von vielen kleineren Bildchen, die sowohl Bewegunen, als auch Reaktionen und Emotionen der Figuren einfangen. Die Farbgebung wechselt viel -je nach Umgebung- und sorgt für einen angenehmen Ausgleich.

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Die Handlung verläuft recht klassisch -Logan versucht während vieler kleinerer Kämpfe gegen (mitunter altbewährte) Schurken deren Auftraggeber auszuforschen. Dadurch ergeben sich viele, kleinere und größere Herausforderungen, die einen beim Lesen in Atem halten. Für mich waren die Handlungshöhepunkte nicht vorhersehbar und so war jede neue Figur eine Überraschung. Das liegt allerdings auch daran, dass ich im Marveluniversium bei weitem noch keine Kennerin bin. Manch eingefleischter Fan hätte aber sicher seine Freude an den auftretenden Mutanten und Helden. Die Dialoge waren auch in deutscher Sprache solide und passten zu den Situationen.

Wirklich positiv aufgefallen ist mir zudem eine Eigenart, die mir bisher noch bei keinem Comic untergekommen ist; um die Stimmungen und Gefühle besser einzufangen enthalten viele Seite kleine Randwörter, die Gerüche, Geräusche und andere Fokuspunkte -wie etwa die Verletzungen, die Logan schmerzen- anzeigen. Es sind lediglich kleine Schlüsselwörter, die abseits von den Dialogen stehen, doch taten sie sehr viel um das Leserlebnis für mich zu intensivieren.

Einzig das Ende fand ich ein wenig knapp bemessen, so etwas bedeutsames wie einen Heldentod hätte man meiner Ansicht nach wirklich noch ordentlich ausschmücken können. Zwar werden einige, bewegende Rückblicke gezeigt, die durchaus auch ihren Effekt auf mich hatten, aber das hätte gerne noch dramatischer ablaufen dürfen. Angesichts des Titel dieses Comics hoffe ich übrigens, dass sich durch diese Aussage niemand gespoilert fühlt.

Fazit:


Ein toller, sehr atmosphärischer Comic, der es dank einer abwechslungsreichen Story und schöner Zeichnungen versteht den Leser zu fesseln.

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Titel: Der Tod von Wolverine
Zeichner/Autor: Charles Soule, Steve McNiven
Verlag: Panini Comics
Sprache: Deutsch
Hardcover: 132 Seiten

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