Dienstag, 14. Januar 2014

Der Erdbeerpflücker [Rezension]

Tja, schöne Cover -ganz besonders bei Reihen- tun es mir eben doch an. Ehrlich gesagt war dies bei diesem Band tatsächlich der Hauptgrund. Wichtigster Nebengrund war jedoch, dass ich tatsächlich angefangen habe mich für Thriller zu interessieren und da diese Reihe unter vielen Bloggern sehr beliebt zu sein scheint entschied ich mich mal gleich für den Erdbeerpflücker.  Ein paar Mörder auf dem Friedhof können eigentlich nicht schaden.


Inhalt:


Das Leben von Jette verläuft als Tochter einer Bestseller-Autorin etwas ungewöhnlich und sie hat an und für sich ausreichend mit ihrem Leben und ihren Problemen zu hadern. Ihre Freudinnen Merle und Caro sind ebenfalls stark damit beschäftigt ihr Leben in den Griff zu bekommen. Als jedoch ein Mörder in der Gegend herum schleicht scheinen sich die Geschichten aus den Büchern ihrer Mutter mit einem Mal auch in der Realität zuzutragen. Und plötzlich kommt der Mörder den Mädchen gefährlich nah.

Mistys Meinung:


Jetzt mal etwas vorausgenommen: Was zum....sollen die Klappentexte dieser Buchreihe?! Sie verraten allein im ersten Satz schon was auf den ersten 100 Seiten passieren wird und gehen soweit bis auf die letzten 50 Seiten hin alles zu erzählen! Ein kurzer, falscher Blick auf zwei Worte und man hat sich für das gesamte Buch gespoilert! Seit wann soll ein Klappentext eine gesamte Inhaltsangabe eines Buches sein...

Nun gut, abgesehen davon war das Buch in sich eigentlich eine interessante Leseerfahrung für mich, wenn gleich ich mich immer wieder nicht entscheiden konnte ob ich seine diversen Eigenschaften als positiv oder negativ empfinden sollte. Sehr negativ sind mir jedenfalls zunächst der Stil und die Sprache aufgefallen. Einerseits waren manche Sätze durchaus gelungen, während ich wenige Zeilen später über die nächsten zu stolpern schien. Die absolten No-Goes darunter waren für mich jedenfalls die Dialoge. Natürlich, ein fiktiver Dialog sollte keinem realen entsprechen, das würde den Leser unnötig ermüden, doch welcher Mensch würde jemals den Ausspruch "Gequirlte Hühnerkacke" während eines Dialoges tätigen? Viele weitere unnötige ausgeführte Gespräche ließen sich finden und ich konnte mich bis zum Endes des Buches kaum mit diesen anfreunden.

Relativ gut gefielen mir hingegen die gezeichneten Charaktere, die mit ihren persönlichen Problemen und Neigungen durchaus realistisch wirken. Gerade die Reaktionen und Gedanken des Mörders fand ich dabei sehr authentisch und spannend. Zudem schaffte es das Buch tatsächlich mich sehr bei einem Mord zu rühren, was ich eigentlich nicht erwartet hätte, da mich solche Inhalte normalerweise -sofern sie keinen Lieblingscharakter betreffen- eher kalt lassen.

Zum Schluss hin jedoch geschah vieles auf die, mitunter unerklärliche Intuition der Figuren hin, gerade ein bestimmtes Tier verhält sich meiner Meinung nach dermaßen abnorm, dass ich dafür keinesfalls eine Erklärung finden könnte, außer dass es hermusste um die Handlung entsprechend zu beeinflussen.

Trotzdem bin ich in Summe eigentlich gerne in die Geschichte eingetaucht, die zudem viele schöne Weisheiten enthielt, nach denen einige Figuren vorgehen. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen mir auch den zweiten Band zu kaufen, wenngleich ich mich leider schon durch Lesen des ersten Satzes auf nächsten Klappentext furchtbar gespoilert habe!

Fazit:


Überraschend interessante und gelungene Figurendarstellung, dafür weist die Geschichte für mich einige sprachliche und auch logische Mängel auf.

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Titel: Der Erdbeerpflücker
Autorin: Monika Feth
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 350 Seiten
Reiheninfo: Band 1 der Jette-Reihe

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