Mittwoch, 3. April 2013

The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde [Rezension]

Das seltsame Verhältnis zu Weltliteratur Klassikern...Man müsste, sollte oder könnte sie zumindest gelesen haben. Gerne nehme ich sie mir begeistert vor, kaufe sie zuhauf oder gehe im Buchladen zumindest mehrmals neugierig auf sie zu. Auf meinem SuB sumpfen sie jedoch dann meistens eher ganz weit unten herum und werden so auf dem Bücherfriedhof schnell zum ungelesenen Außenseiter. Diese Novelle jedoch nahm zog ich vergleichsweise früh aus seinem versteckten Regaleck, allerdings verbrachte es dann dafür eine ebenso einsame Zeit in meiner Tasche, aus der es nur sehr selten hervor gezogen wurde.



Inhalt:


Der renomierte Anwalt Mr.Utterson beobachtet besorgt das Verhalten seines jahrelangen Freundes Henry Jekyll. Dieser zieht sich nicht nur immer weiter aus seinem Freundeskreis zurück, sondern lässt auch noch ein Testament aufsetzen, dass im Falle seines Verschwindens oder Ablebens seinen ganzen Besitz der merkwürdigen Erscheinung des Edward Hyde zur Verfügung stellt. Als es durch diesen jedoch zu mehreren Zwischenfällen kommt beginnt Utterson Nachforschungen anzustellen um der seltsamen Verbindung von Jekyll und Hyde auf die Schliche zu kommen.

Mistys Meinung:


Da mir das genaue Verhältnis zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde bereits bestens aus Filmen bekannt ist, fand ich vor allem den Beginn des Buches eher langweilig, da es nunmal die Aufdeckung dieser Verbindung als Spannungshöhepunkt und Kreuzpunkt der einzelnen Handlungsstränge nimmt. Die Reflektionen des Anwalts Utterson, die einen großen Teil des Buches einnehmen, waren für mich folglich wenig spannend und das anspruchsvolle Englisch erschwerte mir das Lesevergnügen zusätzlich mit diversen veraltetenen und spezifischen Begriffen.

Als interessanter erwiesen sich da dann schon die Unterschiede im Erscheinungsbild der Hyde-Figur im Vergleich zu den Filmen. Auch das Auftauchen von Hyde und die Vorstellungen Jekylls vom menschlichen Unterbewusstsein und sein (sehr fiktionaler) Umgang mit Wissenschaft, die gegen Ende der Geschichte aus seiner Sicht erklärt wird, weckten letztlich doch mein Interesse und zeigen, ähnlich wie bei "Das Bildnis des Dorian Grey" ein gutes Bild von damaligen Weltvorstellungen, gerade im Bezug auf die Physiognomie des Menschen.

Aufgrund seiner geringen Seitenanzahl, kaum 90 Seiten, lohnt es sich letztlich jedenfalls schon sich die Originalgeschichte des bekannten Film Antihelden zu lesen, sowohl in einem Zug als auch als Zweitbuch nebenher.

Fazit:


Nach Konsum entsprechender Filme ein nur begrenzt spannendes Leseerlebnis, das erst gegen Ende hin für interessante und unbekannte Aspekte im Fall des Dr.Jekyll und Mr. Hyde sorgt, dafür aber wegen seiner Kürze trotzdem schön und schnell auf jeder Klassikerliste abgehakt werden kann.

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Titel: The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde

Autor: Robert Louis Stevenson
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 88 Seiten

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