Freitag, 22. August 2014

Sei lieb und büße [Rezension]

Noch vor einem Jahr hätte ich persönlich kein Buch angerührt, dass den Zusatz "Thriller" trägt, es sei denn dieser tritt in Kombination mit "Werwolf" oder "Vampir" auf. Mittlerweile habe ich dieses Genre jedoch tatsächlich lieb gewonnen, wenngleich es mir noch immer schwer fällt Gemeinsamkeiten zu erkennen bzw. manche für mich schlicht Kriminalromane sind. Nach Schweig still, süßer Mund jedenfalls hier meine zweite Rezension zu Janet Clark



Inhalt:


Nachdem Sina mit ihrer Familie von Berlin in die kleine Gemeinde Kranbach ziehen musste ist sie zunächst überaus unglücklich und es fällt ihr schwer Anschluss zu finden. Erst als sich die beliebtesten Mädchen der Klasse mit ihr anfreunden beginnt sich ihre Laune zu bessern und auch ihr Trainer Frederik scheint sich für sie zu interessieren. Doch kurz nach ihrem ersten Kuss verunglückt dieser und fällt ins Koma. Sina scheint der Unfall nicht ganz geheuer und sie beginnt gefährliche Nachforschungen anzustellen.

Mistys Meinung:


Da mich Schweig still, süßer Mund recht zufrieden stellte und ich den Band wirklich als angenehme, spannende Unterhaltungslektüre empfunden hatte, hoffte ich natürlich bei diesem Band selbiges. Glücklicherweise hat die Autorin auch bei diesem Band ein Mädchen im Teenager Alter gewählt, was sehr positiv aufnahm, da ich mich manchmal sehr gerne in Teenagerprobleme einlese - erscheint mir eine angenehme Abwechslung zu meinem heutigen Alltag zu sein und lässt mich gerne an meine eigene Schulzeit zurück denken.

Leider ist der -ich muss ihn jetzt leider so nennen- "Zickenfaktor" in diesem Buch mitunter arg hoch getrieben worden. Styling und Kleiderwünsche werden sehr ausführlich und mitunter ein wenig zu entstirnig von den Protagonistinnen diksutiert  und auch die Konkurrenzspielchen in der Schule schlage etwas zu sehr über die Stränge. Möglicherweise fällt es dadurch jedoch einigen Mädchen, die in solche Bereiche stärker eingebunden sind leichter sich mit den Figuren zu identifizieren. Ich persönlich konnte damit leider noch nie viel anfangen.

Was mir jedoch wieder einmal sehr positiv aufgefallen ist, ist die Einbindung der heutigen Medien der Autorin wie etwa Facebook und Youtube. Dadurch macht sie Problematiken wie Cybermobbing für den Leser sehr greifbar und ich denke gerade heute sollten solche Themen auch unbedingt in Jugendbüchern (auch wenn sie den Zusatz Thriller tragen) aufgenommen werden. Auch wenn es sich um fiktive Handlungen handelt, wirken diese größtenteils sehr realistisch und stehen somit irgendwo auch als Warnung.

Das Buch bleibt soweit jedenfalls spannend, obwohl ich nicht weiß ob ich den Umstand mag, dass man als Leser von Beginn an weiß, wer der "Täter" ist. Möglicherweise hätte sich die Geschichte anders besser aufziehen lassen bzw. hätte für noch mehr Spannung aufgrund von Spekulationsmöglichkeiten gesorgt.

Fazit:


Ein weitere gelungene Unterhaltungslektüre von Janet Clark, wenngleich man bereit sein sollte die Mädchenzickereien der Figuren zu tolerieren.

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Titel: Sei lieb und büße
Autorin: Janet Clark
Sprache: Deutsch
Taschenbuch:335 Seiten

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