Freitag, 22. März 2013

A Storm of Swords (2: Blood and Gold) [Rezension]

Wie üblich bin ich mit auch mit diesem Buch aus der Reihe A Song of Ice and Fire auf eine unerwartet lange Expedition gegangen und habe nicht wie erwartet 4 Tage sondern ganze 2 Wochen daran gelesen. Nach weiteren 2 Wochen Wartezeit raufe ich mich nun endlich zu einer Rezension auf.




Inhalt:


Während die drei Könige Stannis und Joffrey Baratheon und Robb Stark sich mehrere Schlachten um den Süden von Westeros liefern wächst die Bedrohnung im Land jenseits der Mauer immer weiter an. Der König der Wildlinge sendet all seine Horden um durch die Mauer ebenfalls in den Süden gelangen und entfesselt somit einen gnadenlosen Kampf gegen die Nachtwache, während weiter südlich versucht wird durch geschickte Hochzeiten an Macht zu gewinnen...mit verheerenden Auswirkungen.

Mistys Meinung


Vorsicht Spoiler!

Auch dieser Band begann wieder ausgesprochen spannend und ich war sofort wieder beigeistert bei meinen Lieblingscharakteren. Die Handlung ist wie üblich sehr dicht und gut vernetzt erzählt wird durch die bekannten Cliffhangs weiter angeheizt. Die Mordeslust des Autors jedoch überstieg diesmal erschreckend all meine Erwartungen und verstimmte mich gleich mehrmals in Folge. Hätte Martin Herr der Ringe geschrieben wäre vermutlich abgesehen von Boromir, gleich noch Gimli gestorben, niederstreckt von einer Axt einer eifersüchtigen Zwergin, nur um anschließend Legolas tödlich von Helms Klamm stürzen zu lassen, gekrönt von Aragorns öffentlicher Hinrichtung.

Zugegeben, die Handlung ist auf diese Weise weit realistischer, aber möchte ich, wenn ich Fantasy lese, denn überhaupt so nah an der Realität sein? Ist es denn nicht auch der Reiz an diesem Genre, dass die liebgewonnenen Helden sich zu helfen wissen und nur in Ausnahmefällen sterben und das Gute, trotz Verlusten, siegt?

Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich an einen Punkt kommen würde, wo ich diese Reihe kritisieren könnte, aber in diesem Band ist die Spannung wirklich einer enormen Bestürzung beim Lesen gewichen. Gerade weil der Autor sich soviel Zeit lässt die Figuren zu beschreiben und entwickeln zu lassen schockiert es umso mehr sie plötzlich zu verlieren. Spätestens mit diesem Band weiß ich, dass schlichtweg alles passieren könnte und habe aus Angst um meine Lieblingscharaktere momentan keine allzu große Lust die Reihe weiterzulesen.

Fazit:


Gekonnte Spannungshöhepunkte und Überraschung à la Martin, jedoch diesesmal mit einem Übermaß an schockierenden Todesfällen.

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Titel: A Storm of Swords (2:Blood and Gold)
Autor: George R.R.Martin
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 607 Seiten
Reiheninfo: Band 2/2 des dritten Teils von A Song of Ice and Fire

1 Kommentar:

  1. Da hast du leider nicht ganz unrecht :/ Bei mir hat es für diesen Band auch "nur" vier Sterne gegeben, weil Herr Martin hier einfach zu weit gegangen ist mit "Fantasy muss realistisch sein". Dein Vergleich mit der HdR-Truppe ist wirklich gut, von denen hätte es bestimmt fast keiner überlebt *g*
    Ein bisschen mehr Mitgefühl könnte der Autor wirklich mit seinen Lesern haben ._. Dass nicht jeder der Charas den Epos überlebt, okay. Aber das ging echt zu weit! Ich habe als letztes den siebten gelesen und der achte steht schon in den Startlöchern. Aber ein bisschen Angst habe ich davor, ihn zu lesen. WEHE Martin lässt da noch den ein oder anderen Charakter sterben, dann bin ich richtig sauer ;)

    Liebe Grüße

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