Sonntag, 8. Juli 2012

Seelenwächter [Rezension]

Bei einer Fahrt mit dem Blogzug (blog-zug.com) bin ich auf auf den (zumindest mir) unbekannten Autor Nathan Jaeger aufmerksam geworden (mehr Infos auf seinem Blog Nathans Wächter), von dem ich mir, aus Neugier, das Buch Seelenwächter bestellt habe.


Handlung:


Die Handlung beginnt zunächst bei den Zwillingen Colin und Sue, die beide eine Fähigkeit besitzen, welche sie Seelenwacht nennen. Es ist ihnen möglich in die Seelen anderer zu blicken, deren Wünsche, Vorlieben und Ängste zu durschauen. Bald konzentriert sich die Geschichte aber fast ausschließlich auf Sue, die ihre Fähigkeit auch dazu nutzt anderen bei innerlichen Konflikten zu helfen.

Sie erfährt, dass sie dazu befähigt ist, weil sie in Wirklichkeit ein Feuerdämon ist und sogar über weitere übernatürliche Kräfte verfügt, die jedoch weniger für das Wohl anderer Menschen sorgen können, als vielmehr diesen schaden. Zwar weigert sie sich zunächst ihre dämonische Seite zu aktzeptieren, gibt ihr jedoch schließlich nach und verstärkt sie dadurch enorm. Bald kommt es dadurch jedoch zu Zwischenfällen, durch die sie ihr Umfeld gefährdet sieht und eine schwere Entscheidung treffen muss.


Mistys Meinung:


Mir fiel es anfangs relatativ schwer mich in die Geschichte hinein zu lesen, was einerseits daran lag, dass sie ganz im Präsens geschrieben ist (ich bevorzuge in den meisten Gattungen das Präteritum). Andererseits hatte ich auch lange mit den Dialogen zu hadern. Von diesen gibt es in der Geschichte reichlich, was ja nicht als schlecht angesehen werden kann, allerdings wirken sie für mich in den jeweilgen Situationen nicht authentisch genug. In dem schriftlichen Austausch der Figuren ist die verwendete Sprache noch eher glaubhaft, in der mündlichen Kommuniktation jedoch zu unnatürlich.

Die Idee der Seelenwacht und der Dämonen gefällt mir persönlich sehr gut, insofern hätte ich mir in der Geschichte auch mehr übernatürliche Elemente gewünscht. Zwar handelt es sich um den ersten Band einer Folge, ich gehe also davon aus, dass dazu im nächsten Buch diesbezüglich mehr passieren wird, trotzdem war es für mich angesichts der Länge etwas zuviel "Gewöhnlichkeit" und rein menschliches Dasein. Das liegt vor allem auch daran, dass die Charaktere, abgesehen von den übernatürlichen Fähigkeiten, noch eine ordentliche Palette menschlicher Talente aufzuweisen haben, was sie mir jedoch nicht immer sympatisch gemacht haben, aufgrund fehlender "Kanten".

Insofern also eine Grundidee mit Potential, jedoch nicht ohne Bedarf an Verbesserungen in ein paar Bereichen des schrifstellerischen Handwerks.

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Titel: Seelenwächter
Autor: Nathan Jaeger
Sprache: Deutsch
Taschenbuch:  287 Seiten

1 Kommentar:

  1. Beim Stöbern bin ich auf deinen Blog gestoßen und ich habe mich entschlossen, regelmäßiger Leser zu werden. Über einen Gegenbesuch auf http://buch-und-spiel.blogspot.de würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße Ingrid

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